Heldenlied

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Heldenlied

Das Heldenlied ist die künstlerische Ausgestaltung der altgermanischen Heldensage aus der Völkerwanderungszeit. Aus Deutschland ist uns nur das Hildebrandslied überkommen; unsere Hauptquelle ist die Edda, eine Sammlung aus Island, die außer den nordischen Heldenliedern auch solche südgermanischer Herkunft bewahrt hat. Südgermanische Stoffe sind z. B. der Untergang der Burgunden (Edda: Altes Atlilied), Siegfrieds Tod (Edda: Altes Sigurdlied). Wieland (Edda: Wölundlied). Behandelt wird nicht das Politisch-Historische, sondern im Mittelpunkt stehen menschliche Probleme des Individuums, z. B. der Konflikt zwischen der Ehre des einzelnen und der Gefolgschaftstreue. Das Heldenlied wird von manchen Literaturwissenschaftlern als Ursprung des -> Heldenepos angesehen; es ist jedoch kürzer, sprunghafter, balladenartiger und hat einen deutlichen Höhepunkt. Die äußere Form ist gekennzeichnet durch die stabreimende Langzeile, die in freien Strophen gegliedert ist. 

Literatur

Uecker, H., Germanische Heldensage, Sammlung Metzler Bd. 106.

Weltbildverlag GmbH, Autorin: Dr. Annemarie van Rinsum, Friedrich Belzner; ISBN 3-89350-164-9