| Literaturgattungen |
Dinggedicht |
Das intensive Betrachten eines Dings, d. h. vorwiegend eines ruhenden Gegenstandes, führt zur Einfühlung in sein Wesen, dessen symbolischer Deutung und sprachlicher Nachbildung. Alles Unwesentliche fällt dabei von dem Ding ab, die sprachliche Formulierung verlangt eine strenge Form. Besonders gern befasst sich das Dinggedicht mit Gegenständen der bildenden Kunst. Vertreter dieser Gedichtart sind Mörike (»Auf eine Lampe«), C. F. Meyer (»Der römische Brunnen«) und Rilke (»Römische Fontane«). Weltbildverlag GmbH, Autorin: Dr. Annemarie van Rinsum, Friedrich Belzner; ISBN 3-89350-164-9 |