Dunkler Wald,
Mondlicht Schatten malt,
eine huschende Bewegung hier,
der Atem stockt einem schier.

Aus dem Dunkel tritt hervor,
zwischen einem Bäume-Tor,
ein Wolf so grau
mit schlankem Körper-Bau.

Seine Augen glitzern nur,
auf seinem Rücken eine Silberschnur.
Vorsichtig blickt er sich um,
dreht sich dann gemächlich herum!

Mit einem kurzen Kläffen lockt er
seine sanfte Gefährtin her…
Hellgrau tritt sie in das Mondlicht,
mit blauen Augen sie ihn besticht.

Ohne Gefahr in Sicht,
sich der Spieltrieb Bahn bricht!
Herumtollen, springen, fangen,
ein Gespür für den anderen erlangen.

Zuneigung und Sicherheit,
Schutz und Zärtlichkeit!
Stürmische Begierde erwacht,
gemeinsames Heulen in der Nacht.

Ihre Stimmen erschallen laut,
bereiten eine Gänse-Haut!
Das Rudel antwortet sofort,
jeder Ton ist ein Wort!

Ihr Ruf auch in der Anderswelt erklingt,
die menschliche Seele darin mitschwingt.
Es findet sich alles nun
ohne großes Zutun!

Nun sind wir eine Macht,
singen in des Mondes Pracht
mit den Wölfen gemeinsam!
Niemals mehr einsam…


(© by Lightdancer 6. September 2005)

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