Unser Weg
mitte september 2005 steigen wir mit der herde vom zirbitzkogel nach judenburg
ab (siehe auch das lied judenburg-doine).
eine neue schäferin, karin, ist mit von der partie, sie stammt aus
graz, ist 26 und spielt auf dem dudelsack. zwei wooferinnen helfen uns am
beginn, wir freuen uns auf das wiedersehen mit barbara und florian und ihren
beiden töchtern in der pöls. die nächsten wochen geht es
östlich durch das murtal und dann über birkfeld ins jogelland.
am 22.oktober gibts wieder einen liederabend bei familie Uhl in Rohrbach
an der Lafnitz und dann hoffen wir auf viele schöne herbstwiesen in
vorau und umgebung. mitten im winter werden wir wieder den wechsel überqueren
und im Wiener Becken die letzten grünen büschel zusammenkratzen..
Seit 2003 führt unsere Wanderung im Herbst von Judenburg aus nach Osten.
Zügig ziehen wir im Murtal bis in den Raum Leoben, wo wir der Herde ein paar
Rasttage gönnen. Vor Bruck zweigen wir nach Süden ab, queren die gefährliche
„Gastarbeiterroute“ und marschieren von Mautstadt bis nach Birkfeld und weiter
nach Miesenbach. Dort verlangsamt sich unser Tempo, die Herbstweide im Joglland
beginnt.
Den ersten Schnee überstehen wir auf grünen Kleewiesen und erst wenn der
Winter schon Einzug gehalten hat gehen wir in die Niederungen des Lafnitztals
an der Grenze Burgenland-Steiermark und schließlich weiter über den Wechsel
ins nieder- Österreichische Industrieviertel, um dann gegen Ende der eisigen
Zeit im Raum Wien anzukommen. Der Frühling beginnt für die Schafe auf den
Trockenrasen des Wiener Beckens, auf Dämmen und Industrieerwartungsflächen,
Flughäfen und Magerwiesen.
Anfang Mai beginnt dann wieder die stressige Frühjahrsreise, die uns in
wenigen Wochen über Wechsel, Stuhleck und Fischbacher Alpen, das untere
Mürz- und wieder durchs Murtal bis zu den Spike-Bergen der SeetalerAlpen
führt, auf unsere Alm, die KulmerAlpe auf dem Zirbitzkogel.