Idylle

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Idylle

Das Wort Idylle wird auf zwei verschiedene Arten erklärt; zunächst rein formal als »kleines Gedicht«, dann dem Inhalt nach als »Bildchen« aus dem Volksleben. Es bietet sich folgende Definition an: Die Idylle ist ein abgerundetes Bild von harmlosen Menschen, die in einfachen, naturnahen Verhältnissen zufrieden und zurückgezogen leben. Sie kann in Prosa oder Versform vorkommen. Im Altertum ist sie identisch mit der Hirtendichtung (Ekloge). Die Idylle ist in Zeiten beliebt, die sich nach einem natürlichen Leben zurücksehnen. Sie lebt als allegorisierende Schäferdichtung im Barock, als empfindsame Kleinkunst in der Aufklärung (Geßner), als realistische Schilderung des Volkstümlichen im Sturm und Drang (Maler Müller, Voß), als Dorf- und Bauerngeschichte im poetischen Realismus (Gottheit) und im sozialistischen Realismus (Strittmatter). 

Literatur

Boeschenstein-Schäfer, R., Idylle, Sammlung Metzler Bd. 63.

Weltbildverlag GmbH, Autor: Dr. Annemarie van Rinsum, Friedrich Belzner; ISBN 3-89350-164-9