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| G.I.K.
gik@comic.com |
| Geschlecht
Ist Konstruiert |
FLYER
AKTIONEN
SELBSTDARSTELLUNG/SELBSTVERSTÄNDNIS
Wir sind eine Frauengruppe aus Berlin die seit
einigen Jahren antisexistische, emanzipative und damit herrschaftskritische
Politik in vielfältigen Bereichen macht.
Vielfältig darum, da diese Thematik mit allen Bereichen verflochten
ist.
Da wären zum Beispiel: Sexismus, Dekonstruktion, Familie, Rassismus,
Wissenschaft, Männerbünde, Männlichkeit (Ideologie), Sexualität, Subkultur,
Popkultur, Livestyle, Feminismus u.a.
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| Eine
Frauengruppe die Geschlecht Ist
Konstruiert heisst? |
Identität,
Widerspruch und Strategie
Bewusst, strategisch und sinnvoll:
WIR, die Frauengruppe
Als Frauengruppe mit dekonstruktivistischem Anspruch, befinden uns
innerhalb der interessanten Spannung, einerseits nicht mehr bestimmen
zu wollen bzw. zu können, was eine Frau ist, anderseits die Notwendigkeit,
die gesellschaftlichen [Ungleich-] Verhältnisse mit Hilfe des
Begriffes „Frau“ aufzeigen zu müssen.
Mit
Begriffen
wie "Frau[engruppe]" und "weiblichkeit" können
eben die überall presenten "männliche" Werte und
Normen gut herausgefordert, offensichtlich gemacht werden.
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"Frauengruppe", allein dies kleine
Wörtchen wirkt auf viele provozierent. Das finden wir interessant.
Wer sich ein wenig mit Sexismus beschäftigt, wird wohl feststellen,
das dieser sich in vielen Kulturen
etabliert hat. In
unterschiedlichster Ausprägung, doch
auf der Grundlage patriarchaler Strukturen.
Betrachtet
mensch die sexistische westliche Kultur in ihrem historischem Wandel,
könnte mensch feststellen das "Frauen" seit ca. 40
Jahren immer mehr rechtliche und soziale Akzeptanz bzw. Selbstbestimmung
zuerkannt bekommen.
Das ist soweit ganz schön. Doch heißt dies, das die unterschiedliche
Bewertung von Frauen (Objekt) und Männer (Subjekt), welche jahrhundertelang
bestand damit verschwunden ist? Wohl kaum!
Wir leben in einer Kultur, die geprägt ist von herrschenden "männlichen"
Prinzipien.
So eingeteilte Männer und Frauen leben, Handeln, Denken nach
eben diesen. Jede/r hat seine ganz individuelle Identität danach
aufgebaut. Warum nicht damit anfangen sich dieses Selbst bewußt
zu machen?
Denn
ein Bewusstsein dafür, wie Sexismus und andere gesellschaftliche
Gewaltverhältnisse funktionieren, bzw. eine Auseinandersetzung
mit der tief in unserer Kultur eingeprägten Werte- und Normenverteilung
welche diese Verhältnisse erst möglich machen, ist grundlegend
um RADIKALE, emanzipatorische, antisexistische und damit immer auch
ideologiekritische Strategien zu entwickeln.
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Eine
radikale Kritik, die u.a. die Geschlechtsklassifikation als Herrschaftskonstrukt
zurückweist, stellt alle totalisierenden Gesten, alle identitätspolitischen
Praktiken und immer wieder eigene Lebens- und Denkweisen in Frage.
Eine Arbeit der Enttarnung und Aufdeckung, sie ist experimentell,
spielerisch, nicht identifizierend. Zweifel gegenüber jedem Urteil,
Skepsis gegen "Ordnungen":
Dieses Vorgehen destabilisiert eine Ordnung, auf die jede Herrschaft
über andere angewiesen ist.
Menschen können Dinge logisch prozentual, rational aggressiv, nüchtern
emotional oder sonst wie benennen. Wichtig ist, das die daraus entstehenden
Analysen Erfahrung und Wissen entschlüsseln, Strukturen aufzeigen.
Diese Strukturen sollten definiert werden, in die Verhältnisse gesetzt
und schließlich angegriffen und aufgebrochen werden, wo sich strategisch
sinnvolle Möglichkeiten dafür finden. Definitionen sollten daher bewusst,
in strategischer Weise eingesetzt und als solche verstanden werden.
Das erfordert Reflexion, Konzentration, will immer wieder aufs neue
hinterfragt werden und ist eine mal mehr, mal minder effektive Weise,
Auseinandersetzung zu provozieren. Das heißt auch Rückschritte
entgegentreten zu können.
Analysieren, strukturieren, positionieren, definieren, kritisieren,
Auseinandersetzungen einfordern, auch wenn es manchmal weh tut.
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| SCHEISS
HARMONIE! FIGHT PATRIARCHY!
G.I.K |
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