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Nachdem
die Karroserie rostfrei war, widmete ich mich dem Fahrwerk. Die
Vorderachse erhielt verstellbare Gewinde Federbeine mit Bilsteinstossdämpfer
und zusätzlich selbstkonstruierte Zugstreben mit SKF Gelenken.
Um die Hinterachse besser zu führen konstruierte ich ebenfalls
Schubstreben mit SKF - Gelenken. Im Zusammenspiel mit den dreiteiligen
8x13 BBS Felgen mit 235/60 x 13 Pirelli Reifen hat der alte RS
eine ganz gute Strassenlage. Dass Fahrwerk sollte gut sein, sollte
es doch später vielen, vielen PS ausgesetzt werden.
Um die Bremsleistung zu verbessern gibt's Vorne innenbelüftete
Scheibenbremsen.
Da
der Innenraum auch nicht mehr der beste war gab es einen schwarzen
Teppich aus einem anderen Capri. Die original Sitze waren auch
nicht mehr vorhanden und ich montierte einen Vollschalensitz mit
Hosenträgergurt als Fahrersitz und der Beifahrer sitzt auf
einem Sportsitz aus einem 79 Capri S. Um die Motortemperatur zu
überwachen gibt es eine Ölthermometer.
Original
RS Motor hatte ich keinen, so baute ich vorerst einen normalen
2600er Motor in den Capri ein um ihn zum Fahren zu bringen.
Ich
liess mir sehr lange Zeit mit dem Fertigstellen des Capri. Erst
als im Oktober 1986 die Katolysatorpflicht kam, bekam ich ein
wenig die Panik dass ich meinen Capri RS nicht mehr zulassen kann.
An einem Wochenende im September habe ich mit Wolfgang den Capri
schnell in einem nicht originalem Königsblau lackiert und
fertig zusammengebaut. Wolfgang fotografierte den Capri gleich
im Innenhof bei meiner Mietgarage (Fotos siehe unten) von allen
Seiten. Diese Fotos brauchte ich für die Typisierungsbehörde
wo alle Umbauten und Modifikationen eingetragen wurden. Und noch
bevor die Katpflicht kam wurde der Capri angemeldet. Wie wir später
erfahren haben, hätten wir uns diese Eile sparen können.
Nur damals hörte man Meldungen dass man Autos ohne Kat nach
dem Oktober 1986 nicht mehr zulassen kann. Alles Falschmeldungen,
aber es war gar nicht so schlecht, weil dadurch der RS schneller
fertig wurde.
Ich
baute jedoch bald wieder den 2600er Motor aus. Es sollte ein Motor
mit vielen PS in den Motorraum und so baute ich einen Weslake
3.0 Liter Werksrennmotor aus einem 72 Capri Renntourenwagen
ein. Der Motor war wirklich ein extremes Gerät: 285
- 330 PS, je nach Nockenwelle und Verdichtung,
Trockensumpfschmierung mit externer Ölpumpe, Flachschieber
Benzineinspritzung. Dazu gab es ein ZF 5-Gang Renn Getriebe mit
erstem Gang links hinten. Den Motor baute ich jedoch bald wieder
aus um den Motor eines 73 RS Capri einzubauen. Mit dem ZF Getriebe
fuhr ich einige Zeit, nur machte es sehr starke Laufgeräsche,
und ich es vorsorglich ausbaute und überholte. Den Werksrennmotor
habe ich dann jedoch nicht mehr eingebaut. Ich hatte vor Haus
zu bauen und da konnte ich das Geld des Rennmotors und des Renngetriebes
gut gebrauchen.
Gefahren bin ich mit dem RS durch meinen Hausbau in den letzten
Jahren sehr wenig. Nachdem am Haus alles fast fertig war und ich
ihn in der Saison 2001 in Betrieb nehmen wollte, versagte die
Benzinpumpe den Dienst und ich tauschte sie gegen eine Neue aus.
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