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FC Nordhalben e. V. Tischtennis Chronik 1949 - 1985 Die ersten Jahre Wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs fand in der Marktgemeinde Nordhalben die neue Sportart Tischtennis ihre ersten Anhänger. Vor allem an Sonntagnachmittagen konnte man begeisterte junge Frauen und Männer antreffen, die auf selbstgefertigten "Platten" in Hinterhöfen und Scheunen Wettkämpfe mit dem kleinen Ball austrugen. Am 13. Juni 1949 gründeten in der Gaststätte "Weißes Lamm" Johann Hader, Anton Zipfel, Ludwig Wunder, Thomas Schuberth, Andreas Hellgoth und Hans Kübrich die Tischtennisabteilung. Abteilungsleiter wurde Johann Hader. Man gehörte dem ATSV Nordhalben an und spielte im Saal des "Weißen Lamms", dessen Pächter Anton Wachter ein großer Förderer des Tischtennissports war. Das erste Freundschaftsspiel gab es in Steinwiesen. Es folgten freundschaftliche Vergleiche mit den vereinen TS Kronach, ATS Kronach, TSV Ludwigsstadt, TSV Küps, TTF Birnbaum und Wallenfels. Nachdem sich die Mannschaft auch an den Rundenspielen auf Kreisebene beteiligte, schaffte sie 1951 den Aufstieg in die Kreisliga Oberfranken - West. Im gleichen Jahr schloss sich die Abteilung dem neugegründeten FC Nordhalben an. Zu den Auswärtsspielen kam man mit Fahrrädern, später waren die Sportler, wenn möglich, mit Motorrädern unterwegs. Trikots konnten angeschafft werden, natürlich in den FC - Vereinsfarben rot/weiß. 1952 schon wurde eine 2. Herrenmannschaft und 1953 eine Jugendmannschaft für die Punktspiele angemeldet. Es gab die ersten Vereinsmeisterschaften, mit Ludwig Wunder als Sieger.
Nordhalbener "Tischtennispioniere" Anfang der 50er Jahre. Kurze Zeit später wurde der Saal des "Weißen Lamms" für die Zigarrenherstellung der Firma Bruns benötigt und die Tischtennis-Abteilung zog in den Saal der Gaststätte "Neue Welt" um. Zur 800 - Jahrfeier des Marktes Nordhalben (1954) wurde dort ein Turnier mit den besten 32 Spielern Nordbayerns veranstaltet. Als durch die Arbeitslosigkeit der Jahre 1953/54 auch Tischtennisspieler gezwungen waren, auswärts ihr Brot zu verdienen, rückten junge Leute nach. Neben Thomas Schuberth, der die Vertretung für den Abteilungsleiter übernahm, machten sich besonders Josef Pöhnlein, Lorenz Stumpf, Anton Müller, Georg Köstner, Erich Neidhardt und Hans Scherbel um den Tischtennissport in Nordhalben verdient. FC - Jugend in den Schlagzeilen Schüler und Jugendliche brachten die ersten großen Titel nach Hause: 1954 wurde Richard Hader mit Heidenreich (Don Bosco Bamberg) oberfränkischer Meister im Doppel der Schülerklasse, 1955 erreichte Thomas Schnappinger mit Hans Will vom TSV Thurnau den 2. Rang im Schülerdoppel bei den Bayerischen Meisterschaften und Monika Wunder / Thomas Schnappinger sicherten sich den Titel im Mixed bei den oberfränkischen Jugendmeisterschaften 1957.
FC-Jugend 1956: oberfränkischer Meister, nordbayerischer Meister In der Saison 1959/60 griff erstmals ein 3. Herrenmannschaft ins Geschehen ein. Die 1. Mannschaft holte sich mit Günter Simon, Richard Hader, Horst Wunder, Alfred Wunder, Thomas Schnappinger und Günter Pötzl den Meistertitel in der Bezirksliga Oberfranken, scheiterte aber bei den Aufstiegsspielen zur Landesklasse. Im Sommer 1960 war der FC Gast beim BSG Neuhaus am Rennweg in der SBZ (sowjetische Besatzungszone), um in einem Turnier mit BSG Neuhaus und Postsportverein Mühlhausen die Kräfte zu messen. Mühlhausen, mit dem vielfachen DDR - Meister und Weltmeisterschaftsteilnehmer Heinz Schneider, siegte vor dem FC Nordhalben. Ein Jahr später kam BSG Neuhaus zum Gegenbesuch nach Nordhalben. 1962 erhielt der FC eine weitere Gelegenheit, in die Landesklasse aufzusteigen. Als Zweiter der Bezirksliga Oberfranken konnte sich die Mannschaft bei den Aufstiegsspielen in Würzburg nicht behaupten.
1. Herrenmannschaft Meister der Bezirksliga Oberfranken 1959/60 Anfang der 60er Jahre übernahm Günter Simon das Amt des Jugendleiters. Andi Köstner sorgte 1964 für einen oberfränkischen Meistertitel, als er im Schülerdoppel mit Max Sachs vom FC Stammbach triumphierte. Aufstieg in die Landesklasse Nord 1967 wurde der FC Nordhalben erneut Meister der Bezirksliga Oberfranken. Über Aufstiegsspiele in Neustadt/Aisch qualifizierten sich Günter Simon, Günter Pötzl, Ottmar Kürschner, Alfred Wunder, Karlheinz Kürschner, Werner Müller und Hermann Grebner für die Landesklasse Nord, die ein Jahr später geteilt wurde und seitdem unter dem Begriff Landesliga Nordwest bekannt ist. In dieser Liga blieb der FC bis 1972. Ein Lob muss allen Gönnern gezollt werden, die die Mannschaft zu den Auswärtsspielen fuhren und einen erheblichen finanziellen und ideellen Beitrag für den Tischtennissport in Nordhalben leisteten. 1965 hatte man wieder einmal Besuch: der Verein Kickers Worms kam zu Freundschaftsspielen in die Zonenrandgemeinde. Dass die Tischtennisspieler auch gute Fußballer waren, bewiesen sie gegen die Basketballer des ATSV Nordhalben, den Gemeinderat, TTC Köditz und Schmidtbank Hof. Die Spiele, meist von einer großen Zuschauerkulisse umrahmt, sorgten für viel Spaß, und die Einnahmen kamen wohltätigen Zwecken zugute.
1. Herrenmannschaft 1966/67 Meister der Bezirksliga Oberfranken Im Eckardt - Pokal - Wettbewerb drang der FC mit Günter Simon, Ottmar Kürschner und Günter Pötzl bis ins Oberfrankenfinale vor. Vor heimischem Publikum unterlag das Trio dem Oberligisten TTC Burgkunstadt erst nach hartem Kampf mit 3:5 Punkten. Anfang der 70er Jahre hatte der FC so viele Aktive auf der Vereinsrangliste, dass man eine 5. Herrenmannschaft meldete. Nun begann auch die Jugendarbeit wieder Früchte zu tragen: unter zahlreichen Talenten ragte Reiner Kürschner heraus, der 1973 oberfränkischer Jugendmeister im Einzel und Mixed (mit Ulla Zeitler vom TTC Wallenfels) wurde. 1974 konnte er sich mit den Titel des oberfränkischen Juniorenmeisters schmücken. In dieses Jahr fällt die Gründung der Mädchenmannschaft, die mangels Konkurrenz in der Jungen-Kreisliga mitspielte. Das Spiellokal "Neue Welt" wurde durch einen Duschraum bereichert, zur damaligen Zeit natürlich in Eigenleistung der Aktiven gebaut. Ein gelungener Ausflug brachte die Tischtennisfamilie nach Nürnberg und Lauf, wo man sich mit Sparta Noris Nürnberg und TV Lauf sportlich und gesellig traf.
1. Herrenmannschaft 1975/76 Meister der Bezirksliga Oberfranken 1976 wurde zu einem besonderen Jahr für die Tischtennisabteilung. Man feierte das 25jährige Bestehen des FC Nordhalben. Der norddeutsche Oberligist Tennis Borussia Berlin war Gegner im Jubiläumsspiel. Drei große Erfolge kamen genau in diesem Jubeljahr zustande: Der FC kehrte als Meister der Oberfrankenliga in die Landesliga zurück. Die erfolgreiche Mannschaft hatte Günter Simon, Reiner Kürschner, Roland Witurka, Gerhard Wachter, Ottmar Kürschner, Helmut Hellgoth, Karlheinz Kürschner und Hermann Grebner in ihren Reihen. Der zweite große Wurf gelang mit dem Gewinn des Oberfränkischen Eckardt-Pokalwettbewerbs, an dem Günter Simon, Reiner Kürschner, Roland Witurka und Gerhard Wachter beteiligt waren. Für den dritten Paukenschlag sorgte Reiner Kürschner, der oberfränkischer Meister im Herren-Einzel wurde. Gerhard Wachter übernahm als Übungsleiter die Nachwuchsförderung. Wie sehr der FC auch außerhalb der Punkt- und Pokalspiele engagiert war, zeigen die vielen freundschaftlichen Begegnungen mit Vereinen aus nah und fern. So gab es zum Beispiel alleine im Jahre 1977 Freundschaftsspiele gegen TSC Berlin-Britz, Spandauer TTC, TSV Oberkassel/Bonn, SC Eichenstein-Issigau und TTC Dornbusch (Hessen). Zwei Spielzeiten blieb der FC Nordhalben in der Landesliga Nordwest. 1978 folgte dann der freiwillige Abstieg in die Oberfrankenliga, nachdem die Nr. 1, Reiner Kürschner, zum TTC Neustadt wechselte. Wenige Monate vorher siegte er an der Seite von Bernd Lindenmayr (TV 1860 Bamberg) bei den oberfränkischen Meisterschaften im Doppel. Erfreuliches gab es bei den Damen, denn der Verein konnte den Einsatz einer 2. Mannschaft melden. Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war der Besuch von Europameister Milan Orlowski aus der damaligen Tschechoslowakei, der in Schaukämpfen gegen einige Nordhalbener Akteure sein hervorragendes Können zeigte. 1979 fuhren die Tischtennisspieler aus dem Frankenwald nach Berlin, um die Stadt kennen zu lernen und Tennis Borussia Berlin einen sportlichen Besuch abzustatten. FC-Jugend und Damen sorgen für Furore Herausragende Erfolge gab es für die FC-Jugend 1980, als Günter Simon ü, Frank Stumpf, Manfred Wunder und Peter Schmidt oberfränkischer Meister, oberfränkischer Pokalsieger, nordbayerischer Vizemeister und Vierter bei den bayerischen Meisterschaften wurden. Die 1. Damenmannschaft (Sabine Wachter, Christine Hagen, Anita Beetz und Gisela Wunder) erreichte in der Oberfrankenliga Rang 2, der zum Aufstieg in die Landesliga Nordwest berechtigte. Leider musste die Herrenmannschaft nach einem Entscheidungsspiel gegen TS HR Selb die Oberfrankenliga verlassen, schaffte aber im der darauffolgenden Saison die Meisterschaft in der Bezirksliga ü und den Wiederaufstieg. Sehr erfolgreich verlief die Saison 1982/83. Der 1. Damenmannschaft gelang mit den Spielerinnen Sabine Wachter, Gisela Wunder, Christine Hagen, Anita Beetz und Barbara Letsch der erneute Aufstieg in die Landesliga Nordwest. Wie schon drei Jahre zuvor als Vizemeister der Oberfrankenliga. Die Mädchenmannschaft (lrene Köstner, Petra Werner, Alexandra Kübrich und Silke Deuerling) wurde Kreismeister, Kreispokalsieger und oberfränkischer Pokalsieger. Die Herren kämpften sich im Eckardt-Pokal bis ins oberfränkische Finale vor. Auf neutraler Platte in Altenkunstadt mussten sich Gerhard Wachter, Helmut Hellgoth und Thomas Wunder dem FC Bayreuth mit 1:5 Punkten geschlagen geben. 1984 wurde eine 3. Damenmannschaft für die Punkterunde angemeldet. Durch den Erweiterungsbau der Klöppelschule 1985 konnte der neue Mehrzweckraum für Training und offizielle Spiele genutzt werden. So verteilten sich die sportlichen Aktivitäten auf den Saal der "Neuen Welt" und den Mehrzweckraum der Klöppelschule. Sabine Wachter wurde mit Peter Betsch (TTBG Steiner Bayreuth) oberfränkischer Meister im gemischten Doppel.
Saison 1979/80: Damenmannschaft mit Christine Hagen, Sabine Wachter, |