Mittwoch, der 1. August 2007! Ein wundervoller Abend für ein perfektes Konzert. Doch das wußten wir zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht... ;)

Wir, also mein Mann und ich, sind schon am Vorabend in Berlin per Flugzeug gelandet. Und zum Glück muß ich sagen, wirklich am Vorabend, denn wir kamen mit über einer Stunde Verspätung an. Was für ein Unglück, wäre das am nächsten Tag passiert, denn da hätten wir keine Zeit für irgendetwas gehabt, geschweige denn zum Umziehen. So konnte ich die Gewandung von uns beruhigt aus dem Koffer auspacken und ein wenig die Falten aushängen lassen.
Wir schliefen dann ein wenig länger, gingen gemütlich frühstücken und machten dann einen Bummel durch die Spandauer Arcade, weil mir beim Packen doch einiges unter die Lappen gegangen ist. So unter anderem ein Taft und da ich mir beim "Bummeln" Blasen holte, mußte auch Pflaster gekauft werden. *g*

Gegen 15 Uhr läutete bei uns am Zimmer das Telefon und Ines und Olaf waren da. Also trafen wir uns mit ihnen bei der Rezeption und gingen dann gemeinsam in die Hotelbar, um noch ein bißchen zu quatschen. Ines hatte uns schon ein paar Tage vorher gebeten, daß sie sich bei uns im Zimmer umziehen könnten, weil sie die zweistündige Autofahrt von Cottbus nicht unbedingt in ihren Gewändern machen wollten.
War natürlich kein Problem. Also gingen wir Mädels als erstes so gegen 17 Uhr auf´s Zimmer und zogen uns um. Meinen ersten selbstgenähten Hut hatte ich auch mit, doch Ines meinte, daß ich damit zu streng aussehen würde. So blieb er dann im Hotelzimmer einsam zurück! ;)
Da es nicht zu heiß war, zog ich mein neues Kleid an, welches aus zwei Stücken besteht - dem Unterkleid (welches aber so genäht ist, daß man es auch alleine anziehen kann) und dem so genannten Höllenfensterkleid. (Näheres sehen neugierige Nasen hier)

Danach gingen Michi und Olaf hinauf und die Jungs waren natürlich um einiges schneller umgezogen. *schmunzel* Leider hatte Michi die Eintrittskarten im Zimmer liegen gelassen, was bedeutete, daß ich noch einmal hinauf in den 7. Stock mußte. Was aber kein Fehler war, denn da lag im Sackerl noch mehr, was er brauchte - nämlich kleine "Geschenke" für Frank.

Gerlinde stieß dann noch kurz vor 18 Uhr zu uns und kurz nach 18 Uhr waren Irene und Frank im Hotel. So zog doch wieder ein beachtliches Grüppchen, welches so gar nicht durch mittelalterliche "Kostümierung" auffiel, durch die Spandauer Altstadt Richtung Zitadelle.
Wie erstaunt waren wir dann, als wir da ankamen, denn da standen zwei laaaaaaaaaaaange Schlangen schon vor dem Eingang der Zitadelle, was bedeutete, daß wir diesmal im wunderschönen Innenhof keine Fotos machen konnten. Wir stellten uns also da an und es dauerte gute 15 Minuten bis wir durch die Kontrolle durch waren und über die Brücke in den Innenhof gehen konnten. Da wurde noch einmal zur Sicherheit kontrolliert (denn es könnten sich ja Leute ohne Eintrittskarte schon stundenlang im Restaurant der Zitadelle versteckt haben! *ggg*), dann waren wir endlich drin.
Doch da wartete die nächste Überraschung auf uns. Eine Dame kam auf mich zu, deutete auf mich und meinte "wir kennen uns doch, oder?".
Ja, mir kam ihr Gesicht bekannt vor, doch momentan wußte ich nicht, wo ich ihr Gesicht hintun sollte. Da kam von ihr das erlösende Wort: SHAMEA! Welch eine Freude, sie endlich einmal persönlich kennen zu lernen!!!
Mit Ines und Olaf machten wir uns noch schnell aus, daß wir uns nach dem Konzert hier beim Ausgang treffen würden, dann trennten wir uns, während Shamea bei uns blieb.

So verging die Zeit schneller als man dachte und wir verpaßten doch glatt die Vorgruppe - Gothien!!! Doch wie wir hörten, spielten diese leider nur 20 Minuten. Schade, denn die Band hat es wirklich drauf, wie wir ja schon in Ljubljana feststellen konnten.
Wir tranken mit Shamea und ihren Mann in geselliger Runde einen Becher Met (das heißt, ich holte mir lediglich ein Cola - wie unpassend *g*).
Susanne, die Organisatorin des deutschen BN-Fan-Clubs, fragte nach, wo wir sitzen würden und bot uns an, eventuell Sitzplätze weiter vorne zu bekommen. Doch wir lehnten dankend ab.
Da die Zeit immer knapper wurde, bis zum Beginn des Konzerts, machten wir noch schnell gemeinsam mit Shamea Fotos in einer grüneren Ecke des Innenhofs, verabredeten uns, daß wir uns nachher noch sehen würden und zogen los. Doch auf dem Weg dahin, entdeckten wir Heiko und so steuerten wir noch auf ihn zu. Das war ein Hallo!

Heiko wollte uns unbedingt noch fotografieren und während wir da standen und redeten, trafen einige bekannte Gesichter ein, stellten sich dazu oder gingen nur grüßend auf ihre Plätze.
Laut Heiko würde es nur noch ca. 10 Minuten bis zum Beginn dauern, also trennten wir uns und Heiko sagte noch, daß er uns vielleicht Backstage bringen könnte. Wir sollten doch nach dem Konzert nach vorne gehen und da auf ihn warten. Die Überraschung war groß, da wir weder etwas zum Unterschreiben dabei hatten, noch unsere Freunde nachher im Stich lassen wollten. Eine wahre Zwickmühle! :(

Wir suchten unsere Plätze auf, welche sich ziemlich mittig, aber leider auch etwas weiter weg als sonst, befanden (Block E). Die Sitzplätze selbst waren ein Witz! Sehr eng zusammengestellt zu der vorderen Reihe (man konnte kaum durchgehen, wenn andere Leute schon auf ihren Plätzen saßen) und mit sehr kleiner Sitzfläche. Michi konnte sich das ganze Konzert hindurch kaum rühren.
Und dann ging es endlich los - nicht wie gewohnt in beginnender Dunkelheit (üblicherweise geht ja Ritchie nicht vor 21 Uhr auf die Bühne, da aber wieder einmal striktes Einhalten der 22-Uhr-Grenze war, mußte er zwangsläufig früher als üblich anfangen).

Unerfahrene Leute überhörten das Intro und dann begann David mit einem Keyboard-Solo, welches eine Klasse für sich war. Vor uns dürfte so ein typisches "Fernseh-Garten-Publikum" gesessen sein, denn sie unterhielten sich, lachten, standen fortwährend auf und kamen wieder - echt lästig! Aber zumindest war kein "Johler" in unserer Nähe!
Mit Cartouche kam dann Candice und Ritchie auf die Bühne und der Abend konnte beginnen. Leider, leider flogen wieder enorm viele Flugzeuge über die Zitadelle und wir zitterten um die Show bzw. um Ritchies Laune. Doch die beiden waren heute offensichtlich super drauf. Candice machte sogar Witze darüber und meinte, daß dieser Lärm (nach oben sehend) aber sogar nicht mittelalterlich wäre.
Ritchie unterbrach einmal sogar sein Gitarrenspiel und erst als der Flieger vorbei war, setzte er fort.
Zu allem Unglück schienen die meisten Flieger sich die leisen, ruhigen Passagen auszusuchen, um ihren Abflug zu tätigen.

Hier die Setlist:

Encore 1:

Encore 2:


Bei Renaissance Faire kamen die beiden Jungs, Honza und Martin, von Gothien mit auf die Bühne, und bei The Clock ticks on waren auch die beiden Mädels Kamila und Markéta dabei.
Ab Home again war das Publikum kaum mehr zu halten und stand die meiste Zeit. Vielleicht auch, weil die Sitze gar so unbequem waren? *schmunzel*

Alles in allem hat der Men in black wieder ein super Konzert auf die Bühne gebracht, bei welchem auch die Strat zum Einsatz kam und Candice webte wieder ein Band der Magie mit ihrer zauberhaften Stimme. Es fehlten nur noch ein "violetter" Mond (wie wir ihn in Abenberg erleben durften) und die Fledermäuse.
Ganz so als ob die beiden meine Gedanken lesen konnten, spielten sie meine absoluten Lieblingslieder (World of stone, Ariel, Still remember you und The old village lanterne) und zusätzlich zwei unserer drei Hochzeitslieder (Under a violet moon und The clock ticks on).
Es war also ein absolut perfekter Abend!

Diesen beendeten wir dann gemeinsam in der Zitadelle! Gegen Mitternacht trennte sich unsere Gruppe und übrig blieben Shamea, Tommi (ihr Mann), Ines, Olaf, Michi und ich. Shameas Mann lud uns dann auch noch zu einem "zünftigen Umtrunk" ein, ein Bullenschuß in einer riesigen Kelle. Wow, der fuhr mächtig ein!

So gegen 1:15 trennten wir uns dann leider auch schweren Herzens. Während Shamea und Tommi in die eine Richtung davon gingen, marschierten Ines, Olaf, Michi und ich zurück zum Hotel Ibis. So etwa um 1:30 waren wir da angekommen und trafen noch Gerlinde in der Hotelbar.
Ines und Olaf holten sich ihr "Alltagsgewand" aus unserem Zimmer, Michi ging mit ihnen hinunter um sich die Zeit bis zu unserem Abflug mit Gerlinde zu vertreiben und ich legte mich für ganz kurze eineinhalb Stunden noch ins Bett. Unser Weckruf kam dann pünktlich um 3:45 und wir machten uns auf den Weg zum Flughafen.

Abgesehen davon, daß wir totmüde um 9 Uhr morgens (es gab Probleme mit dem Förderband in Berlin Tegel und daher hatten wir - wieder einmal - Verspätung) in Wien ankamen, war es ein supertolles Konzert mit ganz vielen lieben, "alten" Freunden, zu welchen neue hinzukamen. Nun hoffen wir, daß wir in Burghausen ein ebenso tolles Konzert erleben dürfen!




zurück