Es war einmal - nun kommt ein schönes Märchen - von Willy Wackel und seinem Handy!
Willy Wackel war frustriert, keiner verstand ihn mehr, seine Frau nicht und von den 7 Kindern nebst Oma und Opa und den Rest der Familie ganz zu schweigen.
Die einzigste Freude die er hatte war sein neues Handy, ja ich will sagen er war verliebt. Ein Gefühl, welches er lange nicht mehr gespürt hatte.
Willy beschloss nach der Arbeit nicht nach Hause zu gehen, sondern begab sich zum Flughafen. Er hatte eine Entscheidung getroffen. "Aus, Schluss, ich brauche Urlaub!" Gesagt, getan. Im Nu fand er sich in einem dickbäuchigen Flugzeug nach Hannover wieder. Die nette Dame vom Reisebüro hatte ihm am Flughafen diese Reise wärmstens ans Herz gelegt. Drei Wochen Sonnenurlaub am Steinhuder Meer in der Nähe von Hannover.
Oh wie sich Willy freute, schöne Frauen, tolle Drinks und sein geliebtes Handy. Willy hatte einen schönen Platz direkt am Notausstieg - tolle Sicht. Er dachte: " Den Regenschirm aus Berlin kann ich ja nun getrost einpacken." Aber wie so oft im Leben sollte es anders kommen.
Beim Anflug auf Hannover hatte die Maschine plötzlich Druckabfall und wie durch Geisterhand öffnete sich der Notausstieg. In Null-Komma-Nichts war Willy samt seinem Sitz draußen an der frischen Luft. "Wat soll det denn. So hab ik nich jebucht.", schimpfte Willy. Geistesgegenwärtig spannte er in ca. 2000 Metern Höhe seinen Regenschirm auf - denn wenn er schon vorzeitig aussteigen musste, wollte er doch einigermaßen sanft landen.
Nach kurzem aber angenehmen Flug klatschte er unsanft ins Wasser. Platsch - unten - jott sei Dank. Als er wieder an die Oberfläche kam, fand er sich schwimmend in einem großen Gewässer wieder. "Mensch!", dachte Willy "Och jut! Muss wohl det Steingeluder Meer sein oder wie det heisst. Is ja och ejal." Nach 30 Minuten eifrigem Schwimmens sah er eine Insel. Juhu, die Rettung. Land in Sicht "Eine kurze Anstrengung noch und ik binn uffn trockenen."
Alles war weg, der Sitz, der Regenschirm und... nee es ist noch da. Sein Handy - unversehrt und schön anzusehen. Er begann es zu streicheln und plötzlich hörte er eine Stimme. "Hey Willy! Ich bin's, Dein Handy! Küss mich, ich bin eine verzauberte Fee." Er traute seinen Ohren nicht. Doch da, wieder diese Stimme - der gleiche Satz. Er kämpfte mit sich. Soll er oder besser nicht? Nun ja, mit einer schönen Fee hier auf der Insel.. nicht übel, dachte Willy. Heiß und innig küsste er sein Handy. Immer wieder, noch heißer und... bumm hatte Willy einen Waffeleisen in der Hand. Denn sein Handy hatte gelogen. Es war gar keine schöne Fee, sondern ein altes Waffeleisen.

Was lernen wir aus dieser Geschichte? Traue keinem Handy - sie liefern nur Fehlinformationen oder Fehlfunktionen.
Weder vom Handy noch von Willy hat man je wieder was gesehen noch gehört. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sind sie heute noch auf der Insel im "Steinhuder Meer" und leben glücklich und zufrieden.


(© by Spaßvogel Frank, einem wirklich sehr gutem Freund aus Berlin, November 2005)

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