1. Tag: |
Die Tour ging mit dem Auto über die Kalser Glocknerstraße (Maut 100 ATS) zum Lücknerhaus auf 1918m wo geparkt wurde (kostenfrei).Von da aus machte man sich entweder über den Lehrweg oder einen Pfad auf der rechten Seite des Ködnitzbaches (nicht so viel los) in ca.1Std.auf zur Luckner Hütte 2241m. Weiter ging es hinter der Hütte auf einen Steig in ca.1.5 Std. zur Stüdlhütte 2802m.Dort hatte ich mich mit meinen Seilkammeraden Bernd und meinen Bergführer Werner Berger aus Prägraten verabredet .Nach einer kleinen Pause und gegenseitigen bekanntmachen legten wir vor der Hütte unsere Brust-Sitzgurte an und wir machten uns auf dem weg zur Erzherzog-Johann-Hütte 3452m Österreichs höchstem Schlafzimmer. Zuerst im weglosen gelände,dann ging es auf das Ködnitzkees, wo auch angeseilt wurde. In zügigen Schritten und auf weichen Schnee ging es immer steiler werdend auf den "schwarzen Berg" zu .Nach ca.1.5Std.und schweißtreibender Beinarbeit standen wir vor einem Felsgrat der sich steil hin zur Hütte zog. Einige Steilstellen waren mit Drahtseilen und Eisenacken versehen, denoch war dieser Aufstieg nicht ungefährlich und er kostete einiges an Kondition. Die nach links und rechts steil abfallenden Felswände waren stellenweise vereist. Nach weiteren 45min.standen wir auf der Adlersruhe vor der Hütte. |

2.Tag: |
Die Aufregung und die Höhe ließen mich nicht gerade in einen Tiefschlaf verfallen und ich fieberte voller Ungedult dem Morgen entgegen.Nach dem Frühstück rödelten wir bei einem herlichen Sonnenaufgang auf und zogen uns die Steigeisen an.Wir betraten hinter der Hütte das ewig Eis auf der immer steiler werdende Spur zum vereisten "Glocknerleitl" einen ca.35 grad steile Firnrücken.Die Luft wurde immer knapper und der Aufstieg zum Kleinglockner kostete einiges an Kraft. Nach dem Glocknerleitl ging es im kombinierten Gelände mit Pickeltechnik auf den Kleinglockner einige Eisenstangen verhalfen dabei zur Sicherung. Auf dem Kleinglockner 3770m überquerten wir eine Schneewächte. Hier mußten wir eine kurze Zeit warten da eine Seilschaft probleme mit Ihrem Seil hatte. Als wir dann auf die Glocknerscharte absteigen wollten löste sich auf einmal mein Steigeisen und mein Herz rutschte mir in die Hose, wahrscheinlich hatte eine Eisstolle das Eisen aufgedrückt. Nach dem es wieder fest war überschritten wir die 25cm schmale und ca.10m lang Glocknerscharte. Rechts und links gähnte der Abgrund ca 750m tief . Von hier oben konnte man die nach kommenden Seilschaften auf dem Kötnitzkees beobachten. Hier endet auch die berühmte Palavicinirinne. (Ein muß für Eisfreaks) Am ende der Scharte ging es im II.Grad über steile Felsplatten im kombinierten gelände hoch zum Gipfel den wir nach ca.1,5Std erreichten. Das Wetter war gigantisch und es war nichts los hier oben. Nach uns kam noch eine Vierer-Seilschaft und wir machten gegenseitig Fotos vom Gipfelsieg und von dem warscheinlich schönsten Gipfelkreuz der Alpen, das gerade zum 200 Jährigen Jubiläum restauriert wurde. Die Aussicht war einfach Spitze vom Großvenediger über die Dolomiten bis hin zum Gr.Wießbachhorn war alles vertreten. Nach einer halben Stunde Gipfelpause machten wir uns an den Absteig der noch mal volle Konzentration forderte. Beim Absteig übers Glocknerleitl machten wir unternander aus das wir auf jeder Hütte noch ein verdientes kühles Bier trinken werden.Was wir dann auch taten. |