Hintergrund

Wie Hans zum Schafhirten wurde

Hans Breuer hat Mitte der siebziger Jahre als Schäfer bei der GemeindeWien begonnen, als einige „Stadtväter“ es München gleichtun wollten, wo sie einen solchen Hirten im EnglischenGarten beobachtet hatten. Hans hatte in LongoMai einen ersten faszinierten Eindruck von dieser Arbeit bekommen, das Jahr davor als Holzfäller und als Betriebshelfer bei Bergbauern, wie KaspanazeSimma gearbeitet und holte sich Rat bei einem großen Schafzüchter in der Nähe von Wien, den seine Mutter als Journalistin kennengelernt hatte.

Die GemeindeWien hatte in einer Presseaussendung ausgerechnet am 1.April den neuen Posten ausgeschrieben und er begann seine Hirten-Laufbahn unter dem Motto: „Unter den Blinden ist der Einäugige König.“
Eineinhalb Jahre Schäfer der Gemeinde Wien.
Während dieser Zeit auch den ersten Almsommer als Hiata von 600 Schafen und 90 Stück Rindern auf einer Alm im Pinzgau und als Schafscherer unterwegs in Niederösterreich und Land Salzburg, erster Hund Kitty(dt.Schäfer) und Berufsbildungs-Lehrgang an der Bayrischen Landesanstalt für Tierzucht, in Grub bei München.

Dort lernt Hans eine Züchterin brauner Bergschafe kennen, durch die er bald den ersten Kontakt zur Schäfereigenossenschaft Finkhof bekommt. Es entsteht eine intensive Freundschaft zu einigen Leuten dieser Gruppe, die seit Jahren einen selbstverwalteten Betrieb aufbaut, der gemeinsames Leben, Schäferei, ein Restaurant, eine Spinnerei, Gartenbau, Wollfärberei, Fellhandel, politische und kulturelle Aktivitäten umfasst.