Klettern ist so schön, dass es süchtig macht. Es ist eine Art
zu Leben im Sport, Überlebensstrategie und Sinnspender,
der Versuch sich irgendwo festzuhalten. Dazu kommt die Faszination der Landschaften und die Ästhetik der Bewegung, das Reisen
und die gute Zeit mit Freunden.
Klettern ist wie Bilder malen, Gedicht schreiben, Tanzen oder
Musik machen, gepaart mit der Bereitschaft körperliche Leistung
zumindest gesellschaftlich völlig zwecklos einzusetzen,
für das Erleben intensiver Augenblicke.
Klettern ist Subkultur, Gesellschaftskritik und gleichzeitig Lifestyle mit allen Ausprägungen der Freizeitgesellschaft. Klettern ist Spitzensport und Rumhängen, Arbeitsverneinung und Schulsport, Markt und Anarchie.
Ich kann mich jedoch, und das immerhin seit bald 20 Jahren, an keinen einzigen Klettertag erinnern, vor allem wenn am Abend die gechalkten und rissigen Hände am Bierkrug ruhen, der kein guter Tag war.
Ob im Klettergarten, in den Bergen oder im Eis. |