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Traumland Ein etwas anderer Urlaub Gästebuch und News Karten
Links FAQ Tagebuch
Hier
könnte ein Eintrag von dir stehen.
Vielleicht
hast du sogar einen Reisebericht, oder du gibst einen Tipp, eine eigene
Beobachtung oder Erfahrung weiter.
Möglicherweise findest du manches nicht so super an der Homepage und du weißt
eine Lösung oder Verbesserung.
Oder
du hast eine Frage, eine Anregung, Kritik...
Ich
freue mich auf ein Mail von dir und den ersten Eintrag im „Gästebuch“!
Allerdings
– einen Preis dafür gibt es nicht
P.S.
Bitte gib unter Betreff „Gästebuch“, „Homepage“, „Kappadokien“ oder etwas
ähnlich eindeutiges an. Mails ohne Betreff von Leuten die ich nicht kenne
lösche ich fast immer ungelesen.
Mail
to: hubert.canal@utanet.at
Seit 28. Dez. 2003 nennt sich das bisherige Gästebuch also “Gästebuch und News”. Es war in seiner
eigentlichen Bestimmung nicht ausgelastet und ich dachte, dass irgendwo ein
Platz für Ergänzungen und Aktuelles nicht schlecht wäre.
Unter
„News“ sind also Ergänzungen und Neuigkeiten von mir. Damit man auf den ersten
Blick Gästebucheintragungen und Ergänzungen/News unterscheiden kann sind die
Texte von mir immer in dieser Schrift und Farbe (Comic Sans u.schwarz).
Der
Anfang ist auch gleich eine Ergänzung:
In
meinem Bericht „Traumland“ sagte
ich, dass man aus Geschäftsinteresse eine falsche Auskunft bekommen kann.
Da sollte
ich vielleicht ergänzen, dass man manchmal sogar aus Höflichkeit!! eine
unrichtige Antwort bekommt. So wollen Türken (wie auch andere Orientalen) etwa
einen Gast nicht enttäuschen und ihm keinen Wunsch
abschlagen, auch
wenn er schlicht und einfach unerfüllbar ist. Falsche Auskünfte oder nicht
eingehaltene Verabredungen können da schon mal die Folgen sein. Ich finde diese
Art von Freundlichkeit allerdings nicht immer lustig, eher Unzuverlässigkeit
und/oder mangelnde Wahrheitsliebe.
Es ist ja nicht hilfreich, wenn man aus
Höflichkeit in den falschen Bus oder in die Gegenrichtung geschickt wird. Ich
frage deshalb nach dem Weg lieber 2 oder 3x.
Auskünfte
über Wegstrecke oder Zeitdauer sollte man mit Vorsicht genießen. Nach meinen
Erfahrungen bekommt man eher eine falsche als keine Auskunft.
Aber
das habe ich jetzt alles nicht so nett ausgedrückt, deshalb ein Auszug aus
einem Brief einer Bekannten, die seit kurzer Zeit in der Türkei lebt und
ähnliche Erfahrungen viel besser in Worte gekleidet hat.
Hier also
die Beobachtungen und Erfahrungen von Barbara:
In einer
Kultur, in der mit freundlichen, liebenswürdigen Worten und Versprechungen
nicht gespart wird, finde ich es oft recht schwierig herauszufinden, was nun
wirklich echt gemeint ist und was einfach “nur” höflich. Gewisse Redewendungen
und Regeln habe ich zwar schon gelernt, dennoch kommt mir manches wie ein Balanceakt zwischen Wahrheit und
Höflichkeit vor. (Übrigens: Deutsche haben hier den Ruf, zu direkt und manchmal
auch zu
hart zu sein.) Ein Beispiel aus dem
Alltag hier: Du fragst jemand nach dem Weg. In den seltensten Fällen ist die
Antwort: ”Ich weiss es nicht.” Das wäre
zwar oft ehrlich, aber nicht höflich.
Dein
Gegenüber wird dir mindestens eine Richtung angeben, (auch wenn sie nicht
stimmt) oder mit dir den Weg gehen, auch wenn er ihn selbst nicht kennt, aber
auf jeden Fall versuchen dir zu helfen
oder zumindestens nett zu dir zu sein…
So nehme ich
inzwischen nicht mehr alles ganz so wörtlich, was man mir verspricht, anbietet
usw. Das erspart mir, unnötig
enttäuscht zu sein, vor allem solange ich die “Feinheiten” der Kultur noch
nicht gelernt habe.
Das war der
Text von Barbara, die diese Erfahrungen wohl in Istanbul und Izmir gemacht hat.
Es beruhigt mich schon einigermaßen, dass diese Dinge nicht nur ich erlebe!
Nicht
aus falsch verstandener Höflichkeit sind die Methoden mancher „Anwerber“ von
Busgesellschaften in Istanbul. Da ist es rücksichtloses Geschäftsinteresse wenn
dir von manchen Busanbietern versprochen wird dich „direkt“ nach Kappadokien zu
bringen.
Nach
Göreme kommt man derzeit nur mit den Gesellschaften Kent, Metro, Nevtur, Göreme
und Kapadokiya. In Istanbul solltest du auf keinen Fall in den Bus einer
anderen Gesellschaft einsteigen, auch wenn dir fest und wiederholt gesagt wird,
dass du damit nach Kappadokien kommst.
Ihr "Kappadokien" ist
bestenfalls Aksaray, vor dem
Morgengrauen nicht angenehm und wahrscheinlich nicht genau das was du wolltest.
(Es sei denn das Ihlaratal –ein echter Tipp – ist dein
erstes Ziel)
Mit Annehmen von
Einladungen solltest du etwas zurückhaltend sein. Eine gute Regel ist erst
einmal dankend abzulehnen.
Ist die Sache
wirklich ernst gemeint, wird die Einladung ganz sicher wiederholt.
Das gilt in
erster Linie natürlich für Dinge wie Essen oder Übernachtung, bei einer
Einladung zu einem Glas Tee kann man wenig falsch machen.
Umgekehrt
musst du diese Dinge natürlich ebenso beachten. Falls du etwas anbietest,
solltest du das erste „Nein, danke“ natürlich auch nicht zu ernst nehmen.
P.S.
Für echt lesenswerte Erfahrungen mit viel Witz und Humor (leider in Englisch)
von einem Luxemburger, der einige Zeit in der Türkei lebte, geschrieben, klicke
hier. Du findest da auch viele gute Links
und Infos. So, das war jetzt ein Tipp zu einer meiner Lieblingssites.
Hallo Hubert,
lange nicht
gesehen. Ich hoffe, dass du mich noch kennst. Stichwort Rumänien 1991.
Über deine
Homepage bin ich sehr überrascht. Die Bilder und den Bericht finde ich echt
gut.
Ich habe auch
Türken unter meinen Freunden, aber sonst keinen Bezug zur Türkei oder der
Sprache. Deine Beschäftigung mit der Türkei und den Menschen dort finde ich
sehr gut.
Grüße Werner
29. März 2002
Lieber
Hubert,
es war
schön, wieder mal zu erfahren, was Du so treibst und wie es Dir geht. Auch habe
ich deine gelungene Homepage besucht. Nur lassen die Fotos auf sich warten.
Bei
Deinem Reisebericht sind sie überhaupt nicht raus gekommen. Auch Jürgens
Internetseite konnte ich auf diese Weise kennen lernen. Du bist ein guter
Berichterstatter.
Übrigens
bist du jetzt mehr Türke als ich. Du bist wirklich mit Leib und Seele dabei. Es
könnte sein, dass wenn Du mal voll hier bist auch wieder Sehnsucht nach
Österreich bekommst.
Aus
Izmir alles Liebe Joachim, Selin und Acelya
31.
Juli 2002
Hallo,
... ich wünschte ich könnte auch mal mit
dir hinfliegen und solche Erlebnisse erleben aber wer weiß vielleicht eines
Tages...
Ich nehme an du wirst bald ein Bauer,
ein richtiger Bauer und es scheint du wirst mehr Zeit in der Türkei verbringen
als in DornbirnJ.
Als ich dein Mail gelesen habe war es spät etwa 01.30 und es hat
mich sehr überrascht dass du jetzt ein Maultier hast.
Habe deshalb nochmals gelesen um sicher
zu sein. Ich wünsche dir und deinem neuen Dost (Freund) Garip eine schöne
Zukunft und tolle ErlebnisseJ
Ich habe deine Homepage besucht, es war
cool, coole Bilder und Texte.
Danke noch mal für Mail & coole
Bilder und wünsche dir ganz schöne Ferien. gruss mehmet August 08, 2002

Dear
Hubert
Just
had a look at your website.
It’s
really exceptional and the pictures are magnificent.
I
suppose you were the photographer?
We
definitely want to add it to our “Other Sites of Interest” page.
OK?
J
& P
August
06, 2002
Dear
Hubert,
… I
regret that matters seem so complicated and wished this text were more easily
available. I am currently working on an introductory Turkish textbook, that one
day, hopefully, will be published as a real book.
Ich
könnte eigentlich auch auf deutsch weiterschreiben, da dies meine
„Muttersprache“ ist und türkisch meine „Vatersprache“. (Ich habe eine deutsche
Mutter, einen türkischen Vater, habe in beiden Ländern gelebt bevor ich 1986 in
die USA zum Studieren kam und blieb)
Ich hatte
endlich Gelegenheit, mir Ihre Webseite anzusehen und war sehr angetan:
wunderschöne Bilder mit Beschreibungen, die einen zum Reisen einladen und dazu
noch dreisprachig! Elinize,
dilinize saglik!
Auch
wünsche ich Ihnen viel Spaß mit dem kappadokischen Haus.
Alles
Gute und selamlarimla, Suzan

I
thought you might be able to help me regarding a walking tour that
will be taking place this spring and being organized by some walking
club at the University at Innsbruck. I heard it mentioned on Oe Eins
(radio) about 2 weeks ago and did not get the email address. It sounded
so good and as you have gone to all the trouble to design a homepage, I
thought you might have heard about it. Apparently it is a club with the
philosophy that unless you have walked through a place you can not
possibley know it - you have a lovely web-page
Sharon
Scherzer, November 11, 2002
Lieber Hubert!
Gleich als ich nach Hause kam, schaute ich in
deine Homepage.
Was ich da zu sehen bekam ist im wahrsten Sinne
des Wortes phantastisch.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dich dieses
Land so beeindruckt hat,
dass es dir zur zweiten Heimat wurde.
Ich wünsche dir viele schöne und segensreiche
Wochen, Monate und Jahre in diesem herrlichen Land.
Liebe Grüße und nochmals vielen Dank für den
gemeinsamen Tag
Friedl
14.12.2002 
Hallo Hubert,
Zuerst spar ich mir mal die Bemerkung über die Ladezeit (grummel
grummel ..)
Zuerst tu ich Dir also zu deiner Seite und den wirklich tollen Fotos
gratulieren.
Ich selbst komme leider nur etwa alle 2 Jahre in die Gegend.
Falls du an so was ähnliches wie nen Kappadokien Newsletter denkst,
dann setz mich bitte auf die Empfängerliste.
Und ich möchte dich einladen mal bei www.goereme.net vorbeizuschauen.
Ich habe da gerade angefangen für gute Freunde ein paar Wandertips
zusammenzustellen.
Ich denk da hast Du mir sicher jede Menge Input.
Grüßle
martinATwardein.de
2003-02-22

Lieber Herr Canal,
mit großem Vergnügen habe ich Ihre Homepage
gelesen, die in mir den
schon vorhandenen Wunsch verstärkt hat, diese einzigartige Landschaft
kennenzulernen.
Da ich dies wenn irgend möglich auf eigene Faust versuchen möchte, wäre
ich für Hinweise aus Ihrer Erfahrung sehr dankbar.
Also: wie kommt man am günstigsten schnell dorthin
(Onur, Alpha ? wo buchen).
Beste Zeit? (wann blühts?); Unterkünfte?
Könnten Sie eine Wanderroute zum ersten
Kennenlernen (ca. 1 Woche) vorschlagen?
Herzlichen Dank im Voraus
H.Reisigl
28.02.03
Mit dem Zug in
die Türkei
(Eine Ergänzung von mir - könnte auch unter FAQ sein):
Nachdem
ich dieses Jahr bereits zum 3. Mal (jeweils 1 x 2001, 2002, 2003) mit dem Zug
in die Türkei gefahren bin und die Wahl dieses Reisemittels oft Verwunderung
und Fragen hervorruft hier eine Erklärung für meine außergewöhnliche Art (aber
nur 1 x im Jahr!) zu reisen.
Aber wenn dir verträumte Bauerndörfer,
Landwirtschaft wo Pferd und Esel noch ihren Platz haben oder im Feld
manchmal noch ein Storch steht und unberührte Naturlandschaften gefallen
ist eine Bahnreise in die Türkei nicht langweilig.Trotzdem,
ich empfehle eine Reise in die Türkei mit dem Zug nicht jedem. Eine Zugreise
von München oder dem Westen Österreichs (wo ich her bin) nach Istanbul dauert
mehr als 40 Stunden über Belgrad und noch ein paar Stunden länger über Rumänien
(diese Strecke bin ich bisher gefahren).
Der
Preis eines Bahntickets kann mit einem Flugticket gut konkurrieren, die
sanitären Anlagen im Zug zwischen Budapest und Istanbul (ausgenommen den
Euronightzug - mit mitteleuropäischen Preisen - zwischen Budapest und Bukarest)
sind allerdings außer Konkurrenz, selbst im Schlafwagen. (Ein Einbettabteil
habe ich allerdings noch nicht ausprobiert)
Wenn
du da irgendwelche Ansprüche stellst vergisst du eine Zugfahrt am besten.
Toilettenpapier, Seife, Handtuch u. a. solltest du unbedingt in
deinem Gepäck haben. Zeit, westliche Zweckmäßigkeit und
Vernunft dürfen dir auch nicht zu wichtig sein, sonst werden die stundenlangen
Aufenthalte an den Grenzen
wahrscheinlich zu einer Nervenprobe,
besonders wenn du daran denkst, dass ein evtl.. "Anschlusszug" in
Bukarest oder Istanbul nicht wartet.
Es
gibt immer noch ab und zu einen Grenzbeamten (interessanterweise nur an der
rumänisch/bulgarischen Grenze) der versucht seinen Gehalt nach sicher alter
Tradition aufzubessern. Mindestens eine Aufforderung etwas (meist 10 Euro) zu
geben (mit oder ohne Angabe eines "Grundes") hat es bei jeder meiner
3 Reisen noch gegeben. Von mir hat ein korrupter Beamter bisher allerdings noch
keinen Cent bekommen und bis auf ein einziges Mal hatte es auch keine
Konsequenzen. Dort wurde mir allerdings demonstriert, dass ein Grenzbeamter
durch eine sehr gründliche Untersuchung des Reisegepäcks eine legale
Möglichkeit hat dich auch ein wenig zu ärgern.
Eine
erfreuliche Gelegenheit zu einem Einschub (einer Berichtigung)!: Im Frühjahr 2004 erlebte ich erstmals
eine völlig korrekte Grenzabfertigung selbst an der bulgarisch/rumänischen
Grenze, die Grenzaufenthalte hielten sich buchstäblich „in Grenzen“ und der Zug
kam erstmals pünktlich in Bukarest an!
Meine
erste, sehr ungute "Grenzerfahrung" ist da allerdings nicht
eingerechnet. Die hatte ich bei meinem ersten Versuch vor mehreren Jahren über
Belgrad in die Türkei zu reisen. Damals musste ich an der Grenze Ungarn/Serbien
aus dem Zug aussteigen und die Kontrolle meines Reisepasses (oder meine Weigerung
den Gehalt der Grenzbeamten etwas aufzubessern) dauerte so lange, dass der nur
tägl. verkehrende Zug in die Türkei ohne mich abfuhr.
Damals
entschloss ich mich etwas verärgert mit dem nächsten Zug nach Österreich
zurückzufahren und zu fliegen. Das ist auch der Grund, warum ich bisher die
kürzere Strecke über Belgrad nicht gefahren bin. Aber ich denke, dass ich es
wieder einmal versuchen werde! Vielleicht hat sich in dieser Sache (Richtung
Korrektheit) die letzten Jahre auch etwas getan. Allerdings braucht man für
Serbien als Österreicher ein Durchreisevisum, für Rumänien nicht.
Mit
der richtigen Einstellung (den vorhin beschriebenen Dingen wie langen
Aufenthalten an den Grenzen, verschmutzten Toiletten, einem korrupten Beamten
usw. solltest du eher mit Interesse und Gelassenheit als mit Verärgerung
begegnen) kann eine Zugreise durch den Balkan aber interessant und schön sein.
Zumindest
für einen Naturliebhaber und Eisenbahnfan.
Der folgende Bericht (inkl. Fotos) ist
von Gerhard und Erika, die im Frühjahr 2003 den Autoreisezug von Villach nach
Edirne benutzt haben.
Eine Reise mit Zug und Auto in die Türkei –
nach Kappadokien!
Nachdem wir im Jahr 2002 eine Flugreise
unternahmen und bei Hubert in der Türkei Gäste sein durften, entschlossen wir
uns im Jahr 2003 das wunderschöne Kappadokien mit dem Auto zu bereisen.
Für diese Reise gab es allerdings einiges zu
bedenken. Sollten wir die ganze Strecke mit dem Fahrzeug fahren; oder etwa
nur
eine Teilstrecke?
Da wir von erfahrenen Autotouristen vor einer
Fahrt durch Rumänien und Bulgarien gewarnt wurden (die Polizei soll dort doch sehr korrupt sein), ließen wir den Gedanken
fallen, die gesamte Strecke mit dem Auto zu bewältigen.
Neben der Fähre von Italien aus bot sich für
uns auch der Autozug von Villach (Österreich)
bis nach Edirne (Türkei) an. Nach einigen
Überlegungen, insbesondere auch über die Kosten und Anreisedauer, entschieden
wir uns für den Autozug. Das war für uns von Herford (Nordrhein Westfalen)
aus auch bequemer, da die Entfernung bis nach Villach nur etwa 1000 Kilometer
beträgt.
Von Hubert wussten wir, dass man den Autozug
über Optima-Tours in München, Telefon 089-54880111, E-Mail: optima@optimatours.de,
buchen kann. Da wir aber die Fahrt mit dem Zug „vor Ort“
buchen wollten (wegen eventueller
Rückfragen), haben wir uns erfolgreich nach einem Reisebüro
bei uns in der Gegend umgesehen.
Aus dem Internet hatten wir
uns
schon vorab Informationen besorgt und
so konnten wir bestimmte Wünsche dem Reisebüro kundtun. Unsere Wünsche
bestanden unter anderem darin, dass wir für das Auto einen geschlossenen Waggon
und für uns ein Abteil mit einer Zweierbelegung haben wollten.
Ein geschlossener Waggon für das Auto ist wichtig,
weil es so vor Transportschäden (Steinschlag) geschützt ist.
Außerdem hörten wir, dass Kriminelle schon auf
den Autozug aufgesprungen sind und die Fahrzeuge aufgebrochen und ausgeraubt
haben.
Für eine Zweierbelegung haben wir uns deshalb
entschieden, weil wir nicht wussten, mit wem wir bei einer Sechserbelegung
zusammengekommen wären. Wir wollten die 31stündige Fahrt genießen und nicht auf
andere Rücksicht nehmen müssen (insbesondere während der Schlaf- und
Ruhephasen).
Zu der Zweierbelegung ist allerdings zu sagen,
dass sich die Kosten für die Hin- und Rückfahrt (einschließlich Pkw) auf stolze
1200 Euro belaufen.
Wählt man eine Sechserbelegung, kann man ca.
400 Euro einsparen. Im Nachhinein haben wir unsere Wahl aber nicht bereut. Wir
konnten es uns in unserem Abteil so einrichten, wie wir es gern wollten.
Nachdem wir also gebucht und bezahlt hatten bekamen wir unsere Fahrkarten
zugeschickt und es konnte losgehen.
Unsere Hinfahrt fand am 30.04.03 und die
Rückfahrt am 30.05.03 statt.
Bei der Hinfahrt war der Zug restlos voll,
weil viele Türken mit dem Auto in ihre Heimat fuhren. In Villach war der
Bahnsteig schon einen halben Tag (Nacht) vor Abfahrt des Zuges bevölkert. Es
gab keine Möglichkeit sich aufzuwärmen oder etwas zu trinken/essen. Jeder musste
sich von dem Mitgeführten beköstigen. Aufwärmen musste man sich im Auto. Der
schlechte „Servie“ lag wohl daran, dass es der erste Zug in der Saison war, den
wir gewählt hatten.
Bei der Rückfahrt hatte sich alles ein wenig
verteilt und der Zug war nicht ganz voll. Der „Servie“ in Edirne war allerdings
auch nicht toll.
Das Verladen der Autos (links ist ein
geschlossener Fahrzeugwaggon zu sehen) und das Zuweisen der Plätze ging in
Villach zügig vonstatten.
Im
Zug selbst waren wir dann doch zum Teil recht angenehm überrascht.
Das Personal war freundlich und sprach auch
deutsch.
Die Abteile und Waggons waren sauber. Welch
ein Wunder!? Hatten wir doch in einem Internetbericht eines Reisenden gelesen,
dass die Sauberkeit in diesen Zügen sehr mangelhaft sei.
Das können wir aber weder von der Hin- noch
von der Rückfahrt sagen. Wir haben alles sauber und ordentlich vorgefunden.
Insbesondere die Toiletten wurden ständig gereinigt.
Optima Tours gibt an,
dass man sich im Zug selbst beköstigen muss. Offiziell stimmt das auch. Es gibt
nur Getränke (Tee, Kaffee, Limo – pro Getränk 1 Euro). Inoffiziell kann man
aber auch etwas essen. Das Zugpersonal bereitet kleine Speisen um sich so ein
Taschengeld zu verdienen. Diese Speisen sind recht gut, aber auch ein wenig
teuer.
Alle
Zugbegleiter haben wir freundlich und zuvorkommend erlebt. Man kann und darf
jede Frage stellen. Nur sollte man diese freundlichen Leute nicht auf ihre arme
Herkunft ansprechen.
Vor jeder Grenzstation gehen die Zugbegleiter
durch und geben Anweisungen. Die Aufenthalte an den Grenzen sind langwierig und
die Kontrollen gründlich. Zollkontrollen haben wir aber nicht erlebt.
Es ist streng verboten, während der Kontrollen
die Toiletten zu benutzen. Hohe Strafen drohen. Deshalb werden die Toiletten an
den Grenzen auch abgeschlossen. Bettlern darf man unter Strafdrohung
keinesfalls irgendwelche Sachen/Geld geben. Sie kommen während der Aufenthalte
an den Zug und bitten um Gaben. Oftmals werden sie von der Polizei mit
Gummiknüppeln vom Zug vertrieben.
Während der Aufenthalte an den Grenzen kann
man angebotene Sachen – zum Beispiel Käse – aber kaufen. Diese Sachen sind gut
und preiswert.
Man darf es auf keinen Fall versäumen, seinen
Reisepass, den Kfz-Schein, Führerschein und die grüne Versicherungskarte (für den
asiatischen Teil der Türkei eine extra Versicherung bei der jeweiligen
Versicherungsagentur abschließen!) mitzuführen.
VISA gibt es über die Zugbegleiter im Zug, d.
h. sie beschaffen die Visa an der jeweiligen Grenze.
Wertsachen, die man einführt, sollte man in
Villach beim Zoll anmelden.
Wir haben da aber schlechte Erfahrungen
gemacht, weil der Zollbeamte dazu wohl keine Lust hatte. Also sind wir ohne die
Anmeldung von Wertsachen (insbesondere Schmuck) in die Türkei eingereist – ohne
spätere Schwierigkeiten.
In Edirne angelangt wird man gleich von
Händlern aller Art „überfallen“. Hier sollte man keine Sachen kaufen – auch
wenn man dazu sehr gedrängt wird. Man ist hier eben in der Türkei.
Die
Kontrollen in Edirne sind sehr genau. Wer das Auto eines Freundes, Verwandten
oder ähnlicher Person einführt (also nicht
sein eigenes), muss
unbedingt eine entsprechende Vollmacht vorweisen.
Das
Befahren der Straßen in der Türkei ist problemlos. Die Beschilderungen,
insbesondere auch die Wegweiser sind gut.
Man sollte
sich aber hüten, die Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht einzuhalten.
Die Strafen
haben sich „gewaschen“. Anhaltestellen der Polizei sind oft mehrere Kilometer
nach einer Geschwindigkeitsmessung eingerichtet. Handeln geht nicht! Nimmt die
Polizei übel!
Auf den
Autobahnen ist Maut zu entrichten. An den Mautstellen bekommt man ein Ticket
und bezahlt es bei der nächsten Abfahrt. Die Preise halten sich für unsere
Maßstäbe in Grenzen.
Auf den
Autobahnen sieht man oft gar kein Auto oder nur ab und zu eines. Man hüte sich
aber vor plötzlichen Schlaglöchern,
die
wie ein Blitz aus heiterem Himmel auf allen guten Straßen plötzlich auftreten
können.
Die Fahrt
auf der Autobahn um Istanbul herum ist verkehrsmäßig mit dem „Kölner Ring“ zu
vergleichen.
Zu den
Reiseplanungen, Hinweisen und Besonderheiten soll das Gesagte reichen.
Sicher ist,
dass sich eine Fahrt mit dem Auto in die Türkei immer lohnt. Nur so lernt man
Land und Leute richtig kennen. Unsere Erlebnisse möchten wir nicht mehr missen
und wir werden wieder mit dem Auto in die Türkei reisen.
Wer genug
Zeit hat, sollte es uns gleichtun und auf eine Flugreise verzichten, es sei
denn, dass er sich in der Türkei einen Leihwagen nimmt.
Landbevölkerung
beim Dengeln von Sensen oder beim Handarbeiten auf der Straße erlebt man nicht
in Antalya oder Alanya, sondern nur im Landesinneren, zum Beispiel in
Ortahisar. Nimmt man sich genug Zeit, lernt man viele liebe und nette
Menschen
kennen.
Anstehen am
Buffet oder warten auf den Ober braucht man nicht, wenn man in einer türkischen
Familie auf traditionelle Art und Weise zum Essen eingeladen wird (siehe oben
rechts).
Wir haben
durch Hubert in Kappadokien viele Freunde gewonnen, die sehr interessiert daran
sind und waren, wir wir unser Leben gestalten und welche Fotos wir 2002 in der
Türkei „geschossen“ haben.
Der
Abschied von Ortahisar fiel uns sehr schwer. Leider geht aber alles einmal zu
Ende. Wir werden Kappadokien, insbesondere Ortahisar nicht vergessen und wir freuen
uns darauf, hier wieder einmal mit unseren Freunden zu plaudern, Tee zu trinken
und Erfahrungen auszutauschen.
Wir
vermissen insbesondere Ali und seine Familie. Momente wie das mühsame Aussuchen
von Kartoffeln für den Esek von Alis Anne (siehe rechts) bleiben in uns immer
haften.
Von
Ortahisar aus sind wir dann über Konya, Isparte und Denizli nach Mugla
gefahren, wo wir bei Freunden von Hubert ein paar Tage verbracht haben.
Danach
ging es nach Foca. Hier blieben wir noch einige Tage in einem Hotel direkt am
Ägäisstrand, bevor wir weiter Richtung Edirne zum Autozug fuhren.
Die Fähre
von Canakkale nach Eceabat war nicht teuer. Auch der Hotelpreis in Edirne für
die letzte Nacht vor der Heimfahrt hielt sich in Grenzen.
Eine schöne
Reise war zu Ende.
Erika und
Gerhard Rolletschek
Ein
besonderer Dank gilt Hubert. Erst durch ihn sind wir auf Kappadokien aufmerksam
geworden. Er war es, der uns die ersten Anregungen gab und eine Einladung in
sein Haus in Ortahisar an uns ausgesprochen hat.
Vielen
Dank, Erika und Gerhard, für diesen guten Bericht mit den schönen Bildern und
eure Erfahrungen mit dem Autoreisezug! Ich hoffe, ihr seit mir nicht böse, dass
ich ein Foto (Landarbeiter beim Dengeln) nicht mehr untergebracht habe. Ihr
seit die ersten die einen Reisebericht für meine Homepage geschrieben haben!
Merhaba!
Durch Zufall bin ich durch Recherchen (schreib grad eine Seminararbeit über
Bewässerung in der Türkei, weiters schneiden wir gerade an einem
wissenschaftlichem Film über unsere Türkei- Exkursion) auf Ihre Homepage
gestossen, und war ur begeistert.
Mein Name ist Katharina Schinnerl, und ich studiere im 9. Semester
Landwirtschaft an der Boku in Wien. Im Rahmen einer Exkursion des Instituts für
Gartenbau besuchten wir Konya (die
Uni Selcuk ist unsere Partneruni), Avanos, Kappadokien vor ca zwei Wochen für 6 Tage, und diese Reise war
unglaublich schön.
Ich habe mich in dieses Land mit seiner Kultur verliebt, und werde alles daran
setzten sobald wie nur möglich wieder dort zu sein (Eventuell Diplomarbeit,
Diss, Praktikum, etc.)
Ich bin ein sehr gläubiger Mensch, mache täglich meine Erfahrungen mit Gott
(steht an erster Stelle in meinem Leben), und durfte auch im spirituellen Konya
und in Kappadokien meine ganz persönlichen, wunderschön-unbeschreiblichen Erfahrungen
machen.
Auch ich bekam es mit Erfurcht vor dem Schöpfer zu tun, als ich durch die
Tuffsteinlandschaft von Kappadokien wanderte. Mich berührte es extrem. Aber
auch Konya berührte mich. Wir besuchten das Mevlana -Grab, auch dort spürte ich
extrem die spirituelle Energien die sich in diesem Ort manifestieren. Ich freue
mich dass es auch andere Leute gibt, die diese Gegend so speziell erleben! Über
Infos freu ich mich immer!
Alles Liebe Ihre Katharina Schinnerl
28. Nov. 2oo3
Lieber Hubert,
bin gerade über deine
Homepage gestolpert :-) hast du schön gemacht. ich wünschte ich wäre mit meiner
auch schon soweit.
Leider haben wir uns dieses Jahr schon wieder des öfteren verpasst. Wie du
vielleicht mitbekommen hast habe ich im August geheiratet, cok güzel dügün oldu
ama maalesef sen yoktun.
Mit unserem Umbau sind wir mittlerweile ziemlich weit gekommen, alle
Zimmer im Haupthaus fertig und zur Zeit sind sie an der Küche dran, Yilmaz
usta hat ganze Arbeit geleistet :-)
Wenn du mal wieder da bist und ich nicht...wie üblich :-) kannst du mit Ali
ja mal runtergehen und es dir anschauen. Keine Ahnung wie deine
Urlaubsplanung für das nächste Jahr aussieht, wir sind auf jeden Fall vom
29.12.03 bis 10.01.04 unten. Vielleicht sehen wir uns ja ??
Bis dahin cok selamlar
Andreas
17. 12. 2003
Hallo Hubert,
ich bin der Martin von Martin und Renate, die dich letzten Sommer an
deinem vorletzten Tag in Ortahisar überfallen haben.
Wir dachten uns am nächsten Tag, dass Du bis über beide Ohren in
Vorbereitungen für deinen Abflug steckst,
und wir wollten Dich einfach
nicht stören. Außerdem waren wir uns schon damals sicher dass wir dich
mal wieder sehen wollen, wenn nicht in Ortahisar, dann in Österreich.
Dieses Jahr ist aber leider nichts mehr aus einem Kurzurlaub in den
Alpen geworden, sonst hätten wir uns sicher gemeldet.
Aber wir denken an dich.
In Ortahisar hatten wir den Eindruck dass Du für Dich alles richtig
gemacht hast. Und dass in Deiner Haut wohl schon immer ein Türke
gesteckt hat. Für uns wäre soviel Familienanschluss wohl nichts.
Aber was ich Dir eigentlich sagen will ist, dass du auf deiner Homepage
doch ab und zu Besucher hast.
Ich fand auch deine Idee gut, in deinem Gästebuch "News" zu bringen.
Und die Mail hier soll eine Ermunterung dazu sein - Ich schau ab und zu
bei Dir vorbei, und freu mich auf Neuigkeiten aus Kappadokien.
Also Hubert, ich wünsch Dir Frohe Weihnachten und nen Guten Rutsch
Bis bald, martin
22. Dez. 2003
Eine „Neuigkeit“ von mir:
Ich war im Herbst noch mal 9 1/2 Wochen in
der Türkei, 9 Wochen davon in Ortahisar (Ende September bis Ende
November).
Ein Rekord – auch für mich. So lange an einem Stück war ich noch nie in der
Türkei und so weit ich mich erinnern kann hatte ich auch noch nie 9 ½ Wochen
Urlaub seit ich bei der Bahn arbeite. Und das ist seit 1980!
Trotzdem war es nicht lange genug – obwohl
ich mich nach 9 Wochen auch ein wenig auf das Wiedersehen mit Freunden in
Österreich gefreut habe.
Die Zeit in Kappadokien war (wie immer)
echt schön – auch das Wetter, obwohl es 2 x in der Nacht geschneit hat, das
erste Mal pünktlich zum nationalen Feiertag Ende Oktober, das zweite Mal etwa
14 Tage später.
Auf dem Bild rechts Cynthia aus England,
die mit ihrem Mann Christian (Bild links) fast eine Woche hier war (sie blieben
2 Tage länger als der Rest einer Gruppe von 9 Besuchern).
Gerade lange genug um den
ersten
Schnee und eine Winterlandschaft im Oktober zu erleben!
Der Rest der Gruppe ist für das
Schneeerlebnis ein paar Stunden zu früh abgefahren.
Ich denke, dass es ein besonderes Ereignis
für Christian und Cynthia so kurz vor der Heimreise nach England war. Auf dem
Foto sieht man, dass Schnee fast überall war, selbst im überdachten
„Frühstückszimmer“ und auf einer Türschwelle. Das ist die Eingangstüre zur
neuen Küche, die zwar klein aber schön geworden ist und mit Herz und Verstand
eingerichtet von meinen lieben Besuchern. Nochmals vielen Dank Claudia &
Co.für eure tolle Hilfe, ohne euch wäre meine Küche nicht so super geworden, da
hätte es an Liebe und Hausverstand gefehlt!! Danken möchte ich auch meinem
Gott, der diesen Überraschungsbesuch von Freunden aus Mugla genau zur rechten
Zeit geschenkt hat.
Den letzten Anstoß für den Bau der Küche
gab übrigens meine Mutter bei ihrem Besuch letzten Herbst. Für sie ist ein Haus(halt)
ohne Küche unmöglich, ich hätte es bei meinen Ansprüchen und der türkischen
Gastfreundschaft wohl noch eine Zeit ohne ausgehalten. Allerdings möchte ich
sie jetzt schon nicht mehr missen und es wundert mich wirklich, wie gut ich
vorher ohne sie auskommen konnte!
Auch der Backofen hat eine neue Türe
bekommen und ist wieder betriebsbereit, Zübeyde hat ihn schon mit gutem Erfolg
ausprobiert.
Dann habe ich diesen Herbst endlich mein
letztes großes Bauvorhaben in Angriff genommen und es ist fast ganz fertiggeworden.
So gibt es jetzt ein neues europäisches WC (also mit Kloschüssel), einen
Waschraum mit 2 Waschbecken, einen Platz für eine (noch zukünftige)
Waschmaschine und 2 Duschen. Ich wäre mit dem türkischen WC und einer Dusche
gut ausgekommen aber für die meisten Gäste dürfte diese „Luxusvariante“, für
die ich mich nach langem Überlegen entschieden habe, wohl noch immer kein Luxus
sein.
Übrigens, dafür dass dieser neue Komfort
dem alten Haus nicht völlig seine Atmosphäre raubt ist gesorgt. All diese
modernen Sachen sind in die Garage von Arif im neueren Hausteil im wahrsten
Sinne des Wortes „eingebaut“ worden und nur vom Innenhof zugänglich. So dürfen
(oder müssen) Besucher nach wie vor um sich zu waschen oder das WC zu erreichen
kurz frische Luft atmen. Im Extremfall könnte ein nächtlicher Toilettengang
also immer noch so aussehen wie hier rechts zu sehen ist.
Damit der neue Luxus auf die Dauer auch
wirtschaftlich ist gibt es Sonnenenergie. Es funktioniert alles gut, am Tag vor
meiner Abreise habe ich die Dusche schon ausprobieren können. Die ist
allerdings auch für mich eine gute Sache!
Irgendwie ist es fast schade, dass die
Arbeiten am Haus jetzt endgültig abgeschlossen sind. An die oft schöne Zeit mit
den „Ustas“ und ihren Gehilfen werde ich in der Zukunft vielleicht noch
manchmal denken. Trotzdem will ich nicht verschweigen, dass es manchmal auch
ein wenig „Stress“ gab und ich manche Dinge des
Dorflebens
nach 7 Jahren differenzierter sehe als im ersten Jahr.
Sicher hätte ich ohne den „Bau“ Ortahisar
und seine Menschen mit ihrer Kultur nicht annähernd so gut kennen gelernt und
um manche Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse ärmer. Aber darüber schreibe
ich später einmal in einer anderen „Ergänzung“.
Dass in 9 Wochen auch einige Wanderungen
möglich sein müssten habe ich mir leider nur gedacht. Das lag mehr an den
Arbeiten am Haus als an meinen Gärten in der Erntezeit. Es macht sich auch in
der Türkei in jeder Hinsicht bezahlt wenn man selbst bei der Arbeit dabei ist.
Mit „Erntearbeit“ war ich allerdings auch fast jeden Tag 2 – 3 Stunden
beschäftigt. Langsam beginne ich zu verstehen, warum man schöne Obstgärten in
Kappadokien um sehr wenig Geld kaufen kann. Denn Geld lässt sich mit der
Landwirtschaft in Kappadokien nur schwer verdienen. Trotzdem macht mir die
Arbeit (ich empfinde es meist nicht als „Arbeit“, jedenfalls im negativen Sinn)
in den Gärten sehr viel Spaß. Wahrscheinlich geht es Garip, meinem Maultier in
dieser Hinsicht ähnlich. Ein wenig Arbeit mit dem Schleppen von Quitten, Äpfeln
usw. scheint ihm auch besser zu gefallen als „müßiges“ Herumstehen.
Aus meinem Plan einige meiner
Lieblingswanderungen für Freunde zusammenzustellen und zu beschreiben ist also
wieder nichts geworden. Sehr tragisch ist das aber nicht weil ich inzwischen
auf die Wandertipps bei www.goereme.net verweisen kann.
Auf
dem Foto links und rechts ist meine Mutter zu sehen, beim .“Maultiertrekking“ und dem Verwöhnen von Garip danach.
Diese Bilder sind
allerdings vom November 2002 als meine Mutter mit 75
Jahren ihre erste Auslandsreise machte, natürlich nach Kappadokien!!
Meinen nächsten Flug
in mein Traumland habe ich schon gebucht, er ist am 26. März. Da fliege ich das
erste Mal zusammen mit einem Arbeitskollegen für etwa 3 1/2 Wochen in die
Türkei. Genauer mit „Germanwings“ von Stuttgart nach Istanbul. Der Flug ist
absolut preisgünstig (29 Euro bezahlte ich, mein Freund hat sich ein wenig mehr Zeit gelassen mit
der Buchung und bezahlt 39 Euro). Ob die Ankunftszeit im neuen, kleinen
Flughafen auf der asiatischen Seite (1/2 3 Uhr Ortszeit) auch so günstig ist
werden wir sehen. Der Rückflug ist noch offen (bisher nicht buchbar) aber wird
so um den 20. April herum sein.
Im April hoffe ich mit Peter (meinem Kollegen von der Bahn)
auch einige Wanderungen zu machen. Arbeit gibt es zu der Zeit auch in den
Obstgärten – u. a. sollte ich ein paar kleine Bäume an einen besseren Ort
verpflanzen! Ich hoffe, dass Ende März/Anfang April dafür nicht schon zu spät
ist.
Dann würde ich gerne ab
August 2004 für längere Zeit in Kappadokien sein - wenn möglich bis Anfang oder
Mitte November. Dafür brauche ich natürlich unbezahlten Urlaub, sonst können es
höchstens 4 - 5 Wochen werden - und das auch nur mit Überstunden (die erst noch
zu machen sind!) für genügend Zeitausgleich.
Aber ich hoffe, dass es
dieses Jahr bei meinem dritten Ansuchen für 3 Monate unbezahlten Urlaub klappt.
Die Chancen sind bei wahrscheinlichen Dienstplankürzungen gar nicht so schlecht
und - wenn Gott es will - wird mein Traum dieses Jahr Wirklichkeit.
So, das waren jetzt
aktuelle "News" von mir - Stand Anfang Januar 2004. In Zukunft werden
hier also Ergänzungen, Berichtigungen und Neuigkeiten stehen, das
aktuellste also immer am Schluss von „Gästebuch und News“. Natürlich berichtige
ich entsprechende und nicht mehr richtige oder aktuelle Texte auch sonst wo. Um
sich schnell zu informieren ob es was Neues auf der Homepage gibt ist aber
"Gästebuch und News" der richtige Ort.
Hier ein Beispiel für eine
Ergänzung, die ich auch an anderer Stelle der Homepage einarbeite:
Da ich das Lernen
mit guter interaktiver Lernsoftware gegenüber dem herkömmlichen
Sprachenlernen mit Lehrbuch und Kassette weniger ermüdend und auch effektiver
finde schau ich ab und zu im Internet ob es auf diesem Gebiet neues gibt. Mit
Türkisch ist es ja nicht so wie mit Englisch oder Französisch wo es
unüberschaubar viele Angebote gibt.
Vor Weihnachten habe ich
bei www.buecher.de etwas
entdeckt und die CD "Merhaba – nasılsın?"
bestellt. Diese Multimedia Übungs-CD für knapp 20 Euro kann ich echt empfehlen.
Obwohl als Ergänzung zu einem (wahrscheinlich auch nicht
schlechten) Lehrbuch konzipiert kann man sie auch unabhängig
davon verwenden. Themen und Wortschatz sind ganz auf die Bedürfnisse von
Kindergarten und Schule ausgerichtet was nicht unbedingt ein Nachteil ist.
Eher eine gute Ergänzung zu anderen Sprachkursen, die meist einseitig das
Vokabular des typischen Urlaubers abdecken.
Die CD (Reichert Verlag
Wiesbaden), vielleicht ergänzt mit „Lernen für die Reise“ von Karl-Heinz
Scheffler (Multi Lingua Express) ist für Anfänger und
Leichtfortgeschrittene eine gute und
empfehlenswerte Sache. Wenn du schon fortgeschrittener bist und das gerade
erwähnte zu einfach für dich kannst du „Türkisch ohne Mühe“ (ASSIMIL)
versuchen. Zum Thema „Sprache lernen“ steht auch etwas bei „Traumland“ und
unter „FAQ“.
Auch eine Neuigkeit:
Bisher waren alle Fotos auf der Homepage von mir (zuerst von Dias Abzüge gemacht,
die Fotos dann mit Flachbettscanner auf den PC). Diesen Herbst habe ich aber
von Freunden schöne Digitalfotos bekommen. Mit der Erlaubnis von Dieter und
Christian (ich hoffe ich habe dich wirklich gefragt, Christian!) ist dieser
letzte Text mit Fotos von ihnen illustriert. Und ich habe einen neuen
persönlichen Wunsch, den ich mir noch dieses Jahr (vor dem großen
Türkeiurlaub!) erfüllen möchte: eine Digicam!
From: "Andus Emge" <aemge@turk-web.com>
Sent: Sunday, April 04, 2004 12:02 PM
Subject: Gruss aus der kappadokischen Nachbarschaft fürs Gästebuch
Lieber Hubert,
Grade fischte ich deine nette Seite aus dem weiten Internet. Deine schönen und
persönlichen Berichte mit all den vielen Informationen sind eine große Hilfe
für jeden, der sich dieser Gegend nähern will. Vor allem auch Deine Bilder sind
von außergewöhnlicher Qualität
Ich selbst lebe auch seit Ende der 1990'er Jahre wieder in Kappadokien, nachdem
ich schon knapp 15 Jahre vorher diese märchenhafte Gegend das erste mal
kenngelernt hatte und danach sogar meine ethnologische Dissertation über den
"Wandel im Wohnen der
Höhlen
von Göreme" geschrieben hatte und auch später dann einen
"Länder.Menschen-Abenteuer" Film für das deutsche 3.TV-Programm gemacht
hatte.
Seit 1998 wohne ich nun am oberen Rande von Göreme, das, wie Du richtig sagst,
sehr touristisch überwuchert ist. Ich habe dort mit meiner türkischen Frau
haben ein kleines Gästehaus, das wir wegen der typisch kappadokischen
Tuff-Kegelformation "Fairy Chimney" genannt haben. Ansonsten haben
wir akademische und allerlei andere Projekte laufen, wobei du auf unserer
eigenen homepage <www.fairychimney.org>
mehr über unsere Tätigkeiten erfahren kannst.
Ich selbst bin weiter kulturanthropologisch in Göreme tätig und dokumentiere
den Wandel der Region und verfolge UNESCO und
andere Programme über die Region. Auch machen wir einige kleinere Projekte, um
uns und auch anderen alternative Wege - auch für eine mögliche spätere
Einkommensgrundlage auszuprobieren. Viele unserer Projekte bewegen sich
zwischen Ethnologie, Architektur, Kunst, Musik, Geschichte und regionalen
Kooperativen zur Herstellung regionaler Güter, wie etwa dem sehr leckeren
Traubensirup "pekmez".
Ich würde mich freuen, wenn du oder auch andere einmal in Göreme bei uns
reinschauen könntet. Unser Höhlenkegel ist schon seit über 1500 besiedelt und
viele Spuren zeugen noch von der alten Heimat des heiligen Hieronymus, dessen
Mutter ja hier in diesem
alten
Teil der heutigen Ortschaft Göreme zeit ihres lebens gelebt hat. Unser
Höhlen-haus war früher einmal ein Bereich einer alten Klosteranlage und Teil
einer alten Weinfabrikationsstätte. Wir haben ein halbes dutzend
Weinkelteranlagen verschiedener Größe in unserer "Burg", wobei wir
eine davon im Oktober noch ausgiebigst nutzen, in dem wir unsere Weintrauben
nach traditioneller Art mit den Füßen austreten. Der Most landet dann meist
fifty-fifty in den großen Tonkrügen aus der Nachbartöpferstadt Avanos, wo
dieser zu Wein vergährt, und der zum anderen Teil in den großen Kupferpfannen,
in der dieser dann unter ständigem Rühren auf offenem Feuer langsam eingedickt
wird.
Wer einmal nach Göreme kommt und einen Kontrast zu dem touristisch überlaufenen
Ortzentrum haben möchte, der ist jederzeit herzlich willkommen, mal bei uns
reinzuschauen. Man kann auch gerne bei uns wohnen, aber da wir sehr sorgfältig
und aufwendig möglichst viel traditionelles mit modernen Funktionen
kombinieren, sind unsere Übernachtungspreise nicht unbedingt low budget, aber
dennoch ihres Preises wert.
Herzliche Grüße aus Göreme, Andus
............................................................................
Dr. Andus Emge, Cappadocia Academy, Güvercinlik Sokak 3/7, Aydinli Mahallesi –
Tokalilar, TR 50180 Göreme, Nevsehir, Cappadocia, Turkey
Tel. 0090.384.2712655, Fax. 0090.384.2712862, Mob. 0090.533.2507883
Anmerkung von
mir: Die Site http://www.fairychimney.org/
von Andus Emge solltest du dir unbedingt genauer anschauen, es lohnt sich. Hier
findest du viele fundierte und interessante Infos und Links. Absolut
empfehlenswert und eine tolle Informationsquelle für jeden, der ein wenig mehr
über Kappadokien wissen möchte!
Hier ein kurzer Bericht von meiner
Reise mit Arbeitskollege Peter vom 26. März bis 23. April - natürlich nach
Kappadokien!
Diesmal kam Peter, ein
Arbeitskollege von der Bahn, mit und so war ich diesmal nicht alleine
unterwegs.
Wir hatten schon im
Dezember einen Flug mit Germanwings von Stuttgart nach Istanbul gebucht, es war
mein zweiter Flug mit dem deutschen Billigflieger und wie schon letzten Herbst
eine positive Erfahrung. Pünktlich, freundliches Personal und auch 4 - 5 kg
Übergepäck (erlaubt sind 20 kg) waren kein Problem für schnelles und
reibungsloses einchecken in Stuttgart. Bordservice gibt es nur gegen Bezahlung
aber die Preise sind mehr als okay - jedenfalls wenn du mit einem Ticket um 29
Euro unterwegs bist!
Ein angenehmer Flug fand einen guten Abschluss
mit einem buchstäblich überpünktlichen Anflug auf den neuen Flughafen (auf der
asiatischen Seite) der in der Nacht toll beleuchteten Millionenstadt auf 2
Kontinenten und einer schnellen Zollabfertigung (inkl. Visa für Österreicher)
und Gepäckausgabe.
Obwohl es auch für diesen Flug (Ankunft 2 Uhr
20) eine Busanbindung ins Stadtzentrum geben soll wäre es jetzt wohl doch noch
etwas ungemütlich geworden. Was macht man um 3 oder 4 Uhr früh in Istanbul? Ich
fürchte, dass sogar die
unzähligen Überlandbusse,
die Istanbul jeden Tag Richtung Osten verlassen zu dieser Zeit gerade eine
Pause machen – was die Abfahrt in Istanbul anbelangt. Eine Zugverbindung gibt
es zu dieser Zeit jedenfalls nicht.
So ist es schon eine tolle Sache, Freunde zu
haben, die auf der asiatischen Seite wohnen und mitten in der Nacht aufstehen
(oder wie Manfred es tat erst gar nicht ins Bett gehen) um zu dieser (Un)Zeit
am Flughafen zu sein.
Das war ein echt herzliches Willkommen von
Manfred!! und so ging es bald total flott auf autoleeren Straßen (sehr
ungewöhnlich für Istanbul) zur Wohnung von Manfred u. Debrah.
Nach kurzem aber gutem Schlaf und einem super
Frühstück ging es dann langsam mit Bus/Schiff/Bus zum großen Atatürk Flughafen
auf der europäischen Seite von wo wir um 15 Uhr weiter nach Kayseri
weiterflogen. Davor zeigte uns Manfred noch seinen Arbeitsplatz und wir
genossen echt türkische Gastfreundschaft bei Manfred u. Debrah (ein
deutsch/kanadisches Paar)! Auch das Ticket für den Flug mit Onur nach Kayseri
hatte uns Manfred schon besorgt.
Es war mein erster Inlandflug in der Türkei aber wahrscheinlich
nicht der letzte. So waren wir schon am späten Nachmittag in Kayseri und nach
dem uns der Taxifahrer auf dem Weg zum Busbahnhof ein akzeptables Angebot
machte uns den ganzen Weg bis nach Ortahisar zu fahren auch bald in
Kappadokien. (Flug Istanbul - Kayseri 50 Euro pro Person, Taxifahrt Flughafen
Kayseri - Ortahisar 40 Euro (oder 20 für Peter und mich).
Dass man Taxikosten teilen kann ist nicht der
einzige Vorteil wenn man nicht alleine unterwegs ist. Das wusste ich schon
bisher aber es ist mir wohl noch nie so bewusst geworden wie auf dieser
Reise. So ist es schon eine beruhigende Sache (sogar in der Türkei), wenn
man sein Gepäck bei seinem Freund lässt, während man am Flughafen, Busbahnhof
oder sonstwo sich ein wenig herumschaut oder was zu erledigen hat. Es ist eine
echte Erleichterung – bei meinem Reisegepäck im buchstäblichen Sinne
Man kommt natürlich auch mit dem
Bus billiger von Kayseri nach Kappadokien. In unserem Fall hätten wir
wahrscheinlich aber trotzdem 2 (natürlich viel kürzere) Taxifahrten gemacht, in
Kayseri bis zum Busbahnhof und (wahrscheinlich) von Ürgüp, Göreme oder
Nevsehir nach Ortahisar, da mit den Bus- u. Dolmusfahrten ins "Dorf"
schon relativ früh am Abend Schluss ist. Übrigens, die Taxifahrt von
Kayseri nach Ürgüp war rasant (eine ideale Strecke um aufs Tempo zu drücken)
auf einer
neuerbauten Strasse. Man
erreicht Kappadokien so um einiges schneller aber der landschaftliche Reiz ist
nicht so groß wie auf der wunderschönen alten Strecke über Incesu und Basdere.
Für viele ist es überraschend, dass es in
Kappadokien Ende März/Anfang April vor allem noch recht kalte Nächte geben
kann. Auch wir hatten noch Gelegenheit zu heizen. Obwohl es mit ein wenig
Arbeit verbunden ist genieße ich immer das knisternde Ofenfeuer in Ortahisar.
Seine Wärme scheint mir einfach
"wärmer" zu sein und meine Fußbodenheizung in Österreich kann da
nicht mithalten! Das Wetter ist in dieser Jahreszeit noch nicht so todsicher
schön wie in den Sommermonaten. Trotzdem, du bist wohl ein ausgesprochener
Pechvogel wenn du 2 oder 3 Tage die Sonne in Kappadokien überhaupt nicht
siehst.
Unser erster Urlaubstag in Ortahisar war ein
Sonntag (in der Türkei Wahlsonntag , landesweite Bürgermeisterwahlen) aber
Peter und ich haben trotzdem mehrere Stunden mit Putzarbeiten verbracht. Schon
am nächsten Morgen erwarteten wir nämlich Ali und Barbara, die mich mit ihrer
Hochzeitsreise beehrten!
Ein Nachteil der Romantik in Kappadokien ist,
dass kaum etwas so steril sauber ist (auch ein knisterndes Ofen- oder
Kaminfeuer trägt dazu bei). Zweifellos ist mehr Staub in der Luft als in meiner
österreichischen Heimat
der bei offenem Fenster
und entsprechendem Wind sich auch am falschen Platz niederlässt. In Vorarlberg
gibt es viel grüne Wiesen und Asphalt, in Kappadokien meist umgegrabene Felder
und statt Asphalt oft Erde. Da kann es auch für einen Fotografen bei windigem
Wetter mal schwierig sein das Objektiv zu wechseln
Stichwort fotografieren: Peter und ich hatten
uns beide gerade noch rechtzeitig für den Urlaub eine Digitalkamera gekauft,
die erste für uns beide. Peter eine sehr gute, die Sony f828 mit einem (gerade
für Kappadokien – aus oben genanntem Grund) sehr nützlichen Brennweitenbereich
von 28 – 200 mm (entspr. KB).Ich schätze diesen Zoombereich sehr und nur selten
(dann meist für Tieraufnahmen) würde ich mir noch ein stärkeres Tele wünschen
Ich hatte mir ebenfalls kurz vor der Abreise
meinen ersten digitalen Fotoapparat gekauft, die Canon IXUS 400. Ich war von
beiden Modellen begeistert, meine kleine Canon passt buchstäblich in jede
Westentasche und war deshalb auch fast überall dabei. Die Sony von Peter ist
alles andere als kompakt aber es ist eine absolute Freude damit zu
fotografieren und
diese Kamera ist wohl in
jeder Hinsicht so gut (und manchmal besser) als meine analoge Spiegelreflex,
mal die ( zugegeben nicht so unbedeutend) viel schwierigere Bildbeurteilung
(und-komposition) durch den elektronischen Sucher oder das LCD-Display
ausgenommen. Allerdings gibt es in der Preisklasse der
Sony auch schon eine
digitale SLR wo selbst dieser Nachteil wegfällt. Und es gibt eine Menge
Vorteile wenn du digital fotografierst!
Von den vielen Vorteilen ist für mich der größte,
dass du sofort kontrollieren kannst ob das Bild auch so geworden ist wie du es
dir dachtest. Falls du nicht zufrieden bist kannst du es wiederholen und sogar
mit verschiedenen Einstellungen experimentieren. Das kostet nicht mehr die Welt
– eigentlich nichts außer dem Energieverbrauch der Batterie und ein wenig Zeit.
Du kannst also wirklich schnell durch
Ausprobieren einiges lernen – in der analogen Fotografie kostet das viel an
Zeit, Mühe und Geld. Bei dir besonders wichtigen
Aufnahmen brauchst du keine
Angst mehr zu haben, dass der Film auf dem Weg zur Entwicklung (oder zurück)
verloren gehen könnte oder sonst irgendwie beschädigt (Dias mit Kratzern habe
ich nicht nur einmal zurückbekommen).
Auf dem Bild oben rechts Peter mit seiner
„herkömmlichen“ Nikon am Bahnhof in Bukarest, auf dem kleinen Bild links seine
neue Digitalkamera.
Ganz ehrlich, umso mehr ich Abstand gewinne
und über unseren gemeinsamen „Urlaub“ nachdenke muss ich Peter bewundern. Ich
durfte fast die ganze Zeit mit seiner neuen Kamera fotografieren, er selbst
benutzte meist seine „alte“. (Obwohl ich ja auch noch meine „Neue“, die kleine
Canon Ixus hatte!)
Und er hatte sich schon vor der Abreise
entschlossen mir bei der Gartenarbeit zu helfen – er brachte gleich seinen
Arbeitsoverall aus Österreich mit!
Diese Absicht hat Peter auch viel mehr als
ich mir erwartet hatte (ja, ich gebe zu, dass ich schon ein wenig damit
rechnete, dass er mir ab und zu mal hilft) in die Tat umgesetzt. Peter hat
wahrscheinlich viel mehr gearbeitet als ich - weil ich einfach zu oft seinen
Fotoapparat in der Hand hatte! 
Die Gärten dürften für meinen Besuch nicht in
jeder Hinsicht von Vorteil sein (jedenfalls im Frühjahr – in der Erntezeit ist
die Bilanz vielleicht ausgeglichener). Offen gesagt bin ich selbst ein wenig
überrascht wie viel verschiedene Arbeitsmöglichkeiten diese kleinen Obstgärten
anbieten.
Und ich beginne langsam zu verstehen, dass
man hier noch keinem einheimischen Jogger oder sonstigem Freizeitsportler
begegnet. Körperliche Betätigung gibt es hier noch überall. Für mich ist die
Arbeit im Freien ein schöner Ausgleich zu meinem Beruf in Österreich und da ich
jedes Jahr meist 2x in Kappadokien bin und – wenn Gott es will – noch oft dort
sein werde habe ich auch nie das typische Gefühl eines Touristen noch dies oder
jenes unbedingt sehen zu müssen.
Peter scheint aber auch nichts gegen Arbeit
zu haben und außerdem noch einmal kommen zu wollen –sonst hätte ich im
Nachhinein wirklich ein
schlechtes Gewissen – denn er sagte nie dass er Zelve, Göreme oder eine
unterirdische Stadt noch sehen muss und hat am Ende diese Sehenswürdigkeiten
diesmal auch wirklich nicht gesehen.
Wahrscheinlich haben wir in mehr als 3 Wochen
Kappadokien weniger gesehen als manch anderer Besucher in 2 oder 3 Tagen. Doch
denke ich, dass Peter trotzdem einiges von meinem Traumland mitbekam und wohl
doch mehr „erlebt“ hat als der „Nur“tourist. So waren wir einige Male beim
Friseur um uns rasieren zu lassen (natürlich einmal auch die Haare schneiden),
mit meinem Maultier beim „Schuhmacher“, haben zusammen mit Einheimischen
gearbeitet und gegessen, den Frauen in der Nachbarschaft beim Brotbacken
zugeschaut, Holz gemacht und Mist ausgeführt, beim Baumfällen ein Vogelgrab
gefunden...
Hier auf dem Foto siehst du einen Hufschmied
bei seiner Arbeit, mein Freund Garip muss allerdings nicht so lange auf neues
„Schuhzeug“ warten wie dieser arme Esel im Bild unten.
Ich denke auch Ali und Barbara hatten eine
außergewöhnliche Hochzeitsreise. Sie haben auch für uns gekocht (das machen
wohl die wenigsten Leute
in der Flitterwoche für sich selbst) und im Garten umgegraben. Ja, ich bin wohl
ein Glückspilz solche
Besucher zu haben!
Die kleine Küche, die erst letztes Jahr im
Herbst fertig wurde hat sich schon gut bewährt. Mittags waren wir aber meist in
einem winzigen Lokal ganz in der Nähe „auswärts“ essen. Das kann man in
Ortahisar (und fast überall in der Türkei) sehr gut und preiswert. Auch die
beiden Duschen (ebenfalls ganz neu!) sind eine tolle Sache und haben
ausreichend heißes Wasser wenn die Sonne
scheint. Aber die lässt dich selten im Stich in Kappadokien! Im Nachhinein
wundere ich mich schon ein wenig, wie gut ich ohne diese Dinge jahrelang
ausgekommen bin.
Randbemerkung für Freunde und Besucher:
Leute, die mich in Zukunft besuchen müssen sich nicht mehr auf so spartanische
Verhältnisse wie bisher einstellen. Ich scheine dagegen immer mehr Arbeit in
meiner „Landwirtschaft“ zu finden und kann
mich oft nicht so um meinen Besuch kümmern wie ich es möchte. Oft sollte
ich eben auch etwas tun aber du könntest ja wie Peter manchmal mitkommen.
(Arbeitskleidung muss man aber nicht unbedingt mitbringen!)
Übrigens, die Gärten
liegen alle wunderschön, für mich jedenfalls.
Und ganz offen gesagt: Ich denke, dass
weniger oft viel mehr ist. So habe ich auch kein allzu schlechtes Gewissen
meinen Besuchern gegenüber. Denn ich bezweifle, ob du überhaupt wirklich etwas
gesehen hast, wenn du in 2 oder 3 Tagen Kappadokien „machen“ willst. Vielleicht
hast du so tatsächlich einiges „gesehen“ aber sicher nichts erlebt oder Land
und Leute kennen gelernt.
So bilde ich mir ein, dass
Peter einen eine tieferen und besseren Eindruck von Kappadokien und seinen
Menschen gewonnen hat als wenn er alle „Hauptsehenswürdigkeiten“ gesehen hätte
Der jetzige Bürgermeister von Ortahisar (er
ist am ersten Sonntag unseres Urlaubs bei den landesweiten Bürgermeisterwahlen
auch wiedergewählt worden) wird von den meisten Leuten sehr gelobt, weil im Ort
eine Menge geschieht. Und ich finde eigentlich auch, dass das Dorf – jedenfalls
was das Zentrum
betrifft – immer schöner
und gepflegter wird.
Viele Straßen und Gassen werden gepflastert
und an einem Ort mit sehr schönem Blick auf das „Kale“, den Burgfelsen von
Ortahisar, ist sogar ein Park entstanden, der von den Einheimischen im Sommer
wohl gut angenommen wird.
Für mich etwas überraschend, da viele
Familien nicht nur ein sondern sogar mehrere Gärten haben und man auch dort ein
Picknick im Freien machen könnte. Aber vielleicht unterschätze ich da wieder
die türkische Geselligkeit. Außerdem ist der Park schön gelegen und nahe. Auf
dem Foto der Blick vom Park auf „Kale“ und Erciyes.
Was man sich aber noch wünschen könnte ist,
dass nicht nur das kleine Ortszentrum „aufgeräumt“ ausschaut und sauber
gehalten wird. Ich finde
(und nicht nur ich – auch viele andere Besucher), dass die kleinen wilden
„Mülldeponien“ ein echtes Minus sind und Eindruck und Erinnerung von dem sonst
wirklich schönen Dorf etwas drüben. Diese Dinge
sieht zwar nicht jeder der
ein paar Stunden Ortahisar einen Besuch abstattet.
Aber kaum einer der mehrere Tage bleibt kommt
an dem überall weggeworfenen Müll vorbei (oder nicht vorbei). Schade – und das
meine nicht nur ich.
Trotzdem, ich denke aussichtslos ist die
Situation nicht. Einiges hat sich in dieser Richtung ja schon getan die letzten
Jahre aber ich denke es könnte noch mehr sein. Ich habe mir jedenfalls
vorgenommen das Müllproblem (ist natürlich nicht nur auf Ortahisar beschränkt)
immer wieder mal anzusprechen bei
der häufig gestellten
Frage „Wie gefällt dir Kappadokien (oder die Türkei)?
Einige Leute haben in diesem wunderbaren Land
sicher Probleme mit den örtlichen Zuständen. Dazu zählen sensible Menschen (ich
selbst gehöre wohl auch dazu) in Bezug auf Umwelt und dem Umgang mit Tieren.
So ist mir bis heute ein Rätsel warum kaum
ein Bauer seine Tiere tagsüber aus dem Stall holt. Und die Ställe in
Kappadokien sind meist finster – oft aus dem Felsen gehauen und ohne Fenster
(das Licht auf dem Bild mit den Schafen ist Blitzlicht). Ich bin nicht jemand
der von Viehzucht und Viehhaltung viel versteht. Nur denke ich, dass auch Esel
und Rindvieh Lebewesen sind und wahrscheinlich in mancher Hinsicht ähnlich
empfinden wie wir. Ich meine dass sie auch gerne Tageslicht sehen und Sonne und
frische Luft auch ihnen gut tut.
Leider ist die Zeit wie immer in Ortahisar
viel zu schnell verronnen. Nicht alles gefällt mir dort aber es zieht mich
immer wieder dorthin. Die Landschaft, die Menschen...
Oft werde ich gefragt wann die beste Zeit
ist um Kappadokien zu besuchen.
Ich
weiss es wirklich nicht. Ich war schon zu jeder Jahreszeit dort und es hat mir
bisher immer gefallen
Ich wüsste nicht zu welcher Zeit du dort nicht
hingehen solltest. Vielleicht von Dezember bis Februar? Zugegeben, im Winter
war ich erst einmal dort (3 Wochen im Februar) und da hatte es Schnee und
kaltes, schönes Wetter. Und Kappadokien unter einer Schneedecke ist schön!
Besonders Ortahisar, das weniger als manch
anderer Ort vom Tourismus lebt ist zu keiner Jahreszeit ausgestorben und hat
(jedenfalls mir) immer etwas zu bieten. (Obstbau, Ein- u. Auslageru
ng der Zitronen,
Kartoffeln usw in unzähligen unterirdischen Depots, Frauen die mit Handarbeiten
beschäftigt sind...).
Auch Teppichknüpfen war in Kappadokien einmal
eine typische Frauen- und Heimarbeit ist aber heute in den Häusern praktisch
nicht mehr zu sehen. Jedenfalls habe ich es in Ortahisar erst einmal gesehen
(an einem Winterabend!).
Schade, dass die Wochen in Kappadokien wie
immer so schnell vergehen. Die Uhr scheint für mich hier schneller zu ticken
als sonst wo.
Obwohl ich die letzten Jahre relativ wenig
bewusst unternehme um Neues zu
entdecken vergeht kein
Aufenthalt wo ich nicht unerwartete, neue Eindrücke gewinne.
Etwa ein kleines, verstecktes Tal mit
Nadelbäumen und Vegetation die mich an meine österreichische Heimat erinnert,
eine Begegnung mit einem alten Menschen wo ich ganz nebenbei etwas erfahre vom
Leben hier vor 2 oder 3 Generationen, oder...
Es war das erste Mal dass ich eine
Digitalkamera hatte und die Möglichkeiten damit begeistern mich. So habe ich
auch ab und zu die Videofunktion benutzt, gelegentlich eine schöne Sache.
Leider brauchen diese kleinen Filmchen viel Speicherplatz und so gibt es leider
davon auf dieser Homepage nichts.
Die Möglichkeit viele Fotos zu machen ohne
das Budget besonders zu strapazieren habe ich – glaube ich - gut ausgenützt.
Andere Dinge noch nicht. So kann man die Digicam als „Diktiergerät“ benutzen,
also gleich einen Kommentar zum Foto sprechen. Für die Verwirklichung meiner alten
Idee Freunden ein paar Wanderungen zu beschreiben (damit sie auch ohne mich ans
Ziel kommen) ist das mal schon eine ganz gute Voraussetzung und Erleichterung -
bei meiner Trägheit Papier und Stift zu gebrauchen.
Vielleicht diesen
Herbst
Für die Rückreise hatten wir uns entschlossen
den Zug zu benutzen. Das war für Peter und mich keine so abwegige Option, da
wir beide bei der Bahn arbeiten und 1 x im Jahr eine Freifahrt haben.
Peter war in Rumänien, Bulgarien und der
Türkei auch noch nie mit dem Zug
unterwegs und deshalb
daran nicht uninteressiert. Wenn wir allerdings einen supergünstigen Rückflug
bekommen hätten wäre die Zugfahrt trotzdem nicht zustande gekommen (oder
verschoben worden).
Fast immer wenn ich in der Türkei bin besuche
ich Freunde in Mugla. So sind wir auch diesmal nicht direkt nach Istanbul
gefahren sondern haben stattdessen von Ortahisar einen Bus nach Mugla genommen.
Die Busfahrt war nicht gerade kurz (14
Stunden) und mit Nevtur, nicht die Busgesellschaft die ich wähle wenn ich wählen
kann. Direkt von Ortahisar nach Mugla fuhr aber nur Nevtur und so mussten wir uns (nicht unerwartet)
mit einem vergleichsweise mäßigen Bordservice und einer langen Fahrzeit
arrangieren.
Als der Busfahrer im
letzten Abschnitt sich während der Fahrt ab und zu eine Zigarette erlaubte
wurde mein Entschluss fester, nächstes Mal wieder eine Alternative zu suchen
(wie den Bus von Kent ab Göreme).
Eine gute Seite hat der Umweg über Aydin aber
auch (Kent fährt
direkt von Denizli über
Kale und ist natürlich schneller). Die Fahrt von Aydin nach Mugla ist
landschaftlich schön und führt auf einem Abschnitt durch eine märchenhafte
Landschaft mit außergewöhnlichen Felsformationen.
Obwohl ich von Kappadokien – was
beeindruckende Landschaft anbelangt – schon ein wenig verwöhnt bin gefällt mir
dieser Streckenabschnitt immer wieder! Und diesmal waren die bizarren Steine im
Morgennebel besonders schön, leider hat mein Freund Peter zu der Zeit gerade
tief geschlafen (das kann Peter sogar im Bus!) und nichts davon gesehen.
Da unsere Busgesellschaft
an diesem Tag (oder in dieser Nacht) auch beim Wischen der Fenster gespart
hatte gab ich das sowieso nicht leichte Unterfangen aus dem fahrenden Bus diese
tolle Stimmung mit Fotos einzufangen auf.
Mich zieht es immer wieder nach Mugla wegen
meinen Freunden und Glaubensgeschwistern dort. Aber ich bin auch sonst immer
wieder von dieser interessanten Stadt beeindruckt. Es ist selten, dass modernes
und traditionelles Leben so nah beieinander ist. Die relativ kleine
Provinzhauptstadt hat eine Uni mit sehr vielen Studenten und manches in der
Stadt macht auch ohne Touristen einen modernen (und europäischen) Eindruck.
Dann gibt es eine wunderschöne Altstadt mit engen Gassen und noch oft
traditionellem Leben. Auch altes Handwerk findet man noch manchmal wie einen
Korbflechter und seine Erzeugnisse. Leider schaffe ich es zu selten mehr als 1
oder 2 Tage dort zu verbringen, diesmal waren es gerade mal 12 Stunden.
Am Abend mussten wir
schon wieder weiter nach Istanbul, denn der 21. April war der allerletzte
Termin um in Istanbul um 22 Uhr in den
Zug Richtung Heimat
einzusteigen. Am 24. musste ich wieder arbeiten.
Trotzdem hatte sich der Abstecher nach Mugla
gelohnt. Wir haben uns dort auch noch mal mit Ali und Barbara treffen können,
die in Izmir wohnen, etwa 3 Stunden mit dem Bus von Mugla. Und es gab ein
völlig unerwartetes und „zufälliges“ Wiedersehen mit Joachim, einem alten
Freund.
Dieter
und Claudia waren an diesem Tag auf dem Bau, sie haben sich in der Altstadt ein
wunderschönes altes Haus gekauft. Leider auch so renovierungsbedürftig wie es
mein Haus in Ortahisar war. Zum Glück versteht Dieter im Gegensatz zu mir als
Handwerksmeister aber etwas von der Sache und kann vieles selber machen. Sieben
Jahre wie bei mir sollte die Fertigstellung ja auch nicht dauern! Vielen Dank,
Dieter für deine geduldige und tolle Führung durch euer abenteuerliches und
schon jetzt sehenswertes Haus. Auf dem Bild rechts unten: Die Decke von einem
Zimmer. Haben die Leute früher nicht schöner gewohnt?
Die Fahrt nach Istanbul
war keine schlimme Sache (so wie viele sich eine Nachtfahrt mit dem Bus
vorstellen).
Ein
gutes Rezept für einigermaßen gesunden Schlaf: 2 Nachtfahrten hintereinander
und einen erlebnisreichen Tag dazwischen.
So
kamen wir relativ ausgeschlafen am Morgen in Istanbul an und stiegen im
kleineren Busbahnhof Harem auf der asiatischen Seite aus. Da waren es nur noch
ein paar Meter zur Fähre die uns direkt nach Sirkeci brachte, wo auch unser Zug
am Abend abfahren sollte.
Unsere
erste Arbeit war eine Bleibe für unser Gepäck zu finden, das wir nicht den
ganzen Tag mit uns schleppen konnten. Scheinbar gibt es in diesem Bahnhof mit
großer Vergangenheit keine offizielle Gepäcksaufbewahrungsmöglichkeit mehr aber
wir waren immerhin noch in der Türkei und da ist man kaum einmal richtig
aufgeschmissen...
Bald war ein Mann zur
Stelle der sich stolz mit einem Ausweis als TCDD-Mitarbeiter (TCDD für
türkische Eisenbahn) auswies und uns seine Dienste anbot. Der Preis dafür war
schon auf europäischem Niveau und forderte fast zum Handeln heraus.
Viel
Preisnachlass gab es aber nicht obwohl sogar ein Passant uns unterstützte und
meinte, dass wir ja Kollegen wären ...
(Dass
wir Eisenbahner sind hatte ich im Verhandlungsverlauf erwähnt.) Aber es war
wohl zu offensichtlich, dass wir unser Gepäck hier lassen würden und ihm das
Geschäft kaum
entgehen würde.
Etwas Rabatt gab es trotzdem mit der
Bedingung, dass wir spätestens um 20 Uhr wieder da sind.
Der
Tag in Istanbul war leicht regnerisch. Nicht das erste Mal erlebte ich den
einzigen Regentag eines Türkeiurlaubs in dieser Stadt.
Aber
allzu schlimm war es nicht und wir waren die meiste Zeit sowieso irgendwo
„drinnen“, in einem Buchladen oder im Bazar. In dieser Stadt gibt es neben
vielen großen Sehenswürdigkeiten auch sonst viel interessantes zu sehen und
beim „Windowshopping“ und Beobachten des lebhaften Treibens in den
Einkaufsgassen verging die Zeit sehr schnell.
Am Abend hatten wir zwar
keine der berühmten Sehenswürdigkeiten von Istanbul gesehen aber es war
trotzdem kein langweiliger Tag. Und dazu mussten wir nicht sehr weit laufen!
Wir waren wie abgemacht
noch vor 8 Uhr am Bahnhof und der Mann mit unserem Gepäck wartete schon auf
uns. So hatten wir noch jede Menge Zeit um für die Reise Proviant einzukaufen
und den Bahnhof ein wenig anzuschauen.
Dabei
kommt man aber um den Eindruck nicht herum, dass der "Gar" schon
bessere Zeiten gesehen hat und hier einmal mehr (und wahrscheinlich noblere)
Reisende auf einen abfahrenden Zug warteten. An unserem Abend machte er einen
ziemlich verlassenen Eindruck, im immer noch edel ausschauenden Restaurant
waren kaum mehr als eine Handvoll Gäste und auch auf dem Bahnsteig wo unser Zug
abfuhr konnte man die Leute zählen.
Wir hatten Plätze im
Liegewagen reserviert und blieben - keine Überraschung - in unserem Abteil
allein. Etwa eine halbe Stunde lohnt es sich noch wach zu bleiben und aus
dem Fenster zu schauen. Ein Vorteil von Bahnhöfen ist, dass sie
meist direkt
im Stadtzentrum liegen und
in Istanbul ist es auch so.
So
nahm unsere Heimfahrt mit dem Zug einen guten Anfang und es gab auch später nur
positive Überraschungen.
Die
Zoll- u. Grenzkontrollen waren diesmal sogar an der bulgarisch/rumänischen
Grenze seriös.
Nicht
mal an dieser für mich bisher ominösen Grenze gab es eine - auch nur
angedeutete - Aufforderung etwas Geld liegen zu lassen.
Auch
die Grenzaufenthalte hielten sich in einem (fast) akzeptablen Rahmen. Sicher
bleibt immer noch sehr viel Zeit liegen aber zum ersten Mal wurde der Fahrplan
eingehalten und wir kamen pünktlich in Bukarest an. So versäumte ich erstmals
den Anschlusszug nicht und kam ganz planmäßig nach 47 Stunden in Dornbirn an,
für Peter war die Reise 15 Minuten früher in Feldkirch zu Ende.
Nicht für jedermann (oder
jede Frau) ist so eine Reise mit dem Zug, für mich aber wohl jedes Jahr einmal
wert darüber nachzudenken.
Etwas
gespalten bin ich aber schon, denn ich bin sehr gerne in Kappadokien und die
Zugfahrt dauert 2 volle Tage, die beiden Nächte rechne ich nicht, denn zuhause
schlafe ich auch. Diese Zeiten beziehen sich auf Istanbul und eine einfache
Fahrt. Für eine Reise mit Zug und Bus (Istanbul – Kappadokien oder Ankara –
Kappadokien mit Bus) hin- und zurück braucht man eine Woche.
Ob
ich schon wieder eine Reise in die Türkei plane? Am 25. August, diesmal aber wieder mit dem Flugzeug. Es soll mein
längster Urlaub und Aufenthalt in meinem Lieblingsland bisher überhaupt werden
– 3 Monate. (2 Monate davon sind unbezahlter Urlaub)
Auf
dem Bild oben siehst du eine Art Rumpelkammer in einem alten, verlassenen Haus
in Ortahisar.
Dieses Foto hat für mich
leider auch eine (mich etwas traurig stimmende) Symbolkraft. Die Gegenstände
die hier zu sehen und für mich immer noch ein Teil von Kappadokien sind landen
immer öfter in einem Abstellraum.
Das
traditionelle kappadokische Haus, verlassen und für eine modernere Wohnung im
neueren Ortsteil getauscht, wartet auf einen Käufer aus Istanbul, Ankara oder
(wahrscheinlicher weil er meist noch mehr bezahlt) einen ausländischen
Touristen.
Pferd
und Esel (oder Maultier) werden vom Traktor ersetzt (wenn überhaupt) und so
sind auch die alten Gerätschaften nutzlos oder bestenfalls für den
Antiquitätenhändler – oder Touristen wie mich interessant.
Diese
oft faszinierenden Dinge (Eine Gruppe Frauen beim Brotbacken, beim Handarbeiten
vor dem Haus oder Esel und Pferdegespann gibt es noch, aber wie lange?
Vielleicht sollte ich mir doch bald auch eine Videokamera zulegen, um diese
Dinge einmal auch „live“ in Ton und Bild als Erinnerung zu haben.
Hallo Hubert,
hey, deine Aufenthalte in Kappadokien werden ja immer länger. Wenn das so
weitergeht, dann schaffen wir es ja doch noch einmal zusammen unter den Bäumen
im Teehaus zu sitzen. Aber dieses Jahr wird es vermutlich nix mehr. Als ich mal
wieder dein Gästebuch angesehen hab, bin ich über deine Bemerkung zum
(alltags)kulturellen Wandel in Kappadokien gestoßen. Ich habe dabei gleich an
ein Buch gedacht auf das ich vor kurzem gestoßen bin. "Brunnen der
Wüste" oder "Arabian Sand" von Wilfred Thesiger. Er bescheibt Reisen in den 40ern durch die
arabische Halbinsel. Vielleicht ist das ja auch was für dich. Wünsch Dir ab und
zu mal einen richtigen Regen!
Gerade sind Freunde von un in der Türkei. Bin schon gespannt ob es ihnen auch
so gefällt wie uns. Er ist Türke und hat sicher einen anderen Blick wie wir.
Und spätestens sobald wir wieder einmal Göreme für einen Urlaub ins Auge fassen
wirst du wieder was von uns hören.
Und Grüße von Renate ans Muli! + grüßle martin
2004-06-04
Mein
bisher längster Türkeiaufenthalt (3 Monate) vom 25. August bis 25. November
2004
Nachdem ich schon lange
von einem mehrmonatigen Türkeiaufenthalt geträumt hatte ist mein Traum dieses
Jahr Ende August ein Stück weit Wirklichkeit geworden. Ich habe September und
Oktober unbezahlten Urlaub bekommen und die restliche Zeit im August und
November nahm ich Zeitausgleich und „normalen“ Urlaub.
So
war es schon ein besonderes Gefühl als ich am 25. August spät abends in der
Maschine von Germanwings neben einem
Freund – am Flughafen
getroffen - saß und 3 Monate Türkei vor mir hatte. Den deutschen Billigflieger
kann ich nur empfehlen – immer pünktlich und professionelle Abfertigung vor und
nach dem Flug.
Hier
noch ein super Link dazu: www.flughammer.de.
Ist eine tolle Hilfe für die Reiseplanung und um mühelos wirklich billige Flüge
zu finden!
Mein
erstes Ziel war wie so oft Mugla. Obwohl dieser Abstecher zu Freunden im
Südwesten der Türkei meine Zeit im Bus nach Kappadokien verdoppelt ist er schon
fast Tradition.
Ich
hatte ein wenig Angst, dass die Ankunft in Istanbul um 2 Uhr 35 in der Nacht
ungemütlich sein könnte wenn kein Freund am Flughafen wartet bei dem man dann
ausschlafen kann - wie im Frühjahr!
Allerdings
lief dann alles ganz gut. Ein Flughafenbus wartet auf die beiden Flüge von
Germanwings aus Stuttgart und Köln und bringt die Passagiere in die Stadt oder
mich nach Harem (Busbahnhof auf der asiatischen Seite). Dort musste ich nicht
lange auf einen Bus nach Izmir warten Die gleiche Erfahrung machte Peter 2
Monate später mit einem Bus nach Ankara. Die Weiterfahrt von Izmir nach Mugla
(oder von Ankara nach Kappadokien) ist kein Problem.
Immer wieder haben Leute
Fragen zu so langen Busfahrten (10 – 12 Stunden). Ich kann nur sagen, dass ich
seit der Einführung des Rauchverbots im Bus auch längere Fahrten meist genieße.
Schon
seit Jahren wird mit vernünftiger Geschwindigkeit gefahren, nach etwa 3 Stunden
Fahrt gibt es eine ½ stündige Pause an einer Raststätte (wo man u. a. essen,
trinken, telefonieren, auf ein WC gehen und einkaufen kann) und es gibt je nach
Gesellschaft auch an Bord ein mehr oder weniger gutes Service.
Das
alles zu einem sehr günstigen Preis - jedenfalls für Westeuropäer - z.B. von
Istanbul nach Kappadokien kostet die Fahrt nicht viel mehr als 15 Euro.
Nur
die primitiven Action- u. Gewaltvideos, die bei einer Nachtfahrt in den
Abendstunden von wirklich jeder mir bekannten Busgesellschaft dem
Fahrgast zugemutet werden trüben etwas meine Begeisterung für dieses
Verkehrsmittel. Dass dieses Angebot den Geschmack der Mehrheit der Passagiere
treffen soll bleibt für mich eines der Geheimnisse, die dieses Land auch nach
10 Jahren für mich hat.
Bei der Fahrt am Tag
bleibt der Video dem Fahrgast erspart und so kam ich am späten Nachmittag ohne
Zwangsbeglückung in Mugla an.
Diese
kleine Provinzhauptstadt bleibt für mich ein Ort den ich gerne besuche. Wenn du
dir die anderen Seiten dieser Homepage
ansiehst (z.B. Ein etwas anderer Urlaub)
erfährst du auch warum. Meine Freunde in dieser Stadt sind aber der
Grund warum ich praktisch bei jeder Türkeifahrt einmal dort bin.
Diesmal
konnte ich nur eine Nacht und einen Tag bleiben da ich gleich zu Beginn meines
Urlaubs in Ortahisar Besuch erwartete. Aber wie jedes Mal hat sich auch ein
kurzer Tag in Mugla gelohnt – diesmal war in einem der Gästehäuser von meinen
Freunden gerade eine Gruppe aus Österreich!
Am
Abend ging es mit Nachtbus (und Videobelästigung) weiter nach Kappadokien.
Ein
Nachteil von meinem romantischen alten Haus in Kappadokien ist, dass nach
einigen Monaten - auch wenn verschlossen und unbenutzt - gründliches
Staubabwischen (bzw. –saugen) angesagt ist. Wie alles hat auch Romantik einen
Preis! So verbringe ich meist
mehrere Stunden vor einem
Gästeempfang mit Reinigungsarbeiten aber da ich mich immer auf Besucher freue
ist das halb so schlimm.
Da
Türken weniger Wert auf Ordnung und Sauberkeit im Hof, auf der Terrasse oder
rund ums Haus (kurz: außerhalb von geschlossenen Räumen) legen als Mittel- oder
Westeuropäer verringert den Aufwand nicht obwohl mir da Zübeyde fast immer
verständnisvoll und fleißig hilft.
Zübeyde
und Arif sind das Ehepaar rechts auf dem Foto und leben mit ihren Kindern
Müslüm und Yasemin im „neueren“ (ist aber vielleicht auch schon 30 oder 40
Jahre alt) Teil des Hauses. Den kleinen Hof, die Terrasse und die beiden
Hauseingänge (unten und oben) benutzen wir gemeinsam.
Trotz
der zusätzlichen Arbeit freut mich Besuch. Diesmal kam Eugen – wir kennen uns
schon seit unserer Schulzeit – mit seiner Familie für einige Tage. Sie machten
übrigens auch eine Ballonfahrt und waren begeistert. Für unsere Verhältnisse
ist es sehr preiswert (etwa 100 Euro) und es gibt wohl kaum eine interessantere
Landschaft dafür als Kappadokien. Ich hab mir diesen Spaß allerdings noch nicht
geleistet. Für mich gibt es immer noch zu viel vom Boden aus zu entdecken!
Leider
nur sehr kurz war der Besuch von Manfred und Debrah und ihren Freunden aus
Deutschland. Sie wollten noch mehr von der Türkei sehen und ihr nächstes Ziel
war der heiße Südosten.
Obwohl ich nicht deshalb
meinen ganzen Urlaub in der Türkei verbringe weil ich Land und Leute nicht mag
ist es doch manchmal schön in der Muttersprache „Klartext“ reden und dabei
davon ausgehen zu können, dass die Empfindungen des anderen nicht allzu
verschieden von den eigenen sind.
Ja,
nach so viel Jahren Türkei hat das Land immer noch Überraschungen für mich
bereit und die unzähligen kulturellen Unterschiede kenne ich wohl noch nicht
gut genug um nicht immer wieder mal neu erstaunt zu sein.
Was
mich oft verwundert sind unerwartete Frei- (oder/und Ungleichheiten) für den
Mann. Ich habe da wohl noch lange nicht ausgelernt und vielleicht schreibe ich
später noch etwas dazu.
Warum
habe ich 2 Monate ohne Gehalt in Kauf genommen um einmal an einem Stück ein
paar Wochen länger in der Türkei zu sein?
Vielleicht der wichtigste
Grund dafür war mal auszuprobieren ob einige Leute recht haben wenn sie sagen:
„Ja, wenn du nur ein wenig länger in der Türkei leben würdest wäre dies
und jenes auch nicht mehr so super für dich.“
Ich konnte ihnen nicht so recht glauben dass durch meine
„Urlauberbrille“ alles so anders aussehen sollte.
Teilweise
muss ich ihnen jetzt aber doch recht geben. Wenn du 3 Monate an einem Ort lebst
bist du nicht mehr ein typischer Urlauber – und das hat Auswirkungen.
Da
merkt man, dass „richtige“ Touristen doch ein wenig anders behandelt werden und
auf die Frage ob die Freundlichkeiten mancher Leute aus Herzen oder nur
berechnend sind gibt es zunehmend eine Antwort.
Von
einem echten Touristen bekommt man doch manchmal unerwartet viel Geld und
Männer von Touristinnen auch oft noch anderes...
Nun,
ich machte ja auch schon die letzten Jahre oft und lange Urlaub in Ortahisar
und war für viele auch schon da nicht mehr ein normaler Urlauber. Trotzdem,
manches fiel mir diesmal einfach mehr auf als sonst.
Ein weiterer Grund war,
dass ich mir von einem längeren Aufenthalt in der Sprache einen gewissen
Durchbruch erhoffte.
Dieses
Ziel habe ich leider verfehlt obwohl es nicht unerreichbar gewesen wäre. Ich
hatte die Monate vor meinem großen Urlaub fürs Türkischlernen keine Zeit und
auch in der ersten Hälfte meines Urlaubs war ich nicht genügend motiviert bzw.
mich beschäftigte anderes.
Als
ich in der zweiten Oktoberhälfte die Motivation wieder gefunden hatte ging es
nicht mehr lange bis ich mir ein Pferd kaufte (ja, zusätzlich zu Garip, meinem
Maultier!) und mein Arbeitskollege Peter – der Tirolerisch redet - kam. Da war
dann eine kurze Lernphase schon wieder zu Ende und mein Ziel hab ich diesmal
nicht erreicht. Aber ich bin immer noch (oder wieder) sehr motiviert Türkisch
wirklich gut zu lernen.
Noch
ein Grund waren die Obstgärten und der Wunsch einmal möglichst lange in der Erntezeit
dort zu sein.
Für
das Ernteerlebnis hätte ich mir aber ein anderes Jahr aussuchen müssen! Leider
gab es dieses Jahr durch Fröste in der Blütezeit (Kappadokien liegt über 1000
Meter hoch)
einen fast totalen
Ernteausfall. So gab es neben Trauben und wenigen Quitten und Äpfeln in meinen
Gärten fast gar nichts. Für die Aprikosen wäre ich Ende August sowieso zu spät
gewesen aber um die Pflaumen, Birnen und Nüsse trauerte ich ein wenig.
Trotzdem
traf mich diese Situation natürlich viel weniger als die einheimischen
Obstbauern. Die hatten oft auch eine Erklärung dafür: Die Strafe Gottes für die
unzüchtige Kleidung, die jetzt immer öfter auch Türkinnen trügen.
Eigentlich
wäre der Ernteausfall ja die Möglichkeit gewesen mich aufs
Türkischlernen zu konzentrieren. Leider war ich in den ersten Wochen diesmal
nicht motiviert.
So
war ich trotz der schlechten Ernte oft in den Gärten (immerhin Trauben gab es
genug!) oder mit Garip, meinem Maultier auf Erkundungstouren.
Denn
von der kappadokischen Traumlandschaft kann ich wohl nie genug bekommen! Da
verstehe ich Leute, die sagen dass die Gegend schön und interessant wäre aber
im Großen und Ganzen doch immer wieder das gleiche (vor allem Felsen) einfach
nicht.
Ich entdecke nach vielen
Jahren nur rund um Ortahisar fast jeden Tag Neues und Faszinierendes. Aber das
muss wohl im Detail oder meinen besonderen Augen liegen!
Wenn
ich den Ernteausfall auch nicht zum Türkischlernen nutzte hatte er trotzdem
eine gute Seite. So hatte ich Zeit die tolle Landschaft endlich ausgiebiger zu
erkunden und das wollte ich schon lange!
Bis
dieses Frühjahr war ich bei jedem Urlaub auch mit Arbeiten am Haus beschäftigt.
Es war das erste Mal dass gar keine Bauarbeiten mehr anfielen (es ist jetzt
wirklich ganz fertig und ich hab sogar eine Waschmaschine angeschafft!!!!).
So
wurden – sogar ein wenig unerwartet – meine Kenntnisse (und du wirst es kaum
glauben – auch meine Begeisterung!) über die unzähligen kappadokischen Täler
und Wandermöglichkeiten größer.
Manchmal
war ich alleine unterwegs, manchmal mit Freunden und Gästen und fast immer war
mein Maultier, ab Ende Oktober auch mein Pferd dabei. Aber über Toprak, mein
Pferd schreibe ich später noch.
Mein
altes Vorhaben für Freunde und Gäste von einigen Wanderungen Beschreibungen und
Skizzen anzufertigen habe ich leider wieder nicht verwirklicht.
Nicht
weil ich es nicht für sinnvoll halte oder es nicht will aber es ist einfach
sehr schwierig und aufwendig. Ich denke ich müsste dafür wirklich alleine mit
diesem Ziel im Kopf und Stoppuhr, Notizblock und Fotoapparat Wanderungen
machen! Dafür habe ich mir auch diesmal
keine Zeit genommen aber ich hoffe dass dieser Plan von einer kleinen Mappe mit
illustrierten und beschriebenen Wanderungen für meine Freunde doch bald einmal
verwirklicht wird.
Na ja, es gibt noch keine
Beschreibungen und Skizzen auf Papier aber viele wunderschöne Plätze und
Wanderungen in meinem Kopf. Und einige davon habe ich erst diesmal entdeckt. So
habe ich zumindest die Grundlage für die Verwirklichung meines Planes verbessert.
Mitte
September klappte es auch mit einem lang geplanten Ausflug in das Heimatdorf
von Osman, der die Arbeit in meinen Gärten tut wenn ich nicht da bin (und
manchmal sogar wenn ich da bin, obwohl dann meist gemeinsam).
„Sein“
Dorf im Taurusgebirge gehört bereits zur Provinz Adana und wäre trotzdem mit
dem Auto in nicht viel mehr als 2 Stunden von Kappadokien aus erreichbar.
Wir
fuhren aber mit dem Bus über Kayseri und brauchten fast einen Tag, einige
Stunden Aufenthalt im schönen Provinzstädtchen
Develi eingerechnet. Denn von dort gibt es nur einen Bus pro Tag nach
Pekmezli, dem Dorf von Osman. Dieses „Sammeltaxi“ fährt nun mal gegen Abend und
ohne genau festgelegten Fahrplan.
Der Dolmusfahrer kennt seine Fahrgäste und
wartet bis auch der letzte sein Geschäft in der Stadt erledigt hat.
Bis ins Dorf steigt dann
kaum mehr jemand ein oder aus aber es wurde 2 oder 3 x an einer Mühle
angehalten. (Auch den Gütertransport übernimmt oft der Bus und das Brot bäckt
man meist noch selbst)
Der
Aufenthalt in Pekmezli war für mich einer der Höhepunkte in diesen 3 Monaten.
Sicher nicht jeder würde so empfinden aber für mich war sogar die Nacht anders.
Wenn
ich schon manchmal in Kappadokien sehr über den Sternenhimmel gestaunt habe
schien mir das hier noch phantastischer.
Dafür
gibt es eine einfache Erklärung, sagte man mir. Wenn der smogfreie Himmelsblick
in der Nacht von absolut keinem Umgebungslicht (wie etwa Straßenbeleuchtung
usw.) „getrübt“ wird sieht man die natürlichen Himmelslichter eben
konkurrenzlos klar.
Und
im Dorf Pekmezli ist es mitten in der Nacht einfach total finster, was man von
Ortahisar nicht sagen kann. Da ich meist in der Nacht ein- oder zweimal
aufstehen muss und es zum WC (ein WC, d. h. Water-Closet ist das Örtchen streng
genommen nicht) in einem
Dorf wie Pekmezli noch 20 – 30 Meter im Freien sind hatte ich Gelegenheit den
Sternenhimmel im Taurusgebirge zu bewundern. Wenn man schon mal auf und
angezogen ist...
Übrigens,
„Pekmez“ ist eine Art Traubensirup (mehr oder wenig dünn bzw. dick) und fehlt
kaum mal bei einer türkischen Mahlzeit in der Familie. Man könnte es ein wenig
mit Honig vergleichen.
Pekmez
ist sehr vielseitig verwendbar und ich tu es besonders gern ins Yoghurt hinein!
Die
Endung li heißt mit und so bedeutet Pekmezli „mit
Pekmez“. Ev heißt Haus und evli also „mit Haus“ bzw. verheiratet.
In
Kappadokien gibt es Dörfer mit dem Namen Ayvali, Bahceli und Kaymakli. Also
„mit Quitten“, „mit Garten“ usw. So, das war jetzt schon fast wie im
Türkischkurs aber du siehst die oft sehr fremden türkischen Vokabeln zu lernen
ist gar nicht so schwer!
Jedenfalls
erleichtern die vielen Buben-, Mädchen-, Familien- und Ortsnamen mit Sinn die
Sache mit dem Vokabellernen,
finde ich. Übrigens, ganz
richtig habe ich vorhin nicht alle Wörter geschrieben. Das liegt daran, dass es
im Türkischen einige Buchstaben gibt die wir nicht haben. So gibt es ein i ohne
Punkt und ...
Aber
das war jetzt genug Türkisch und ich
bin außerdem vom Thema abgekommen, ich wollte ja noch etwas mehr über
Pekmezli (den Ort!) und seine Faszination auf mich sagen.
Ich
hab schon oft auf dieser Homepage etwas über die Begeisterung, die ich für das
einfache Leben in Kappadokien empfinde, geschrieben.
Leider
(natürlich nur für mich!) wird das einfache Leben in dieser touristischen Region
doch jedes Jahr etwas moderner, so lebt der Esel manchmal nur noch wegen der
Oma - für sie ist es immer noch unverstellbar auf das vertraute Tier zu
verzichten - und wird auch fast nur mehr von ihr gebraucht.
Die abgelegenen Dörfer im
Taurus sind mit der Modernisierung noch weniger fortgeschritten und Esel,
Maultier und Pferd sind dort noch wesentlich öfter im Einsatz.
Ein
Mann, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird ist der blinde
Lebensmittelhändler im Ort, der den winzigen, mit allen notwendigen Sachen
vollgestopften Laden (bakkal) ganz alleine mit seinem Sohn betreibt.
Der
blinde Mann spielt Geige und singt auch, das verkürzt ihm sicherlich manchmal
das Warten auf Kundschaft! Als ich dort war nahm er seine Geige und spielte ein
paar Stücke. Bald holte noch ein anderer „Dorfmusiker“ sein Instrument und eine
kleine spontane Session begann. Gibt es so etwas in unserer modernen Welt?
Nur
zu gerne hätte ich als Erinnerung 2 oder 3 kurze Tonfilmchen von diesen
Musikern gemacht. Leider konnte ich das nicht
weil ich mein Notebook in
Ortahisar gelassen hatte und mit dem Speicherplatz von knapp 600 MB (2 x 256
und 2 x 32 MB-Karten) diese Tage auskommen musste.
Irgendwie
hatte ich diese Situation befürchtet aber ich hatte mich trotzdem entschieden
meinen Laptop in Ortahisar zu lassen und nicht „ins Dorf“ (so bezeichnen meine
Bekannten liebevoll den Ort wo sie selbst aufgewachsen sind und Eltern und
Verwandte immer noch wohnen) mitzunehmen.
Der
Hauptgrund dafür sind die türkischen Dorfkinder vor denen kein elektronisches
Gerät sicher ist. Das meinen jedenfalls Leute wie ich, die es gewohnt sind mit
ihren Sachen schonend umzugehen. Warum das so ist hat mehrere Gründe. Einer
davon ist, dass sie Dinge mit denen man nicht auch spielen kann einfach nicht
kennen.
Außerdem
ist die Reise ins Dorf mit einem Notebook auch nicht so problemlos. Denn auch
die Erwachsenen haben oft kein Gefühl für eher empfindliche Sachen und der Kleinbus ist meist mehr als voll.
Eine super Lösung für
dieses Problem wäre ein Gerät wie es jetzt Epson mit dem wirklich überall
mitnehmbaren „Mediaplayer“ P-2000 auf den Markt gebracht hat. Leider ist dieser Notebookersatz mit 450 Euro immer noch nicht
gerade billig.
Ein
Unterschied zu Kappadokien ist die hier viel intensivere Viehhaltung und dass
fast in jedem Haus ein Webstuhl steht der noch benutzt wird.
Oft
wird hier auch noch auf offenem Feuer gekocht und das Fladenbrot gebacken.
Berge, Vegetation und Viehhaltung (Milchwirtschaft) erinnerte mich ein wenig an
meine österreichische Heimat.
Für
Leute wie mich, denen touristisch noch unerschlossene Naturschönheiten, einsame
Landschaften und ursprüngliches und einfaches - wenn du willst: rückständiges -
Leben gefallen lohnt sich ein kleiner Abstecher ins Taurusgebirge auf jeden
Fall!
Meine
bisherigen Ausgangspunkte Yahyali und Develi sind beide von Kappadokien mit dem
öffentlichen Verkehr noch relativ gut zu erreichen, von diesen beiden Städtchen
geht es dann etwas mühsamer und nicht mehr häufig mit dem Kleinbus in die
Dörfer weiter.
Es
ist vielleicht auch besser mit dem eigenen Auto unterwegs zu sein da man dort
noch weitgehend nicht auf Touristen eingestellt ist und es in den Dörfern fast
ausnahmslos keine Pensionen und Gasthäuser gibt. Ich bin nur durch Freunde
(Leute die jetzt in
Kappadokien leben aber von
dort sind) in die Dörfer im Taurusgebirge
gekommen und war bei ihnen Gast. Ehrlich gesagt weiß ich nicht wie die
Unterkunfts- und Verpflegungsmöglichkeiten für einen „normalen“ Touristen sind.
Deshalb vielleicht doch lieber mit (Leih)auto...
Ende
September bin ich für eine Woche nach Mugla und Izmir zu Freunden gefahren.
Über Mugla und meine Freunde dort hab ich schon öfter etwas gesagt.
Wir
haben auch 3 Tage auf einem wunderschön gelegenen Campingplatz zwischen
Marmaris und Datca verbracht.
Zu
dieser Zeit war der hauptsächlich von türkischen Urlaubern genutzte Platz schon
fast ausgestorben und wir hatten die Qual der Wahl beim Platzaussuchen. Noch
vor wenigen Wochen war die Situation hier völlig anders und wohl kaum ein
Plätzchen zu haben...
Jetzt war es auf dem
Campingplatz aber ruhig und richtig nach meinem Geschmack. Herrliches Wetter,
eine fast einsame Bucht und Temperaturen wie ich sie mag. Und 3 Tage Baden mit
Freunden und nicht viel tun ist ab und zu wirklich schön.
Wochenlang
nur am Strand wäre aber nichts für mich. Außerdem kannten meine Freunde eine
Pferdefarm nicht allzu weit vom Campingplatz und so waren wir an 2 Tagen auch
reiten.
So
weit ich mich erinnern kann bin erst 2 x vorher in meinem Leben auf einem Pferd
gesessen, mal von Garip, meinem Maultier abgesehen.
Aber
Kathi, eine Studentin aus Wien wollte in etwa 10 Tagen auf Besuch kommen und
gerne in Kappadokien reiten.
So war ich motiviert die
Sache mit dem Reiten noch mal zu probieren.
Dass
mir das Reiten diesmal so gut gefallen würde hätte ich nie gedacht!
Irgendwie
scheint Reiten wie Klettern und Bergsteigen etwas zu sein das eine besondere
Faszination auf mich ausübt und mich mehrfach anspricht.
Beim
Klettern ist es Sport und Naturerlebnis die zusammenkommen und beim Reiten
kommt zu diesen beiden Dingen wohl meine Liebe zu Tieren noch dazu.
Trotzdem
habe ich nicht gedacht, dass schon 1 Monat später ein Pferd neben Garip, meinem
Maultier im Stall stehen würde. Dazu brauchte es noch eine andere Erfahrung in
Ortahisar!.
Die
machte ich mit Hasan, einem alten Bekannten, einige Wochen später. Für Kathi,
meinen attraktiven Besuch aus Wien war es nicht das geringste Problem sein
Pferd zu bekommen. Natürlich war zum Ausritt mit Kathi nicht nur das Pferd
sondern auch er selbst frei.
Als ich dann wieder
alleine war und das Pferd für mich ausleihen wollte war es plötzlich nicht mehr
zu haben d. h. es wurde jedes Mal gerade irgendwie anderweitig benötigt.
Da
verstand ich auch gleich schon wieder etwas besser, dass die Türkei nicht nur
mir sondern auch Frauen sehr gut gefallen kann!
Und
mir kam zum ersten Mal der Gedanke von einem eigenen Pferd...
Die
Tage in Mugla und Umgebung Ende September mit baden und reiten mit Freunden
waren echt schön und ich wollte auch noch Ali und Barbara in Izmir besuchen.
So
war ich dann auch noch 2 Tage in Izmir, das ungefähr 3 Busstunden nordwestlich
von Mugla ist. Izmir ist eine Millionenstadt und war Ende September noch sehr
heiß und schwül, ein auffallender Gegensatz zu den zu dieser Zeit bereits
kühlen Nächten in Inneranatolien.
Neben
guten Einkaufsmöglichkeiten hat die Stadt aber nicht viel außergewöhnliches zu
bieten, zumindest findet man wohl alles auch sonst wo in der Türkei. Aber der
Grund für meinen Besuch waren auch nicht Sehnenswürdigkeiten. Nun, da ich schon
so
persönlich schreibe sollte
ich mich jetzt korrigieren.
Ich
hab noch nie so ein hübsches, einfaches, liebevoll eingerichtetes Zuhause wie
das von Ali und Barbara, gesehen.
Und
nicht weit von ihrer heimeligen, kleinen Wohnung gibt es eine wirklich sehr
schöne und vor kurzem renovierte, alte christliche Kirche.
Und
das ist jetzt sehr außergewöhnlich: In dieser alten Kirche trifft sich
eine kleine türkische christliche Gemeinde zu Gottesdiensten.
An
dieser Stelle etwas zur Religion in der Türkei. Obwohl der christliche Glaube
über viele Hunderte von Jahre in dem Gebiet der heutigen Türkei sehr stark
verbreitet war ist die Türkei heute zu 99,9 Prozent moslemisch (nach einer
Quelle aus dem Jahr 2000 genau: 99,64).
Es ist eine
Ironie der Geschichte, dass der Apostel Paulus aus Tarsus kommt und mit
Barnabas die erste Missionsreise in Antiochien begann. Beide Orte sind in der
heutigen Türkei.
Noch 1900 betrug der Anteil der christlichen Bevölkerung
im Gebiet der heutigen Türkei über 20 %, heute sind es nur noch etwa 0,30 % und
die meisten dieser Christen sind Ausländer oder ethnische Minderheiten, d. h.
keine wirklichen Türken.
Es gibt aber noch immer viele Zeugnisse einer
christlichen Vergangenheit wie die Felsenkirchen in Kappadokien, die Kirchen in
den georgischen Tälern, armenische Kirchen im Osten und viele andere oft dem
langsamen Verfall preisgegebene alte Gottesdienststätten in fast jedem Teil der
Türkei.
Eine
alte Kirche die ihre ursprüngliche Bestimmung wieder gefunden hat (ich denke
diese Kirche in Izmir ist aus dem 19. Jhd.) und in der sich Menschen wieder zum
Gottesdienst versammeln ist aber äußerst selten in der Türkei.
Heute
bestimmt der Islam das tägliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben in der
Türkei besonders auf dem Land sehr stark und der Einfluss der Moschee auf
Gesellschaft und den einzelnen ist sehr groß, ganz im Gegensatz zu Europa, wo
die christlichen Kirchen kaum mehr etwas „zu sagen“ haben.
Ein
Türke zu sein bedeutet auch ein Moslem zu sein, wenn manchmal auch nur dem
Namen nach. Etwas anderes ist einfach
undenkbar und ein Widerspruch in sich.
Nachdem
ich auch noch meinen alten Freund Joachim getroffen habe fuhr ich wieder nach
Kappadokien zurück.Ich nahm wieder einen direkten Nachtbus und mit der rechten
Müdigkeit ist auch eine Nachtfahrt empfehlenswert, von der Videounterhaltung
abgesehen.
In
Ortahisar angekommen war es auch schon Zeit endlich ein Großteil der Trauben zu
Pekmez zu verarbeiten.
Offen
gesagt, ich schätze und genieße Pekmez jetzt noch bewusster seit ich weiß wie
viel Arbeit nötig ist um diesen Saft zu produzieren!
Dann
kam Kathi für etwa 10 Tage und lange genug um einige meiner alten Freunde noch
ein wenig besser kennen zu lernen.
Über
die Sache mit dem Pferd habe ich ja schon etwas geschrieben. Und ohne diese
anfänglich doch ziemlich ärgerliche Erfahrung hätte jetzt wohl Toprak, mein
eigenes Pferd, nicht.
Wie
oft habe ich in meinem Leben schon dieses wunderschöne Versprechen von Gott eingelöst
gesehen: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben,
alles zum Besten mitwirkt.
Ja, wenn ich wie ohne Probleme (wie mein weiblicher Gast!) ab
und zu von meinem „Freund“ sein Pferd für ein paar Stunden bekommen hätte gäbe
es Toprak (für mich) wohl nicht.
Im nachhinein freue ich mich aber sehr, dass ich so zu einem
schönen (für meinen Geschmack zumindest!) und jungen Pferd gekommen bin, das
den Namen Toprak (Erde) hat.
Ich finde Toprak klingt gut und ist passend für den 5-jährigen Hengst. (Diesmal denke ich, dass
die Altersangabe des Verkäufers wirklich stimmen könnte!) Denn sein in der
Sonne rötlich schimmernde Fell erinnert mich ein wenig an die oft ins rot
gehenden Farben der Erde und Felsen in Kappadokien.
Toprak war mager aber auch sehr preisgünstig. Mitte/Ende
Oktober ist wohl auch eine gute Zeit in Kappadokien ein Pferd zu kaufen. Denn
eine echte Beziehung zu ihrem Tier haben in der Türkei wohl die wenigsten und
im Winter ist es im
Stall
nur ein Fresser der nichts bringt.
Ich und ich denke auch mein Maultier Garip sind jedenfalls
begeistert von Toprak.
Mit meinem Maultier habe ich mich diesbezüglich natürlich
nicht unterhalten können aber da die beiden einfach unzertrennlich sind nehme
ich es mal an! Unzertrennlich ist wirklich fast buchstäblich zu verstehen denn
wenn ich Toprak aus dem Stall hole kann meine Maultierdame es kaum erwarten
nachzukommen.
Es ist auch kein Problem mit beiden einen Ausflug zu machen,
selbst wenn ich es mit dem Pferd eilig
habe lässt sich der alte Garip auf keinen Fall „abhängen“, nicht mal mit Tomoko
oder Müslüm auf dem Rücken!
Bisher hat mir mein sonst total lieber Garip auch meist nach
2 – 3 Stunden warten im Garten (oder sonst wo) Probleme gemacht. Da wurde es
ihm scheinbar mit der Zeit zu langweilig und einige Male riss er aus und ich
konnte mich auf die Suche nach meinem Maultier machen.
Langeweile oder Angst scheint es jetzt nicht mehr zu geben! Ohne Spaß – ich
wusste nicht das Maultiere und Pferde noch weniger gerne alleine sind als
Menschen!
An dem Tag als Kathi nach Konya zurückfuhr fing der
Fastenmonat an. Und es war das erste Mal, dass ich die Fastenzeit vom ersten
bis zum letzten Tag miterlebte.
In diesem Monat wird von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang
nichts gegessen und getrunken. Auch Rauchen und noch andere „Vergnügungen“ sind
verboten.
Sehr, sehr früh am Morgen (ich denke mindestens 1 ½ Stunden
vor Sonnenaufgang) gehen Trommler durch die Strassen um – ich nehme an vor
allem die Frauen aufzuwecken, damit für die Essenszubereitung und das Essen
genügend Zeit bleibt.
Ich muss sagen, dass mich besonders am Anfang die
Ernsthaftigkeit und Disziplin der Leute ungemein beeindruckt hat. Sehr
überrascht hat mich, dass ich auch starke Raucher ohne Zigarette sah. Nachdem
ich nun mehrmals etwas von der Fastenzeit und diesmal den Fastenmonat zur Gänze
miterlebt habe bin ich immer noch beeindruckt, obwohl nur ein Teil von meiner
ursprünglichen Bewunderung übriggeblieben ist.
Jedenfalls laufen im
Fastenmonat buchstäblich die Uhren
anders.
Das Leben läuft sozusagen auf Sparflamme.
Viele Geschäftszeiten sind eingeschränkt, Handwerker und
Arbeiter arbeiten weniger als sonst (oft nur wenige Stunden, jedenfalls
untertags) und wer es sich nur irgendwie einrichten kann macht die Nacht zum
Tag und umgekehrt.
Im Grunde wird im Fastenmonat mehr und besser gegessen als zu
jeder anderen Zeit und deshalb sollte es dich nicht wundern, dass die Leute an
Gewicht eher zu- als abnehmen.
Damit will ich nicht sagen, dass absolutes Fasten von
Sonnenauf- bis Sonnenuntergang (besonders im Sommer!) leicht ist aber wenn die
Zeit dazwischen jede Menge gegessen und getrunken und der größte Teil der Zeit
in der man enthaltsam ist (fastet) verschlafen wird ist es vielleicht doch
nicht so außerordentlich schwer.
Dass Geschäfte und Läden teilweise vormittags geschlossen
bleiben und auf dem Dorf und in kleinen Städten Gaststädten nicht geöffnet sind
ist auch für den Reisenden von Bedeutung. 
Wenn du im Fastenmonat unterwegs bist hast du eventuell auf
dem Land Probleme ein Mittagessen zu bekommen. Das gilt natürlich nicht für
ausgesprochene Touristenorte (in Kappadokien z.B. Göreme).
Im Fastenmonat bestimmt der Islam noch mehr das Leben als
sonst. Die Moscheen sind viel stärker besucht und auch die Frauen gehen zu
bestimmten Zeiten in die Moschee.
Die übrige Zeit besuchen in Kappadokien die Frauen die
Moschee normalerweise nicht und verrichten die Gebete zuhause.
Auch das Fernsehprogramm ist stark vom Ramadan geprägt und die Religion ist in diesem Monat
fast jedem sehr wichtig bzw. wichtiger als sonst. Hochzeiten mit ihren
weltlichen Vergnügungen gibt es im Fastenmonat deshalb kaum.
Am Ende des Ramazan steht das mehrtägige Zuckerfest, das mich
fast ein wenig an meine eigene Kindheit vor 40 Jahren erinnert. Ähnlich wie uns
zu Weihnachten wird den Kindern zum Zuckerfest oft neue Kleidung gekauft und
alle laufen total schick und neu eingekleidet herum.
Auch wir sind am Neujahrstag zu Nachbarn und Verwandten
gegangen um ihnen Neujahr „anzuwünschen“ und Taschengeld einzusammeln. Auch in
Kappadokien sind Kinder unterwegs und beglückwünschen Nachbarn und Bekannte zum
Feiertag – in derselben Erwartung.
Ende Oktober hatte ich das Glück von „Crazy Ali“, dem
Gedichte schreibenden Antiquitätenhändler ganz unerwartet zur einer
Nachtwanderung bei Vollmond mitgenommen zu werden. Ali ist, wie sein selbstgewählter Beiname schon andeutet, nicht
unbedingt „normal“ für türkische Verhältnisse.
So
ist in seinem Laden gewöhnlich der Preis den er sagt, auch der den er wirklich
meint und möchte, also ohne Raum für das typisch türkische Feilschen. Ob das
für ihn immer von Vorteil ist bezweifle ich.
Aber „Geschäftemachen“ scheint bei ihm auch nicht oberste
Priorität zu sein, ich denke Unterhaltung und besonders wenn jemand Interesse
an seinen Gedichten (teilweise ins Englische übersetzt) hat freut ihn mehr als
ein gutes Geschäft.
Seine Mondscheinwanderungen macht er nur mit Touristen weil
Türken es - nach seiner Meinung - nicht schaffen für ein paar Stunden still zu
sein. Das ist nämlich eine Bedingung, dass während der Wanderung nicht (oder
fast nicht) gesprochen wird.
Ich verstehe Ali
zweifach gut. Es ist wirklich am schönsten wenn man bei diesen Wanderungen kaum
etwas spricht und die herrliche Landschaft und Stille genießt und für die
meisten Türken ist nun mal nicht ganz leicht still zu sein.
Übrigens, direkt neben seinem Laden ist die bescheidene
Touristeninformation von Ortahisar und gegenüber ein wirklich schöner Teegarten
und das neu eröffnete Museum, das einen Besuch und den Eintritt von etwa einem
Euro wert ist. Es ist klein aber gibt
einen ansprechenden Einblick in das traditionelle alltägliche Leben der Region.
Wenn man nicht einen etwas versteckten Nebeneingang zum
Museum wählt führt der Weg zum Museum durch ein von
Einrichtung
und Stil her sehr schönes Lokal. Leider sind die Preise für örtliche
Verhältnisse etwas hoch. Trotzdem ist man hier durch das schöne und noble
Ambiente auf einen höheren Preis eingestellt, was man bei überhöhten
Touristenpreisen in der Region nicht immer sagen kann.
In Avanos und Ürgüp bin ich schon einige Male in dieser
Hinsicht negativ überrascht worden. Nachdem wir uns bewusst in ein sehr
einfaches und „billig“ ausschauendes Lokal gesetzt und deshalb auch gar nicht
nach den Preisen gefragt haben gab es eine Überraschung bei der Rechnung.
Ein Warnsignal sollte in einem „billig“ ausschauenden Lokal
sein wenn du nach Sonderwünschen gefragt wirst, z. B. ob es eine große
Tasse Tee sein soll, das Pide mit zusätzlichem irgendwas, z.B. Ei usw.
Da kann man fast
sicher
sein, dass diese kleinen „Sonderleistungen“ in erster Linie dazu geschaffen
sind um von Touristen teuer bezahlt werden.
Gleich nach dem Preis zu fragen ist vielleicht unangenehm
aber zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus. (Wenn es dir nicht ganz egal
ist ob du einen ortsüblichen Preis bezahlst oder nicht)
Die Hauptattraktion von Ortahisar, der Burgfelsen bzw. „Kale“
kann seit einem Jahr aus Sicherheitsgründen eigentlich nicht mehr offiziell
bestiegen werden. Das hindert die örtlichen Autoritäten aber nicht speziell für
Reisegruppen den abgesperrten Eingang aufzuschließen. Nicht gerade logisch oder
einsichtig für mich aber sehr türkisch! 
Eine weitere Neuheit ist, dass die Arbeiten am neuen Park
(von wo man einen tollen Blick auf den Burgfelsen und einen Teil des alten
Dorfes hat) wirklich vorangeschritten sind und er bald ganz fertig sein dürfte.
Für meinen ganz persönlichen Geschmack passt so ein Ding
nicht wirklich in das immer noch bäuerliche Dorf Ortahisar aber wenn es schon
sein muss – er ist immerhin recht schön geworden.
Ja, eigentlich wollte ich noch etwas zu einer Nachtwanderung
bei Vollmond in Kappadokien sagen. Ich habe jetzt schon einige
Mondscheinwanderungen in Kappadokien gemacht – meist mit Ali – und diese (nur
vorläufig!) letzte begeisterte mich nicht weniger als die erste vor etwa 5
Jahren.
Es ist ein wirklich unbeschreibliches
Erlebnis
im Mondschein durch Täler mit bizarren Felsformationen zu wandern, die im Licht
des Mondscheins nur noch fantastischer und märchenhafter ausschauen!
Wenn du etwas außergewöhnliches in Kappadokien erleben willst
– es muss nicht unbedingt eine Ballonfahrt sein.
Ich denke eine Nachtwanderung im Mondschein ist ein
unvergessliches Erlebnis und wenn du einen absolut ortskundigen Führer möchtest
empfehle ich dir „Crazy Ali“, den Antiquitätenhändler neben der
Touristeninformation.
Bei der Nachtwanderung Ende Oktober habe ich Robert, einen
sehr gut Deutsch sprechenden Irländer kennen gelernt und wir haben dann noch
einige Wanderungen (wieder bei Tag) miteinander gemacht.
Einige Tage später kam dann auch Peter mein Arbeitskollege
aus Österreich und durch unseren irischen Freund lernten wir Hubert kennen, der
für ein paar Tage in der Gümüs – Pension einquartiert war.
Dieses einfache Hotel in der Nähe vom Postamt hat einen
vernünftigen Preis und netten Inhaber – empfehlenswert!
Da
wir alle die Meinung hatten, dass man in Kappadokien am besten zu Fuß unterwegs
ist verging kaum ein Tag wo wir nicht miteinander eine Wanderung machten. Ich
konnte gar nicht anders als fast überall auch mein Pferd Toprak und Garip, das
Maultier mitzunehmen.
Spätestens als ich Toprak hatte war ich vom Reiten echt
begeistert!
Garip hatte meist die Aufgabe unser Gepäck zu schleppen bis
Tomoko, die japanische Freundin von Robert, Garip auch als brauchbares Reittier
entdeckte.
Denn zumindest mit mir auf dem Rücken hatte Garip zuvor wenig
Lust gezeigt besonders schnell die Distanz von einem Ort zum andern zu
überbrücken, was mein Maultier immer viel mehr interessierte war das Fressen am
Wegrand unterwegs!
Doch mit dem Pferd als „Vorbild“ und Tomoko oder Müslüm im
Sattel zeigte sich Garip jetzt oft von einer anderen Seite und wollte sich
meistens von Toprak nicht „abhängen“ lassen.
Ich würde gerne einmal eine mehrtägige Wanderung mit Pferd und
Maultier unternehmen! Noch schöner wäre das wohl in einer kleinen Gruppe von 2
– 4 Leuten. Mal sehen ob daraus was wird – aber wenn mir noch vor einigen
Jahren jemand gesagt hätte, dass mal in meinem Stall ein Maultier und ein Pferd
stehen würden... Ich hätte es nicht geglaubt!
Kappadokien ist nicht nur was besonderes für Ballonfahrer,
ich denke dass es zum Wandern und Reiten auch außerordentlich attraktiv ist.
Kleinere Reitställe gibt es übrigens fast in jedem bekannteren Ort, in Avanos
sogar mehrere.
Etwas
Sorgen hatte ich einen geeigneten Platz für meine Tiere für die Zeit zu
bekommen wo ich nicht da bin. Zuletzt hatte sich Müslüm, der Junge im Haus um
mein Maultier gekümmert. Ein naheliegender Gedanke war natürlich dass er jetzt
auf beide Tiere schauen könnte.
Es wäre wohl das einfachste gewesen aber ich hatte doch (ich
denke berechtigte) Zweifel ob er das neben der Schule wirklich gut machen kann.
So suche ich zuerst Alternativen. An Angeboten mangelt
es
nicht (wegen der Möglichkeit Geld zu verdienen) aber ich finde es nicht leicht
einen geeigneten und guten Platz für Tiere in der Türkei zu finden, d.h. bei
jemand der es nicht nur wegen des Geldes gern macht.
Obwohl ich wahrscheinlich überdurchschnittlich tierliebend
bin sind meine Sorgen hier nicht ganz unbegründet, die meisten in der Türkei
lebenden Ausländer mit denen ich gesprochen habe (und manchmal auch Türken
selbst) empfinden da ähnlich. Aus Freude oder Liebe zu Tieren hält man in der
Türkei normalerweise kein Tier, auch nicht einen Hund.
Hunde sind Kettenhunde, deren Aufgabe es ist das Haus zu
bewachen oder sie „dürfen“ halb wild herumstreunen und sich Fressen und
Schlafplatz selber suchen.
So einen „glücklichen“ und intelligenten Streuner habe ich
ein paar Tage vor meiner Abreise am 25. November noch „adoptiert“.
Hier mal kurz ein paar Worte (und eine Entschuldigung) zu
meinen Bildern, die auf meiner Homepage den Text „auflockern“
sollen.
Obwohl ich versuche, dass Text und Bilder nicht völlig zusammenhanglos sind
gelingt mir sehr selten der Idealfall, dass ein Bild unmittelbar neben dem
Text, den es illustrieren soll, steht.
Diese Sache solltest du also nicht so eng sehen, denn die
Fotos sind leider fast nie an der richtigen Stelle!
Die Hündin hier rechts ist aber der Streuner mit dem ich Mitleid
hatte und jetzt im Winter sicher froh ist um die warme Bleibe im Stall.
So jetzt aber zurück zu meiner Herbergssuche für Toprak und
Garip (Pferd und Maultier).
Kurz sah es so aus als ob ich dabei Glück hätte. Ein junger,
sympathischer türkischer Mann von dem ich völlig überzeugt bin dass er wirklich
gerne nach meinen Lieblingen geschaut hätte – und das nicht wegen dem Geld –
suchte ein Zimmer für den Winter in Ortahisar. Du siehst, auch ich denke dass
es tierliebende Türken gibt!
So lag ein einfacher Tauschhandel nahe und wir wären beide
damit glücklich gewesen. Er hätte ein Zimmer in dem alten Hausteil bekommen und
dafür nach meinen Tieren geschaut.
Leider
musste ich bald lernen dass das nicht möglich ist weil ein lediger Mann nicht
mit einer Familie so nahe zusammen wohnen darf. Die Leute würden (oder könnten)
dies und jenes denken und so etwas gehört sich nicht.
Offen gesagt ist mir eine ausgeprägte Doppelmoral in der
Türkei schon sehr oft aufgefallen und diesmal hat es mich nicht zum ersten Mal
ein wenig geärgert. Jedenfalls steht die Bereitschaft vieler türkischer Männer
(ob religiös oder nicht!) zum intimen Umgang mit Frauen (bzw. Touristinnen) für
mich in einem krassen Widerspruch zu dem, was man nach außen hin als anständig
und richtig vertritt.
Aber ich verstehe auch anderes in dieser Richtung nicht ganz.
So scheint es mir akzeptiert zu sein, dass ein Mann etwa im Bus eine Zeitung
mit eindeutigen Fotos in den Händen halten kann und seine Frau zuhause in
übertrieben züchtiger Kleidung und Kopftuch auf ihn wartet. Na ja, so stelle
ich es mir jedenfalls vor und so dürfte es wohl auch oft sein.
Sexuell
Erfahrungen zu sammeln scheint mir für den Mann völlig normal und okay zu sein
während von einer Braut selbstverständlich Jungfräulichkeit bei der Hochzeit
erwartet wird.
Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau scheint mir da und
anderswo in der Türkei kaum in Erscheinung zu treten. Diese großen Unterschiede
in der Rolle der Geschlechter (was für Mann und Frau akzeptabel und schicklich
ist) scheinen mir auch eine Erklärung dafür zu sein, dass nicht alle Frauen sich
in der Männergesellschaft der Türkei unwohl fühlen.
Denn eine nur einigermaßen hübsche Touristin erlebt in diesem
Land – wenn sie nichts dagegen hat - sicher ungleich mehr Aufmerksamkeit, Interesse
und Annäherungsversuche von Männern als zuhause.
Selbst bei frommen Türken habe ich aus Erfahrung gelernt
misstrauisch zu sein was Dinge wie Wahrheit und Ehrlichkeit bei Geschäften
betrifft.
Diesmal war ich sehr erstaunt über einen Freund (das Wort
Freund ist hier nicht übertrieben) der
seinen Glauben sehr ernsthaft lebt – jedenfalls dachte ich das bisher.
Diesen Herbst lernte ich, dass auch er ohne große Skrupel
lügen kann, bei Gelegenheit nichts gegen ein Bier hat und Frauen gegenüber ein
sehr lockeres Verhalten an den Tag legen kann. Mich würde ehrlich interessieren
wie er reagieren würde wenn sich seine Frau nur ein Bruchteil seiner Freiheiten
nehmen würde!
Warum schreibe ich diese Dinge eigentlich hier auf meiner
Homepage, die ich begonnen habe um anderen von einem Traumland zu
erzählen? Wo es so viel anderes und
positives zu berichten gibt?!
Ein Grund ist, dass meine Website immer mehr in gewisser
Hinsicht für mich ein kleiner Ersatz für ein persönliches Reise- oder Tagebuch
ist. Leider bin ich zu bequem um meine Eindrücke sonst wo aufzuschreiben und so
steht hier auch manches das ich für mich ganz persönlich festhalte – damit ich
es nicht vergesse. Und zu große Angst habe ich nicht, dass sich viele Leute auf
meine Homepage verirren.
Ich
wünschte mir dass ich - wie es andere tun – eine Art (Reise)Tagebuch führen
könnte aber ich schaffe es nicht. Ein kleiner Ansatz in die Richtung sind diese
nachträglichen Berichte auf der Homepage.
Allzu persönlich und detailliert sind die Eindrücke –
verständlicherweise – nicht. Aber sie sollen mich an einige Erlebnisse erinnern
und manches ist ja vielleicht auch für andere interessant.
Positive Dinge gibt es auch zu berichten. So habe ich mein
Pferd zu einem sehr fairen Preis gekauft und das ohne großen „Pferdehandel“.
Einige Handwerker
(z.B. ein Schuster in Ürgüp und ein
Sattler
in Nevsehir) beeindrucken mich indem
sie auch von Ausländern nicht mehr als das übliche verlangen und sehr gute
Arbeit machen.
Und viele, viele positive Sachen habe ich auch diesen Herbst
erlebt aber ich will mich nicht immer wieder wiederholen. Du solltest also
nicht denken, dass es mir in Kappadokien immer weniger gefällt.
So, jetzt noch einige Worte zu „Silly“, dem Adoptivhund. Wie
es oben zu sehen ist haben ihn zuerst Robert und Tomoko verwöhnt. Den Namen
Silly haben sie ihm gegeben und hat eine Bedeutung die völlig unpassend ist.
Silly ist nämlich eine total liebe, anhängliche und wohl auch
kluge Hündin. Sonst hätte sie sich nicht in den Kopf gesetzt uns Touristen um
jeden Preis auf unseren Wanderungen zu begleiten. Denn die Logik dass sich das
am ehesten von allen „Freizeitbeschäftigungen“ lohnt ist nicht von der Hand zu
weisen.
Leider gingen zuerst
Robert
und Tomoko, dann auch Peter und so blieb ich am Schluss alleine übrig von den
Freunden und Gönnern. Als es die beiden letzten Tage von meinem Aufenthalt
sogar Schnee und der kleine Hund offenbar kein zuhause hatte und immer
anhänglicher wurde richtete ich ihm ein Schlafplatz im warmen Stall bei Garip
und Toprak ein und machte ein Abkommen mit dem Metzger wegen Knochen und gab
Zübeyde noch ein wenig Geld für Hundefutter. Ich bin schon sehr gespannt aufs
Frühjahr und wie es meinen vierbeinigen Freunden geht!
An tierischer Gesellschaft mangelt es mir wohl nicht mehr.
In 3 Monaten (Ende August bis Ende November) erlebte ich
übrigens auch 3 Jahreszeiten, von heißen Sommertagen Ende August über
farbenprächtige Herbstwochen bis zu Schneefall und 2 schönen und kalten
Wintertagen vor der
Abreise.
Im November waren die ersten 3 Wochen aber immer noch relativ
warm und ausgesprochen schön zum wandern auch wenn die Tage schon ein wenig
kurz sind.
In dieser Zeit gab es auch noch einen kurzen Besuch von
H.Jürgen und Siegfried. Sie konnten leider nur 2 Tage bleiben und nahmen
trotzdem für diese kurze Zeit 2 Nächte im Bus in Kauf!
Etwas später besuchten uns auch noch Barbara und Ali und
blieben fast eine Woche. Als sie hier waren hatte ich schon das Pferd aber noch
nicht den Hund! Vielleicht hätten sie Silly mit nach Izmir genommen?
Bei meiner Rückreise am 24. November nahm ich zum ersten Mal
die direkte Tagesbusverbindung von Metro, die es jetzt zwischen Kappadokien und
Istanbul gibt. Es war ein schöner Wintertag mit zum Teil winterlichen
Straßenverhältnissen und wie ich fast erwartet hatte sahen wir leider auch
einige mehr oder weniger demolierte Fahrzeuge die von der Fahrbahn abgekommen
waren.
Autofahren in der Türkei scheint mir jedenfalls nach meiner
subjektiven Einschätzung etwas gefährlicher als in Österreich, die Gefahren
vielfältiger. Diesmal erlebte ich, dass unter anderen Gepäckstücken meine
eigene Reisetasche (groß und schwer genug um ... ich will da gar nicht
weiterdenken, das tun die Leute in der Türkei wohl auch nicht) von dem
Gepäckträger eines Kleinbusses in
voller Fahrt fiel und zum Glück nur im Straßengraben landete.
Das
war aber schon Mitte September auf der Rückfahrt von Pekmezli im Taurus nach
Kayseri.
Die Fahrt nach Istanbul war aber trotz teils schlechter
Verhältnisse angenehm und ich muss sagen, dass die Fahrer der Überlandbusse
meist sehr verantwortungsbewusst und vorsichtig unterwegs sind, jedenfalls ist
das mein Empfinden.
Von Ortahisar bis Ümraniye, dem Stadtteil auf der asiatischen
Seite Istanbuls wo Manfred und Debrah wohnen, waren es ziemlich genau 12
Stunden. Das Treffen mit ihnen war ein toller Abschluss von 3 Monaten Türkei
und ein Wiedersehen mit Freunden sicher auch die schönste und angenehmste
(Zeit)überbrückung zu dem zeitlich doch nicht so geschickt gelegenen Flug von
Germanwings um 4 Uhr 10 morgens.
Ein interessantes Erlebnis hatten Manfred und ich auch noch
mit einer sehr kurzen Taxifahrt. Als ich mit dem Zubringerbus von Metro (das
ist eine weitere schöne Sache einer Busfahrt: in einer großen Stadt wie
Istanbul, Ankara oder Izmir bringen dich kostenlos Kleinbusse der größeren
Busgesellschaften in deinen Stadtteil!) nach Ümraniye kam war ich müde von der
langen Busfahrt und den letzten Tagen in Ortahisar und hatte auch eine enorm
gewichtige Reisetasche.
So überredete ich Manfred statt einem kurzen, vielleicht
10minütigen Fußmarsch zu ihm nach Hause in ein bereitstehendes Taxi
einzusteigen. 10 Minuten Gehen ist für mich sonst kein Problem
aber
mit einer extrem schweren Tasche – es war auch ein schweres Paket mit Onyxsachen
aus Ortahisar dabei - wollte ich ein Taxi nehmen. Nach einer zugegebenermaßen
sehr kurzen Fahrt blieben wir vor dem Haus von Manfred stehen und wollten
bezahlen.
Der temperamentvolle Taxifahrer war über diese kurze Strecke
(und geringe Verdienstmöglichkeit) so erbost dass er jede Bezahlung ablehnte
und lieber seinem Ärger Luft machte und uns aufklärte, dass sich so was für ihn
überhaupt nicht lohne und er jetzt wieder der letzte in der Reihe der
bereitstehenden Taxis sein würde. Wenn wir geahnt hätten, dass unser Taxi so
wenig Freude mit uns haben könnte – wir hätten die Gepäckschlepperei auf uns
genommen, denke ich.
Nach gutem Essen und viel Gesprächsstoff blieb auch noch Zeit
für einen sehr kurzen aber wertvollen Schlaf. Um 2 Uhr in der Früh stand das
Taxi wie am Abend bestellt total pünktlich vor dem Haus und brachte mich zu
einem sehr günstigen Preis zum Flughafen.
Bei der Passkontrolle hatte ich noch einmal und buchstäblich
im letzten Moment ein negatives Erlebnis. Ich hatte immer in meinem Kopf fest
verankert dass ein Touristenvisa 3 Monate gültig ist. Und diesmal wollte
ich es wirklich bis zum letzten Tag ausnützen und dachte Einreise 26. August
und Ausreise 25. November würde in dieser Hinsicht geradezu optimal sein und
die 3 Monate bis zum letzten Tag ausgenützt!!!
Leider lernte ich jetzt von einem sehr genauen türkischen
Beamten, dass ein Touristenvisa 90 Tage gültig ist und 90 Tage nicht 3 Monate
sind und leider war dem in der Tat nichts dagegenzuhalten. Dieser kleine
Unterschied (ich hatte einfach 3 Monate im Kopf) kostete mich den stolzen
Betrag von 80 Millionen TL Strafe. Ich weiß nicht ob ich das „Unheil“ mit
argumentieren und betteln hätte abwenden können – ich war dazu nicht mehr
aufgelegt und auch zu müde und bezahlte ohne Protest.
Aber das Gefühl hatte
ich schon, dass wohl nicht jeder hier bezahlen hätte müssen...Da fiel mir
nochmals
Kathi ein und das Pferdeausleihen!
Mit diesen etwas zwiespältigen letzten Erlebnissen endeten 91
(oder 92?) Tage Türkei. Diese letzten Stunden waren aber nicht so untypisch für
meine neuesten Türkeierlebnisse.
Die guten und weniger guten Seiten der türkischen Kultur
erlebte ich diesmal einfach ein wenig intensiver als sonst – persönlich und
gefühlsmäßig!
Hier nochmals kurz etwas über meine Reiseberichte. Weil ich
sonst über meine Erlebnisse in der Türkei nichts aufschreibe aber manche
Erfahrungen doch nicht vergessen möchte stehen sie hier.
Und ich denke, dass ich damit wenig Leute langweile (nur den,
der sich auf meine Homepage verirrt) aber mir hilft es einiges in meiner
Erinnerung zu behalten.
Das gesagt mache ich hier noch ein paar ganz persönliche
Notizen. Es sind wirklich nur ein paar Dinge die ich für mich festhalten
möchte.
Zum ersten Mal hatte ich am Haus nichts mehr zu tun. Die
Küche, das europäische WC, Waschraum und Duschen waren alle von Anfang an
fertig und benutzbar. Obwohl ich anfangs von der Notwendigkeit einiger Dinge
(z. B. eines für uns Europäer
gewohnten
WC`s und zwei Duschen) nicht so recht überzeugt war - und mich H.Jürgen
und andere dazu überreden mussten - finde ich jetzt doch alles wirklich gut und
vorteilhaft, auch und vor allem für meine Gäste.
Auch eine Waschmaschine und einen leistungsfähigeren
Staubsauger habe ich mir angeschafft. Haben sich beide schon bewährt.
Sogar Telefon (Festnetz und Handy!) legte ich mir zu und bin
jetzt also ein wenig besser erreichbar. Nur „ein wenig besser“ deshalb weil ich
das Handy oft nicht dabei habe und ich auch nicht allzu oft zuhause bin. Meine
Festnetznummer in Ortahisar ist 0090 384 343 2145.
Zum ersten Mal musste ich auch Futter für Garip und Toprak in
einer größeren Menge kaufen. So kaufte ich 70 Ballen Heu (ein kleiner LKW voll)
von denen man einen kleinen Teil hier auf den Pferdewagen sieht. Ein Ballen
kostete 3 Millionen.
Natürlich brauchte es auch noch anderes (Kraft)futter (arpa
und kepek) und eine Menge „saman“.
Meine Tiere leben also auch nicht von Luft aber dafür habe ich kein Auto
– und ein Auto würde sicher mehr „fressen“ als meine Pferde in Ortahisar.
Da ich mich entschloss mein Maultier und Pferd im eigenen
Stall unterzubringen fiel doch noch eine kleine Arbeit im Haus an. Das leider
sehr kleine Stallfenster brauchte noch ein Glas. Außerdem kaufte ich kurz vor
Abfahrt für Zübeyde noch 10 Hühner und so musste auch noch ein kleiner
Hühnerstall gebaut werden. Im Moment ist der Stall also von Garip und Toprak,
10 Hühnern und – nachtsüber – auch von Silly bewohnt.
Eine
kleine Reparatur gab es auch in meinem Garten nahe den Balkankirchen. In diesem
Garten sind 2 Taubenschläge von denen nur der kleinere noch von einigen Tauben
bevölkert ist. In den anderen, wesentlich größeren und zweistöckigen verirrt
sich leider wohl schon seit langem keine Taube mehr.
Taubenmist war früher ein wertvolles Düngemittel und Zeugen
davon sind heute noch die unzähligen Taubenschläge in den Felswänden vieler
Täler Kappadokiens.
Die Tauben wurden im Winter auch gefüttert und mussten einmal
sehr zahlreich gewesen sein.
Seit der Verbreitung des Kunstdüngers hat der Taubenmist
seine Bedeutung verloren und die Tauben werden nicht mehr gehegt und gepflegt
wie früher.
An einzelnen Taubenschlägen kann man übrigens sehr schöne
Verzierungen und vereinzelt interessante Zeichnungen sehen – von Künstlern
vergangener Zeiten gemalt!
Meine Taubenschläge haben allerdings keine kunstvollen
Verzierungen und die verschiedenen Einfluglöcher des größeren und unbewohnten
wurden von Ahmet Usta (Usta = Meister) in 2 Tagen repariert.
Ahmet hatte schon die meisten Steinarbeiten
bei
der Restauration von meinem alten Haus gemacht und ist ein wirklicher Meister
seines Faches.
Ich schätze Ahmet nicht nur als Handwerker sondern auch als
Mensch und genoss es richtig wieder einmal 2 Tage mit ihm zusammen zu sein.
Er ist auch der einzige, wo ich es im Nachhinein bereue ihm
einmal nicht mit Geld ausgeholfen zu haben als er (höflich und sehr
zurückhaltend) danach fragte.
Leider hatte ich damals gerade sehr ungute Erfahrungen in
dieser Hinsicht hinter mir und reagierte entsprechend. Etwas Gutes hatte diese
Sache im Nachhinein trotzdem. Unsere Freundschaft wurde auf die Probe gestellt
und hat den Test bestanden!
In dem Haus (oder genauer: unterhalb) von Ahmet ist übrigens
eine recht große alte Kirche, die jetzt von seiner Familie als Lagerraum für
Obst und Eingemachtes verwendet wird. Ich war schon sehr oft mit Besuch bei
Ahmet wegen dieser völlig unvermuteten und interessanten Kirche in seinem Haus
und noch nie hatte ich das Gefühl, dass wir ungelegen oder nicht willkommen
gewesen wären. Wie schön und anders ist manches in der Türkei!
Aber
mit Geldausleihen (Schuldenmachen ist in der Türkei sehr verbreitet und wie es
mir scheint einfach normal) habe ich fast nur schlechte Erfahrungen gemacht und
auch bei diesem letzten 3-monatigen Aufenthalt kam ein negatives Erlebnis in
dieser Hinsicht dazu. Es ist sehr schwierig hier immer die richtige
Entscheidung zu treffen.
Dem normalen Tourist bzw. Kurzurlauber stellt sich dieses
Problem natürlich kaum, da es auch in der Türkei nicht üblich ist sich von
einem Fremden etwas auszuleihen, eine gewisse freundschaftliche Beziehung und
Vertrautheit ist auch hier Voraussetzung.
Manchmal ist der Zweck von einem „Beziehungsaufbau“
allerdings fast peinlich offensichtlich. Auch diesmal war es so und ich
erwartete eigentlich schon fast was kam. Aber wie gesagt, es ist nicht leicht
hier immer das richtige zu tun.
Was gibt es sonst noch zu notieren?
Wahrscheinlich fallen mir jetzt noch ein paar Sachen ein und
einige davon sind schon
sehr
persönlich und sollten hier vielleicht gar nicht stehen. Aber ich sagte schon,
dass meine „Reiseberichte“ immer mehr einem persönlichen Notizblock gleichen.
Ich denke es war an einem der ersten Tage des Fastenmonats
als ich mit meinem Besuch auf der Terrasse saß. Ich war etwas überrascht als
ein Gemeindearbeiter, der bei Ausbesserungsarbeiten an der Kanalisation in
unserem Viertel mitarbeitete, sich zu uns setzte.
Wenn der Besucher nicht während der Arbeit und in voller
Montur gekommen wäre – der Besuch eines Nachbarn und gut Bekannten (ich hatte
ihn auch schon als Arbeiter) ist in Ortahisar nichts ungewöhnliches.
Nach ausgiebigem und üblichem „small talk“ eröffnete er
schließlich den Zweck seines Besuches. Er sagte, dass sich jeder im Viertel an
den Kosten der Kanalisationsarbeiten beteiligen muss und nannte einen Betrag den
ich zu zahlen hätte.
Dass ich das Geld einem Arbeiter ohne Quittung geben sollte
war etwas sonderbar aber ich hatte das Geld gerade und gab es ihm – ich kannte
ihn ja auch sehr gut. Der Betrag war nicht besonders hoch, nicht viel mehr als
ein Tageslohn.
Einige Tage später sagte mir Zübeyde, dass sie mit einigen
Nachbarn gesprochen hätte und keiner etwas von einer Bezahlung für
Kanalisationsarbeiten wusste. Da war ich dann doch etwas sauer und nach ein
paar weiteren Tagen bekam ich das Geld über Zübeyde zurück.
Die Erklärung: Jeder (außer mir!) hätte sich geweigert zu
bezahlen und so bezahle die Gemeinde doch alles aus der eigenen Tasche. Ich
hatte keine Lust dieser
Sache
weiter nachzugehen aber es war das zweite Mal in diesem Urlaub dass ich von
einem überaus religiösen Moslem sehr enttäuscht war.
Aber es gab nicht nur Enttäuschungen. So wächst mein
Vertrauen in die Familie die für mich vielleicht am wichtigsten ist ( sie wohnt
in meinem Haus) und darüber bin ich sehr froh. So fand ich es echt mutig von Zübeyde
mir diese Sache mit dem Geld zu sagen, denn sie konnte damit rechnen, dass ihr
das nichts anderes als Unannehmlichkeiten und den Zorn eines Nachbarn
einbringt.
Das Wetter in Kappadokien hat mich übrigens auch noch nie enttäuscht!
Auch diese 3 Monate war es praktisch immer schön und der Herbst mit seinen
Farben (und dem Obst!) ist eine wunderschöne Zeit. Auch die verschiedenen
Vorsorgen der Leute für den kommenden Winter kann man beobachten wie die
Verwertung der Trauben zu Rosinen und Pekmez, Vorbereitung von Brennholz usw.
Die Zeit verging wie im Flug – jedenfalls die 2. Hälfte und
einige Dinge die ich mir fest vorgenommen hatte müssen auf 2005 warten, etwa
ein Besuch bei Andus in Göreme.
Der
ganz persönliche und absolute Höhepunkt war für mich, dass ich diesen Herbst
mit einer kleinen christlichen Gruppe in dem relativ nahen Städtchen Avanos in
Kontakt gekommen bin.
Die Gemeinschaft mit gläubigen Christen ging mir bisher in
meinem Traumland sehr ab und es war für mich immer etwas ganz besonderes (das
wird aber sicher so bleiben!) wenn ich von Glaubensgeschwistern Besuch bekam.
Diese kleine christliche Gemeinschaft ist mit ein Grund dass
ich meinen nächsten Aufenthalt schon kaum mehr erwarten kann! Hin- und Rückflug
ist bereits gebucht, Stuttgart – Istanbul (13. März und 7. April).
Den Preis von 120 Euro mit Germanwings finde ich übrigens
beinahe übertrieben günstig. Hier die Adresse wo du günstige Flüge von
Germanwings und anderen Billigfliegern meist müheloser als direkt auf der Homepage
der Fluggesellschaft finden kannst: www.flughammer.de
Allerdings
lohnt es sich den Newsletter von Germanwings zu abonnieren, wo immer wieder
kurzfristig besondere Aktionen angekündigt werden!
Ich
freue mich aber auch auf das Wiedersehen mit meinen türkischen Freunden und
auch auf meine Tiere (Garip, Toprak und Silly, mit den Hühnern habe ich mich
noch nicht so speziell angefreundet). Bin schon gespannt was ich mit meinen
Vierbeinern unternehmen werde. Vielleicht auch einen Ausflug mit Übernachtung
in einem andern Dorf?
Das
wäre schon mal ein kleiner Test für etwas, das ich einmal sehr gern machen würde:
eine mehrtägige Tour mit Pferd und Maultier in Kappadokien.