Franz Kafka - Die Einsamkeit eines Menschen
Andere Werke

Franz Kafka schrieb in seinem Leben so viele Werke, dass es nur schwer möglich ist, eine Liste mit allen zu erstellen. Kafka's Werke waren geprägt von Angst, Entwurzelung und Entfremdung des modernen Menschen aus der industrialisierten Welt. Seine Erzähltechnik glich sich in fast allen Werken (außer "Brief an den Vater"). Er erzählt oft aus der Ich-Perspektive und der Leser wird ohne Einleitung in die Geschichte hineingeworfen, wodurch sich der Entfremdungseffekt noch mehr verstärkt. In der Erzählhaltung wird Unwirkliches mit Wirklichem vereint und das Unfassbare zum Alltäglichen. Kafka erklärt absolut nichts. Jeder bleibt hilflos und rätelsratend zurück. Genau das sind die Merkmale seines "kafkaesken" Stils. Er ist abstrus, dunkel, verworren und mit dem Verstande kaum nachvollziehbar.

1. Sammlungen
Betrachtungen"Kinder auf der Landstraße"
"Entlarvung eines Bauernfängers"
"Der plötzliche Spaziergang"
"Entschlüsse"
"Der Ausflug ins Gebirge"
"Das Unglück des Junggesellen"
"Der Kaufmann"
"Zerstreutes Hinausschauen"
"Der Nachhauseweg"
"Die Vorüberlaufenden"
"Der Fahrgast"
"Kleider"
"Die Abweisung"
"Zum Nachdenken für Herrenreiter"
"Das Gassenfenster"
"Wunsch, Indianer zu werden"
"Die Bäume"
"Unglücklichsein"

Amerika"Der Heizer"
"Der Onkel"
"Ein Landhaus bei New York"
"Weg nach Ramses"
"Hotel Occidental"
"Der Fall Robinson"
"Ein Asyl"
"Das Naturtheater Oklahoma"

Ein Landarzt"Der neue Advokat"
"Ein Landarzt"
"Auf der Galerie"
"Ein altes Blatt"
"Vor dem Gesetz"
"Schakale und Araber"
"Ein Besuch im Berkwerk"
"Das nächste Dorf"
"Eine Kaiserliche Botschaft"
"Die Sorge des Hausvaters"
"Elf Söhne"
"Ein Brudermord"
"Ein Traum"
"Ein Bericht für eine Akademie"

Strafen"Das Urteil"
"Die Verwandlung"
"In der Strafkolonie"

Ein Hungerkünstler"Erstes Leid"
"Eine kleine Frau"
"Ein Hungerkünstler"
"Josephine, die Sängerin oder das Volk der Mäuse"

2. Romane
Der Prozess kurze Inhaltsangabe:

Als Josef K. morgens aufwacht, teilen ihm zwei Wächter mit, dass er verhaftet sei. Er denkt zunächst an einen Scherz, aber als er die Vorladung sieht, wird er vom Gegenteil überzeugt. Vor der Untersuchungskommission beteuert er seine Unschuld, doch der Richter hält wenig von seinen Worten. K.'s Onkel erfährt von dem Prozess und schaltet den befreundeten Anwalt Dr. Huld ein, den K. aber kurz darauf wieder kündigt. Mit der Zeit wir K. klar, wie dieses Gericht verhandelt: Die Verfahren sind nicht öffentlich, ein Freispruch ist nur selten und die Verfahren dauern sehr lange. Eines Tages besucht ihn ein Geistlicher an seinem Arbeitsplatz in der Bank, der mit ihm ein Gespräch über den Prozess führt. Danach glaubt K. an seine Schuld, ohne sie zu kennen. An seinem 31. Geburtstag kommen ihn zwei Herren vom Gericht holen und begleiten ihn zu einem Steinbruch. Josef K. ahnt, was mit ihm geschehen wird, geht aber ohne Widerstand mit. Er wird zu Boden gestreckt und mit einem Messerstich direkt ins Herz hingerichtet.

In diesem Roman wird der Verfolgungswahn, unter dem Kafka litt, sehr deutlich. Er beschreibt sich und seine Ängste in der Person des Josef K.


Das Schloss kurze Inhaltsangabe:

An einem Winterabend kommt K. in einem Dorf an und will im dortigen Gasthof übernachten. Nach kurzer Zeit wird er vom Sohn des Schloßkastellans nach seiner Aufenthaltserlaubnis gefragt. K. gibt sich als Landvermesser aus. Nach eRückfrage mit dem Schloß stellt sich heraus, dass man tatsächlich einen Landvermesser erwartet. Der Bote Barnabas überbringt ihm den Brief eines Beamten namens Klamm, in dem ihm seine Aufnahme in die gräflichen Dienste als Landvermesser mitgeteilt wird.
Im Gasthaus Herrenhof, in dem die Beamten des Schlosses verkehren, lernt K. die Kellnerin Frieda, die Geliebte Klamms, kennen. Sie verbringen ihre erste Liebesnacht im Schankraum. Vom Dorfvorsteher erfährt K., daß überhaupt kein Landvermesser benötigt wird und die Berufung auf einem Irrtum basiert. K. kann den Irrtum nicht richtigstellen, weil es für ihn keine Möglichkeit gibt, mit Klamm zu sprechen.
K. nimmt in seiner Not einen Posten als Schuldiener an und zieht mit Frieda ins Schulgebäude um. Bei einem Besuch der Schwestern seines Boten Barnabas erfährt K., dass ihre Familie im Dorf völlig isoliert ist. Da Frieda nun glaubt, daß K. sie mit einer der Schwestern betrügt, verläßt sie ihn.
K. erlebt die morgendliche Aktenverteilung im Herrenhof, was eigentlich streng verboten ist. Er lernt das Zimmermädchen Pepi kennen, die ihm ihr Schicksal erzählt und behauptet, Frieda hätte ihrerseits die Affäre mit K. aus Berechnung begonnen. Sie bietet ihm an, im Zimmer der Stubenmädchen zu wohnen. Nach diesem Gespräch bricht die Handlung abrupt ab.

Vom Autor geplanter, nicht ausgeführter Schluß: K. setzt seine Bemühungen fort, mit dem Schloß in Kontakt zu treten, stirbt jedoch vor Entkräftung. Kurz darauf trifft die amtliche Erlaubnis ein, die K. gestattet hätte, im Dorf zu leben und zu arbeiten.

3. Einzelveröffentlichungen(teilweise durch M. Brod)

Gespräch mit dem Beter
Gespräch mit dem Betrunkenen
Die Aeroplane in Brescia
Eine alltägliche Verwirrung
Beschreibung eines Kampfes
Großer Lärm
Die Wahrheit über Sancho Pansa
Blumenfeld, ein älterer Junggeselle
Die Brücke
Der Schlag ans Hoftor
Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande
Das Schweigen der Sirenen
Die Abweisung
Der Nachbar
Eine Kreuzung
Prometheus
Das Stadtwappen
Kleine Fabel
Der Riesenmaulwurf [Der Dorfschullehrer]
Der Geier
Beim Bau der chinesischen Mauer
Nachts
Der Quälgeist
Gemeinschaft
Der Jäger Gracchus
Zur Frage der Gesetze
Der Gruftwächter
Der Kreisel
Der Kübelreiter
Die Truppenaushebung
"Er". Aufzeichnungen aus dem Jahre 1920
Fürsprecher
Gibs auf!
Poseidon
Der Steuermann
Der Aufbruch
Unverbrüchlicher Traum [Zerrissener Traum]
Forschungen eines Hundes
Bilder von der Verteidigung eines Hofes
Das Ehepaar
Heimkehr
Der Bau
Die Prüfung
Von den Gleichnissen