100 x Singen

021 Day oh - Come Mister Tallyman pdf

midi Melodie

midi Arrangement

tallyman = Kontrolleur
to idle = faulenzen
bunch = Bund, Bündel
with caution = mit Bedacht
back = Rücken
bare exhaustion = reine Erschöpfung
bridle = Zaum

     "

Come, Mister Tallyman, tally me banana", sang Harry Belafonte auf Jamaika, aber auch im Hamburger Hafen gibt es den Tallymann, der heute mit den ehemaligen Lehrberufen Warenkontrolleur und Quartiersmann das Berufsbild des Seegüterkontrolleurs ausmacht. Ein Tallymann prüft im Auftrag des Reeders die Ladung an Bord auf Stückzahl, Masse, Markierung und äußerliche Beschaffenheit - zur Segelschiffzeit zünftig in Gehrock, Melone, steifem Kragen und mit dem Arbeitsgerät, der fünf Fuß langen Messlatte (1,52 m). Der Name geht auf das englische Wort tally zurück, was so viel wie "Kerbholz" bedeutet: Die Anzahl der Ladungsstücke wurde in das Holz eingekerbt. Auch Wirte zählten einst ähnlich, um zu wissen, was der Zecher auf dem Kerbholz hatte. (mj)

                                                               

Harry Belafonte: Star - O

Nancy Cassidi:

DAY-O
CHORUS:
Day-o, me say day-o,
Daylight come and me wanna go home,
Day-n, me say day-o,
Daylight come and me wanna go home.

Work all night 'til the marriin' come,
Daylight come and me wanna go home,
Stack banana til the mornin' come,
Daylight come and me wanna go home.

Come mister tallyman, tally me banana,
Daylight come and me wanna go home,
Come mister tallyman, tally me banana,
Daylight come and me wanna go home.

A beautiful bunch o' ripe banana,
Daylight come and me wanna go home,
Lift six hand, seven hand, eight hand bunch,
Daylight come and me wanna go home.

Come mister tallyman, tally me banana,
Daylight come and me wanna go home,
Come mister tallyman, tally me banana,
Daylight come and me wanna go home.

(CHORUS)

Day-o, me say day-o,
Daylight come and me wanna go home.

(TRADITIONAL)

Weitere Textalternative

Krumme Dinger

Obst mit Kult-Status: Ausgerechnet Bananen
Niemand kommt auf die Idee zu fragen, warum der Apfel rund ist. Aber jeder hat schon einmal die Frage gehört: Warum ist die Banane krumm? Die Antwort ist freilich die gleiche: Weil sie so gewachsen ist. Nach dem Apfel ist die Banane unser liebstes Obst. Das ist zwar noch nicht lange so, dafür ist sie seither umso selbstverständlicher. Sie ist praktisch und kindgerecht. Die Kunst des Bananenschälens beherrscht schon der Nachwuchs, lange bevor er beginnt, mit Messer und Gabel die Nudeln mit Tomatensoße in die Tischdekoration zu semmeln.
Bananen stammen heute meistens aus Bananenrepubliken. Ursprünglich kommen sie aus Südostasien. Aber erst die europäischen Kolonialherren nach Kolumbus haben sie nach Mittelamerika gebracht, wo sie heute in großen Plantagen angebaut werden. Und erst seit gut 100 Jahren spielen sie wiederum in Europa eine große Rolle. Mit dem Bau der Bananendampfer um 1900 wurde es möglich, Bananen schnell und gekühlt auf die Märkte Europas zu bringen. „Come, Mister Tallyman, tally me banana“, frohlockt Harry Belafonte in einem seiner bekanntesten Songs. Was er damit meint, weiß ich nicht so genau. Der Banana Boat Song zeigt indes nur: Die Banane ist mehr als eine beliebte Frucht, eine Beere, um es botanisch genau zu nehmen, sie ist ein Stück Kultur.

Josephine Baker hat in einem Röckchen aus Bananen getanzt und wurde weltberühmt. Wegen des reichlichen Angebots an Bananen im Westen hat die damalige DDR, in der Bananen Mangelware waren, ihre Existenz aufgegeben. Scharenweise sind damals die DDR-Bürger erst über die westdeutsche Botschaft in Prag, dann über die ungarisch-österreichische Grenze und schließlich durchs Brandenburger Tor in den Westen gekommen, um hier mit Bananen begrüßt zu werden.

Aber der Schein hat getrügt. Die meisten Bananen kommen in der Tat nämlich aus Bananenrepubliken. Dort bestimmen große Bananengesellschaften die Politik. Und deshalb haftet fast an jeder Banane das Gift des skrupellosen Profits.

Damit die Ernte nicht von Käfern oder Spinnen angenagt wird, werden die Fruchtstände der Bananenpalmen nämlich großzügig mit Giften besprüht, was zwar für den späteren Verzehr belanglos, aber für denjenigen, der die Bananen anfassen muss, durchaus Gift ist. Das sind zunächst die ohnedies schlecht bezahlten Erntehelfer und am Ende jedes Kind, das weiß, wie man eine Banane schält.

Mittlerweile gibt es allerdings auch Bananen aus fairem Handel, an denen kein koloniales Gift haftet, und sogar solche aus biologischem Anbau, der bekanntlich gänzlich auf Gift verzichtet.

All diese Überlegungen und Unterstellungen erklären hingegen nicht, warum die krummen Dinger so beliebt sind. Die Banane ist so süß, dass die Ceylonesen sie für die paradiesische Frucht schlechthin hielten. Weder Apfel noch Granatapfel war danach die Frucht, mit der Eva Adam verführte, sondern die Banane. Vielleicht war es ja auch umgekehrt, dass Adam mit seiner Banane Eva verführte, aber bei dem Thema kommen wir in Teufels Küche.

Apropos Küche: In der hiesigen Küche spielt die Banane eigentlich keine Rolle. Sie wird meistens gegessen, wie sie ist. In der asiatischen Küche findet sich die Banane schon eher auf der Speisekarte wieder. Das liegt an den kulturellen Wurzeln der Banane in Asien. Aber die Wurzeln reichen weiter zurück. Man hat den Eindruck, dass unsere Ahnen schon ausgestorben wären, wenn sie keine Bananen gehabt hätten. Deren andere Nachkommen, die Affen, liefern den Beweis: Sie essen heute noch am liebsten Bananen. Vielleicht weckt die Banane in uns Menschen einen Nahrungsmittel-Urinstinkt, nach der Muttermilch folgt Bananenbrei. Alles Banane?

Mithin hätte die Banane jenen Stellenwert, den sie hat. Sie ist ­ nach dem Apfel und einigen Erdbeeren ­ die beliebteste Frucht. Kein anderes Obst hat es so weit gebracht. Es gibt weder Apfelrepubliken noch Erdbeerkönigreiche.


 

 

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