Sie krabbelt und sie spinnt
geschickt ihr Netz geschwind,
in die Hausecke,
in die Zierhecke!

Sie webt alsdann, Stück für Stück
und den ganzen Weg zurück,
ihr feines, zartes Nebelhaus,
macht eine Falle daraus!

Dann wartet sie geduldig,
bis das Glück ihr ist huldig.
Eine Beute sich darin verfängt
und in ihrem Netze hängt!

Wie die Nornen spinnt sie den Faden,
webt hinein Liebe, Glück und Schaden.
Das Netz hat einen Anfang und ein Ende,
ab und an auch wie das Leben eine Wende.

Sie steht für Geduld und Warten,
lässt sich nicht schauen in die Karten.
Sie ist Intuition und Weiblichkeit,
ihre Fäden reichen weit!

Lass uns selbst zur Spinne werden,
web dein feines Netz auf Erden.
Verbind´ und verknüpf´ geschickt,
Seel´ für Seel´ sich nun verstrickt!


(© by Lightdancer, 29. November 2005)

zurück