Im
Strudel der virtuellen Information
Georg Biron inszeniert im Herbst 2006 eine Bühnenfassung seines
Buches „Rebellen im Internet“ und lässt das Publikum an einem
Spagat zwischen realen und virtuellen Welten teilhaben.
Nach seinen erfolgreichen Theaterinszenierungen „Der Reiseyeti“,
„Der Weibsteufel“, „The Janis Joplin Story“, „Planet Schwab“,
„Die Vaginamonologe“, „Die Lachparade“ und „Ich brauch kein
Kokain“ wagt sich der Wiener Schriftsteller, Filmemacher und
Regisseur jetzt an die Inszenierung eines selbst verfassten
Textes. Gemeinsam mit vier Schauspielern unternimmt Georg
Biron eine Reise auf dem Datenhighway und lässt sich fortreißen
vom Strudel der virtuellen Informationen, die im digitalen
Nirwana beheimatet sind: „Nun hat mir BILLY THE
KING plötzlich ein Netz zur Verfügung gestellt; kein soziales
zwar, doch immerhin ein W.W.W. (World Wide Waiting)– INTERNET,
sehr nett, das sich um die ganze Welt spannt (»Good Morning,
St. Pölten! Frische Punsch-Krapferln hätt’ ma do…«), und abstürzen
könnte bei dieser steilen Sache nur der Computer, wenn er
denn am Netz hinge. Ich aber bin ein Cyber-HABENICHTS, bin
modemfree, weil’s meine Zeit-Ökonomie nicht zulässt, denn
all das Surfen vernichtet ja Zeit wie kaum was anderes… Trotzdem
will ich mich von nun an gerne eine Nacht lang an den MODERN
TIMES reiben und mit viel Vergnügen die virtuelle Sau durchs
globale Dorf treiben.“
Die Rebellen surfen vom Hundertsten ins Tausendste und
machen sehr schnell die Erfahrung, dass Informationen, die
alle die gleiche Gültigkeit haben, irgendwann einmal zu Gleichgültigkeit
führen. In radikaler Sprache und rasanter Dramaturgie dokumentiert
Georg Biron die Begegnung mit dem Medium und meditiert gleich
selber – über das menschliche Bewusst-Sein, die Wiege der
Zivilisation, die Homepages der Aufständischen in der Dritten
Welt, GEN-Manipulation und Politik: „Das hätten
sich die US-Militärs auch nicht träumen lassen, als sie einst
in den Sixties mit Napalm-Bomben und oder ZIPPO-Feuerzeugen
steinzeitliche Städte-Planung in Fernost betrieben (Ja! Zurück
gebombt in die Steinzeit, Mister Degenhardt!) und für ihre
Ausrottungs-Befehle das Internet zu knüpfen begannen --- dass
dort nämlich heute der Maoistische LEUCHTENDE PFAD ebenso
drin ist wie die Kurdische Arbeiter-Partei PKK und auch noch
etliche andere von Lechts und Rinks (GANZ ZU SCHWEIGEN von
mir !!!) – – – alle, die (wider besseres Wissen?) guter Hoffnung
sind, was ihre Zukunft der Welt angeht. (ZITAT »Deutsches
Sportfernsehen«: Die Umwelt geht den Bach hinunter!)”
MIT: Doris Hicks # Nahoko Fort-Nishigami # Max Mayerhofer
# Melanie Kaltenbrunner #
REGIE: Georg Biron
Premiere: 3. November 2006 VORSTELLUNGEN:
MI/DO/FR/SA – 8./9./10./11. und 15./16./17./18. Nov um 20.00
7stern Theater # Wien 7, Siebensterngasse 31
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