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Elegie |
Mit elegischer Stimmung meint man stille Trauer und Ergebenheit; sie kann in allen Gebieten der Kunst vorkommen. Als lyrische Art war die Elegie im Altertum ursprünglich keine Inhalts-, sondern eine Formbezeichnung. Sie umfasste alle Distichen, die nicht Epigramme waren, und konnte die verschiedenartigsten Inhalte haben: Sage, Geschichte, Politik, Betrachtung oder Liebe. Später verbanden sich mit den formalen die gehaltlichen Elemente der Klage. In Deutschland halten sich die rein formale und die inhaltliche Bestimmung die Waage. Wir finden Elegien bei Klopstock (»Rothschilds Gräber«), Schiller (»Die Ideale«), Goethe (Römische Elegien, »Marienbader Elegie«), Hölderlin (»Menons Klage«) und dann wieder bei Rilke (»Duineser Elegien«) und Krolow (»Koreanische Elegie«). Weltbildverlag GmbH, Autorin: Dr. Annemarie van Rinsum, Friedrich Belzner; ISBN 3-89350-164-9 |