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Großvenediger 3674m
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1Tag: Nach ein paar Regentagen ging es im Nebel vom Islitzerhof über eine alte Schuttstraße mit dem Hütten-Taxi hoch zur Johannishütte 2121m. Nach dem ich mich im Hüttenbuch eingetragen hatte ging ich hinter der Hütte den Hang hoch über eine Moränenrücken mäßig steil in Richtung Defreggerhaus 2962m. Je höher ich kam deso mehr löste sich der Nebel auf und ich befand mich schon mitten im National Park "Hohe Tauern". Langsam konnte ich schon das Eis des gewaltigen Mullwitzkeeses sehen und der blaue Himmel breitete sich aus. Mein weg zog sich über kleine Bachläufe in Serpentinen nach oben und das Defreggerhaus war auch schon zu sehen.Langsam machte sich auch schon die höhe bemerkbar die Hütte lag ja auf fast 3000metern. Nach ca.2.5Std.war ich an der Hütte angekommen mußte ich mich auch gleich um mein Lager kümmern was das das Bergführerbüro für mich Reserviert hatte.So wie es aussah war die Hütte wohl vollkommen ausgebucht.Nach dem ich mein Bergsteigermahl zu mir genommen hatte beobachtete ich noch die Seilschaften auf dem Rainerkees. In der Hütte ging es hoch her und mein Bergführer Siggi Hatzer mit den ich mich verabredet hatte suchte gerade seine Seilschaft zusammen. Nachdem wir alle bei einem gepflegten Bier zusammen saßen teilten wir uns in zwei Gruppen auf und ließen den Abend gemütlich ausklingen. |
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2.Tag: Nach einer unruhigen Nacht im Matratzenlager ging ich frühzeitig nach unten und wartete auf das Frühstück.Nach lauwarmen Kaffee und Marmeladenbrot trafen wir uns vor der Hütte und es konnte endlich los gehen. Die Sonne ging auf und es sollte ein schöner Tag werden. Wir gingen einige Meter hinter der Hütte bergauf um dann den geeigneten Einstieg auf den Gletscher zu finden. Hier seilten wir uns an und es ging zügig und mäßig steil auf dem Rainerkees vorwärts. Bei schöner Morgensonne macht unsere Seilschaft Meter um Meter gut. Diese Tour war nicht ungefährlich da wir einige Gletscherspalten überspringen mußten.Der Bergführer warnte vor alleingängen, da zu viele Spalten verschneit und dadurch schneller übersehen werden können. Nach ca. 2Std.befanden wir uns zwischen dem Hohen Aderl 3464m und dem Rainerhorn 3559m auf dem Rainer Törl 3422m .Von hier ging es nun Steil in Richtung Gipfel und die dünne luft machte sich schon bemerkbar.Vor uns erhob sich der sehr schmale Gipfelgrad mit Gipfelkreuz . Es war die letzte Schwierigkeit vor dem Gipfelsieg da es rechts und links mehrere Meter bergab ging. Nach ca.3Std. standen wir am Gipfelkreuz des 3674 Meter hohen Großvenedigers. Von hier aus hatte man eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge wie die Simonyspitze 3448m, Große Geiger 3360m, die Dolomiten und den Großglockner 3798m. Beim Absteig durchquerten wir noch ein Spaltenlabyrint über zahlreiche Gletscherbrücken und Spalten. Am Defreggerhaus angekommen haben wir aus dem Seil genommen und auf dem Gipfelsieg angestoßen. Bergab zur Johannishütte zeigte sich der Großvenediger nochmal in seiner voll pracht. Bevor mich dann wieder das Venedigertaxi nach Hinterbichl brachte. |
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