House on Strawhill
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Nothing is left to the imagination!
House on Strawhill
Großbritannien 1975, F-75 Min

Regie: James Kenelm Clarke
Script: James K. Clarke
Kamera: Denis Lewiston
Musik: Steve Gray
Cast: Udo Kier (Paul Martin), Linda Hayden (Linda Hinstatt), Fiona Richmond (Suzanne)

Produktion: New World Pictures
Verleih: New Vision (Video)
Deutsche Erstaufführung: 03.07.1989 (Video)
FSK: 18 (indiziert)

Die erste Kameraeinstellung zeigt Ähren im Wind zu verhaltener Klavierintonation.

House on Strawhill VHS-Cover (Australien)

"Generell mag ich keine Menschen um mich herum", ist der Satz, den die attraktive Linda Hindstatt von ihrem Arbeitgeber, Buchautor Paul Martin, zur Begrüßung zu hören bekommt. Sie hat gute Gründe ihn auch nicht zu mögen, wie die Zuschauer erfahren werden.
Zunächst aber ist sie ihm behilflich was die Fertigstellung seines Romans betrifft. Für diese Aufgabe hat sich Martin in ein abgeschiedenes Landhaus, umgeben von Kornfeldern, zurückgezogen. Der anwesenden Haushälterin wird im Laufe des Films von der neuen Sekretärin zu verstehen gegeben, dass ihre Dienste nicht mehr benötigt werden. Warum sie dennoch in das Haus zurückkehrt, erfährt man nicht und sie hat danach auch keine Gelegenheit mehr es zu erklären. Die Zuschauer werden aber schon vorher darüber unterrichtet, dass hier irgendetwas im argen liegt, denn in kurzen Flashbacks sieht man einen Messermord, der den Schriftsteller verfolgt. Und als Linda im Kornfeld von zwei Kerlen - einer trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift I AM A VAMPIRE - vergewaltigt wird, schlägt sie in bester I SPIT ON YOUR GRAVE-Tradition zurück, ohne jedoch auch nur eine Silbe darüber zu verlieren. Später, im Finale, kommt diese vom eigentlichen Handlungsverlauf abweichende Szenenfolge zu ihrer Bedeutung.

Ganz am Ende des Films werden die Ähren gemäht.

Unbestätigten Quellen zufolge existiert eine wesentlich längere Softcore-Version des Films, bei der auf die Sexszenen wohl mehr Augenmerk gelegt wurde. Im Gegensatz zu CALIGULA [Brass, IT 1975] oder IN DER GEWALT DER ZOMBIES - LA NOTTE EROTICHE DEI MORTI VIVENTI [Massaccesi, IT 1980] hat hier meines Kenntnisstandes nach keine Veröffentlichung der Langfassung stattgefunden. Die formale Umsetzung ist gelungen. Einer sich behäbig entwickelnden Story steht eine lebendige Kamera konträr gegenüber, wobei ein Anschlußfehler ins Auge springt. Während sich Paul-Udo (in Krankenhaushandschuhen) mit Filmfrau Fiona vergnügt, wird er von Linda überrascht, der er hinterhereilt. Als er sofort darauf ihr Zimmer betritt, fehlt das seltsame Accesoir an seinen Händen.

House on Strawhill
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