DOM 4545m

Mit den zwei Salzburger "Bergfexen" Christof und Zwecki

1.Tag:

Nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir unser Sachen und machten uns auf den Weg nach Randa.An der Kirche im Dorf fanden wir schnell einen Parkplatz.Von hier ging es durch das Dorf der Beschilderung folgend Richtung Dom und Europahütte. Die steilen Serpentinen durch den Wald ließen ein bald ins schwitzen kommen. Nach der Baumgrenze und der Euopawegabzweigung zur Europahütte ging es über einen fast ebenen Steig direkt auf einen Wandfuß zu .Von hier ungefair auf Höhe der Europahütte sieht es so aus als ob der Steig vor der Wand enden sollte,aber bei genauen hinschauen konnte man erahnen was einem noch bevor steht ."Durch diese WAND" sagte ich mir "Na Mahlzeit" Christof und Zwecki waren schon voll in Ihren Element Hier ein Fixseil da eine Trittstufe zügig ging es in leichter Kletterei (I-II) nach oben. Das Matterhorn und der Paradeblick zum gegenüberliegenden Weißhorn 4505m war gigantisch.Nach einer kleinen Pause ging es weiter immer wieder im Zick Zack durch die Wand die gut versichert war und max.den II. Grat ankratzte. An einer Holzleiter zog sich der Steig links um einen Felssporn herum und plötzlich wurde das Block und Schuttgelände flacher.Erleichterung machte sich breit denn da Stand sie auf einmal vor uns die formschöne Domhütte auf knapp 3000m.Im Hintergrund das große Ziel der Dom mit seinen 4545m.Nach einer ausgiebigen Pause machten wir uns auf den Weiterweg zu einem geeigneten Biwakplatz.Wir stiegen auf den schon sehr ausgeaperten und stark zerissenen Festigletscher weiter auf vorbei an einem Gletschertisch und über einige Gletscherspalten und Brücken. Auf einer flachen Ebene unmittelbar unterhalb des Festijochs fanden wir einen geeigneten Platz zum Biwakieren.Von unserer eisigen Terasse hatten wir ein Pamorama wie es schöner hätte nicht sein können.Wärend Christof und Zwecki den Einstieg zum Festijoch erkundeten, machte ich es mir so gut es ging gemüdlich.Beim Abendessen (Nudeln mit Bolognesse) genossen wir die Abendstimmung auf ca.3500m Höhe.Nach einem Dosenbier und heißen Tee und den Sonnenuntergang schlief ich müde und erschöpft ein.

BERG HEIL !!!  Christof (li) und Zwecki (re) auf den Gipfel des Dom's 4545m " dem höchster  Schweizer "
 

2.Tag:

Um drei war die Nacht zuende und aufgeregt schälte ich mich aus meinem Schlafsack.Sternklarer Himmel perfekte Bedingungen das wird ein Tag dachte ich mir. Hell wach machten wir uns auf den Weg zum Einstieg ins Festijoch. Im Licht der Stirnlampen konnte man den Weg recht gut erkennen und in staubiger Kletterei (II) mit Unterstützung von gut angelegten Fixseilen ging es hoch ins Festijoch auf 3733m. Am schmalen Grat und über ein schmales ausgesetstes nach links abfallenden Bändchen (II+) und einem kurzen Stück abklettern standen wir im Joch am Hobärggletscher. Für den Normalweg war eine ca.10-15m hohe Leiter ausgelegt die einen über den Bergschrund hinunter zum Gletscher leitete.Für uns aber hieß es geradewegs steil bergauf über den gut einsehbaren Festigrat.Wärend einer kurzen Teepause ging die Sonne auf und sie zeigte einem ein traumhaftes Spiel zwichen der gehenden Nacht und den kommenden Tag.Es war gigantisch das "Hörnli" und der wohl schönste Berg der Alpen das "Weißhorn" lagen in voller Morgenröte vor uns. Am unteren Teil des Grates ging es über lose Platten auf ein gezacktes Türmchen zu, das umklettert werden musste.Meine Beine würden immer schwerer und ich merkte das ich mit Christof und Zwecki nicht mehr mithalten konnte.(sie wahren extra für diese Tour aus Salzburg angereist) Um sie nicht zu gefährden und aufzuhalten stieg ich nach kurzer Diskusion alleine ins Joch ab.Nach einer guten Pause versuchte ich mich mit Hilfe einer sehr netten Schweizer Seilschaft am Normalweg.Aber auch das war Vergebens, meine Beine und mein Kopf spielten nicht mehr mit.Endtäucht Machte ich mich an den Absteig zum Zelt.Wärend dessen Stiegen Christof und Zwecki weiter den Festigrat empor.Im unteren Teil ging es noch über einige Felsen bis zu einer ca. 45°-50° Grat steilen Eisflanke die in Frontzacken und Pickeltechnik überwunden wurde.Ab hier legte sich der ausgeprägte Grat nieder. Nach einigen Gletscherspalten quert man unterhalb des Gipfels und trifft auf den Normalweg. Noch ein kurzes stück steil Bergauf und dann steht man am Gipfelkreuz des Dom's auf 4545m den höchsten Berg der Schweiz.Mit einem gewaltigen Panorama.

Der Absteig über den Normalweg zeigte sich als sehr zäh und ermüdent.Über einige sehr große Spalten hinweg ging es steil bergab vorbei an einem gewaltigen Gletscherbruch der mit vorsicht umgangen wird da die Seracs bei der enormen Hitze extrem am kalben waren. Diesen gequert steht man vor einem kurzen aber mühsamen Gegenansteig der einen wieder unterhalb ans Festijoch leitet.Mit dem Fernglas konnte ich die abkletternden Seilschaften im Festijoch gut beobachten.Müde und gechafft trafen auch bald Zwecki und Christof ein.Nach einem schäferstündchen machten wir und an den Absteig denn es lagen ja noch 2000Hm abstieg vor und über 1000Hm steckten schon in den Knochen.Über den Blankvereisten Festigletscher erreichten wir recht zügig die Domhütte.Der nun folgende Abstieg war mörderisch .Nach der Wand ging es in den schattenspendenden Wald wie in Trance erreichten wir unser Auto.Selbst zwei Dosen 38° warmes Redbull verhalf da keine Flügel mehr.Abends beim Bier waren die Schmerzen dann schnell vergessen.Nur ich ärgerte mich noch sehr über meinen Misserfolg. Schade.

Aber ich werde wieder kommen.........

Ein gewaltiger Berg , Bergsteigen pur......

Bemerkung:

Auch wenn es für mich nicht geklappt hat möchete ich mich beim Christof und Zwecki Herzlich bedanken es war ein wahnsinnig tolles Erlebniss mit Euch diese zwei Tourentage zu verbringen. Ohne Euch wäre diese für mich nicht möglich gewesen. Ich würde mich freuen mit Euch beiden nochmal eine Tour zu gehen.

!!! Vielen Dank und alles Gute auf Euren Wegen !!!

 

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