Sonntag, der 22. April 2007. Strahlendes Wetter als wir (Peter, Christian, Elena, Michael und ich) von Wien Richtung Slowenien fuhren. Es versprach ein wunderbarer Tag und möglicherweise auch ein herrlicher Abend zu werden. Doch das mußte sich erst erweisen...

Wir blieben in Leibnitz stehen, nicht nur um uns die Beine zu vertreten, Kaffee zu trinken, sondern auch um zwei weitere Blackmore-Fans zu treffen - Sam und Gerhard! Nach dem freundlichen Gedanken unser Herren saßen wir im Schatten und wir beiden Mädels froren doch ziemlich, da ein erfrischender Wind wehte. Also stellten wir uns noch schnell in die Sonne, um warm zu werden, bevor wir nach Ljubjlana weiterfuhren. Dann war es endlich soweit und nach nur einer weiteren Stunde Autofahrt trafen wir in Ljubjlana ein.
Immer noch strahlte die Sonne vom Himmel und da Peter der slowenischen Sprache mächtig ist, fanden wir nach einigen Informationen das Krizanke Theatre. Wir hatten das Glück beim Aufbau der Bühne noch ein bißchen dabei sein zu dürfen und so etwas wie das Austesten der Boxen wurde wohl auch praktizierte, denn es spielte wahnsinnig laut Musik.



Danach gingen wir in den Innenhof zurück. Obwohl erst der offizielle Verkauf bzw. das Abholen der reservierten der Karten ab 18 Uhr stattfinden sollte, trafen wir zufällig die Managerin und bekamen unsere schon jetzt.
Danach erfragten wir ein Lokal, in welchem wir essen konnten und stapften los. Die Pizzeria Foculus kann ich nur jedem empfehlen, der sich einmal nach Ljubjlana verirren sollte. Es ist nicht weit weg vom Theater in einer Seitenstraße und ist lecker. Sogar für Vegetarier geeignet, da es viele vegetarische Pizze gibt. Die Auswahl zwischen "large" und "small" merkt man nicht. *schmunzel*
Elena und ich hatten jeweils eine "small", während die Herren alle eine "large" hatten. Beide Größen hingen über den Tellerrand. ;)

Unsere Autogramm-Jäger wurden dann allmählich schon nervös, da die Zeiger bereits 16 Uhr zeigten. Also holte ich mein Zeug aus Peters Auto und Elena war mir beim Umziehen und stylen in der etwas beengten Damentoilette behilflich. Dank ihr saß meine Frisur bis zum Schluß und das ist bei meinem feinem Haar schon wirklich eine super Leistung. Hierfür noch einmal einen super Dank an Elena!!!
Gegen 16:30 standen wir also wieder vor dem Krizanke Theatre und wurden beinahe nicht mehr in den Innenhof gelassen... erst als wir erklärten, daß wir da drinnen etwas trinken wollten, ließ uns der Security hinein.
Und welch ein Glück wir hatten, sollte sich bald herausstellen...

Nach uns wurde nur noch eine Pensionistengruppe, die sich die Baukunst des Theaters ansah, hereingelassen, ansonst niemand mehr. Diese verließ aber auch recht bald wieder das Theater. Wir ließen es uns in der Sonne gut gehen, bei Kaffee und Mineralwasser. Und gegen 17 Uhr tauchte der Meister, Candice und Carole auf.
Peter, der extra ein Buch über historische Musikinstrumente mithatte, startete auf die Gruppe zu. Carole hielt ihn sofort auf, während Ritchie und Candice nicht einmal in unsere Richtung schauten, sondern einfach weitergingen. Sie übernahm das Buch und ging ebenfalls davon.
Tja, Pech gehabt! Aber auch durchaus verständlich, wie ich finde!

Carole war wohl auch ein bißchen pikiert, daß wir im Innenhof saßen. Da wir uns aber ansonst weiterhin ruhig verhielten, verlangte niemand, daß wir ihn verlassen mußten. Wir erlebten mit wie der Merchandise-Stand aufgebaut wurde und schließlich auch wie die Sisters of Moon ihre CD´s vorbeibrachten, was Christian nutzte und ohne Probleme oder gar Diskussionen Autogramme von ihnen bekam.
Als kleines Präsent hatte er Ferrero Roche dabei und so erfuhren wir, daß dies die Lieblings-Ferrero der Schwestern sind.
Das einzige Plakat in ganz Ljubjlana - wie es schien - wurde schließlich auch im Innenhof aufgehängt und wir machten Fotos davon. Ansonst war ich - wieder einmal - zu scheu um weitere Fotos zu machen. Ich wollte halt - wie immer - nichts riskieren! *seufz* Aus diesem Grund gibt es auch nur ein einziges Foto bei Tageslicht! ;)



Von der lokalen Managerin wußten wir ja schon, daß gegen 18:30 Uhr der Einlaß wäre und so hatten wir genug Zeit uns zu dem zweiten Eingang zu stellen, als der Innenhof für das Publikum geöffnet wurde.
Tja, und dann, als auch dieser geöffnet wurde, fiel ich mal wieder so gar nicht auf...
Nicht nur, daß ich zu diesem Zeitpunkt die einzige war, die gewandet war, holten sie die Kostümierten in die erste Reihe. Und ich habe mich doch tatsächlich geweigert! *lach* Die Blackmore´s Night-Managerin war ein bißchen verzweifelt und redete mit Händen und Füßen auf mich ein, doch ich blieb standhaft (wissen doch einige auch, warum *gg*). Ich wurde dann von meinem Schatz und von Peter mit dem Satz: She is shy entschuldigt. Sie zog dann erfolglos ab und wir warteten mit allen anderen auf den Einlaß.
Die Security sah zwar grimmig aus, aber waren echt harmlos. Es wurde nichts kontrolliert und sogar die Eintrittskarten wurden nicht abgerissen. Schon zuvor hatten wir uns die Plätze direkt vor dem Mischpult erkoren und die eroberten wir dann auch im Sturm, als wir hinein durften, während Ungewandete die ersten Reihen stürmten.
Meine Bedenken gegen ein wundervolles Konzert wuchsen, als wir dann auch noch zu allem Überfluß den Straßenlärm der direkt angrenzenden Hauptstraße hörten. Ich war dann doch am Überlegen, ob ich mich nicht nach vorne setzen sollte, da ganz offensichtlich - bis auf zwei Mädels - keine Kostüme auftauchten. Aber wie konnte ich das machen, wo ich doch zuvor abgelehnt hatte??? Also blieb ich sitzen!

Die Vorgruppe, die übrigens nirgendwo - weder auf der Eintrittskarte noch auf dem Plakat - auftauchte, nennt sich "Gothien", besteht aus zwei Mädels und zwei Jungs und kommt aus Pilsen. Ich fand sie gut, Michi "so lala", auch wenn er im Anschluß an das Konzert dann doch die CD von ihnen kaufte und wir bekamen sogar alle vier Autogramme!
Sie bemühten sich wirklich Stimmung zu machen, hatten aber nur mäßig Erfolg. Scheinbar wartete auch ganz Ljubjlana nur auf den Men in Black.

Und dann war es soweit! Das Intro spielte, das Licht wurde langsam ausgeblendet, die Bühne nur schwach bläulich erleuchtet und Ritchie kam auf die Bühne und wurde mit einem wahren Sturm an Begeisterung begrüßt.
Als auch Candice erschien wurde es noch um eine Spur lauter. Doch sobald die Musik begann, wurde es ruhig! So eine andächtige Stille zu anfangs war ich nur von Budapest gewöhnt und umhüllte uns weich und sanft.
Die Stille hielt aber leider auch bei den schnelleren Liedern an und das Publikum machte kaum mit. Nur einige wenige klatschten und bei "Home Again" stand niemand auf, wie ich es von anderen Konzerten gewohnt bin. Meine Bedenken wuchsen immer mehr, auch wenn Ritchie sich redselig und gut gelaunt gab. Als dann auch noch bei der Ankündigung zu "Diamond and Rust" einer der Slowenen zu singen anfing, fürchtete ich, daß er gleich abbrechen würde. Candice nahm es etwas lockerer und meinte, ob nicht der Sänger anstelle von ihr singen wolle.
Bei "Under a violet moon" mußte Candice zuvor auch noch erklären, was vom Publikum "erwartet" wurde (Refrain mitsingen und das "Hey-Signal") und ließ noch mehr um ein tolles Konzert bangen.Auch verwirrte uns wieder einmal der als "Hase" verkleidete Mensch, der während "Minstrel Hall" quer über die Bühne hoppelte.
Leider waren die Umstände ganz offensichtlich doch so "arg", daß wir nur ein ca. 90minütiges Konzert erleben durften. Schade darum, da der neue Bassist wirklich gut ist, engagiert wirkt, aber sich auch ganz offensichtlich noch nicht richtig einzubringen traut. Und doch war dieses Konzert bei weitem nicht so enttäuschend wie Kulmbach.

Zum Schluß noch die Setlist:

Zugabe:



Übrigens hatten Autogramm-Jäger diesmal ziemliches Pech!!! So auch ich! Wir erfuhren, daß Ritchie schon nach 20 Minuten wegfahren wolle, doch da das Krizanke ganz offensichtlich mehr Ausgänge hat, als die Fans heraus finden konnten, entwischte er ungesehen.
Und wir standen uns eine Stunde lang die Beine völlig sinnlos in den Bauch!

Ich will doch hoffen, daß uns die weiteren Konzerte, die wir uns hoffentlich ansehen werden, dieses eine von der "Moonlight over Europe"-Tour entschädigen.





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