Muskelbepackt steht er da,
seine Augen wirken unnahbar.
Seine lange Mähne flattert im Wind,
seine Hände sind im Kampfe geschwind.

Kühl und berechnend kann er sein,
wirkt wie gemeißelt in Stein.
Sein Schwert dann reiche Ernte einbringt
und das Lied des Todes singt.

Der Kampf wird ihm aufgezwungen,
die todgeräucherte Luft in den Lungen,
stößt ihn abgrundtief ab.
Das Töten ihn niemals etwas gab!

Er ist der Meister der Schwerter,
die Liebe erscheint ihm lebenswerter.
Die Klinge geschützt durch einen Zauberspruch,
die Scheide eingehüllt in ein magisches Tuch.

Die Seherin, die ihm das Schwert gemacht,
hat mit ihm so manche Nacht verbracht.
Sie schützt ihn durch Magie.
An ein Ende denken beide nie!

Bis es dennoch kam,
hinterrücks und infam,
so musste er eines Nachts sterben.
Der Mörder kann damit keinen Ruhm erben.

Das Meisterschwert nun im Felsen steckt,
bis man seinen Herrn vom Tode erweckt.
Der Seherin Klagelied
leise mit dem Wind zieht…


(© by Lightdancer, 9. Dezember 2005)

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