Börsenreport 13.12.2003

Plattenbörse in der Wiener Stadthalle, 13.12.2003


“Around the world I've searched for you” singt Nat “King” Cole auf “Around The World” und diese Single war natürlich nicht das Aufsehenerregenste, was an diesem Wochende entdeckt wurde, denn das war natürlich einen Tag später ein paar tausend Kilometer östlich Saddam Hussein. Was aber sonst noch so alles zu Tage befördert wurde kann man im Folgenden nachlesen


Singles:

Blue Ridge Riders – Hearts Of Stone
Fred Bertelmann & Chris Howland – Der Dumme im Leben ist immer der Mann
Club Indonesia – Die goldenen Spangen
Nat „King“ Cole – Around The World/Fascination
Eddie Constantine – Jeder macht mal eine Pause
Dale & Grace/Velaires – I’m Leaving It Up To You/Roll Over Beethoven
Detlev Engel - Mr. Blue
Susan Fassbender – Twilight Cafe
Camillo Felgen - Sag warum
Inez & Charlie Foxx - La De Da I Love You/Don't Do It No More
Connie Francis – My Happiness/You Always Hurt The One You Love
Bobby Goldsboro - Mornin' Mornin'
Hop Cats – When My Sugar Walks Down The Street
Tommy James & The Shondells – Mony Mony/One Two Three And I Feel
Tommy James & The Shondells – Somebody Cares/Do Unto Me
Fern Kinney - I've Been Lonley For So Long/Love Me Tonite
Billy Mo – Swing, Methusalem/Mary, My Girl
Wencke Myhre – Ein Sonntag im Bett
Nashville Teens - Wydicombe Fair/Hitch-Hike
Perez Prado – Patricia/Why Wait
Sweet Inspirations - Chained/Don't Go
Caterina Valente – Tausend rosarote Pfeile
Caterina Valente – Zuviel Tequila/Oh Valentino
J. Frank Wilson & The Cavalliers - Last Kiss/That's How Much I Love You
Various Artists – Hit Parader # 33

Blue Ridge Riders – Hearts Of Stone (1973, Single)

Ein paar Monate nach der Auflösung von Creedence Clearwater Revival veröffentlichte nahm John Fogerty unter dem Pseudonym Blue Ridge Rangers in Alleinregie ein ebenfalls „Blue Ridge Rangers“ betiteltes Album. Dies geschah teilweise zur Verarbeitung des vorangegangenen künstlerischen als auch kommerziellen Fiaskos des CCR-Albums „Mardi Gras“, aber hauptsächlich zur Erfüllung der Vertragsverpflichtungen für sein Label Fantasy, dass sämtliche Rechte auf alle von ihm geschriebenen Songs besaß. Damit seine Plattenfirma nicht von weiteren seiner Eigenkompositionen profitieren konnte nahm er ausschließlich alte Country- und Pophits auf, was ihm zumindest ein Top 50-Album und zwei Hitsingles einbrachte. Nach seiner Neuauflage des Hank Williams-Countryklassikers "Jambalaya (On The Bayou)" (1972; US # 16) folgte "Hearts of Stone" (1973, A # 7, D # 33; US # 37), einst ein Hit für die Fontane Sister 1955; US # 1), das perfekt auf das legendäre CCR-Album “Cosmo’s Factory“ gepasst hätte.

Nach einer für ihn finanziell desaströsen Einigung mit Fantasy wechselte er 1975 zu Elektra/Asylum und brachte sich unter eigenen Namen mit dem Album „John Fogerty“ und den daraus ausgekoppelten Singles „Rockin' All Over The World" (1975; US # 27), „Almost Saturday Night" (1975; US # 78) und “You Got The Magic" (1976; US # 87) kurz wieder in Erinnerung. Während diese Hits allerdings schon bald wieder in Vergessenheit gerieten hatten andere mit diesen Songs durchschlagenden Erfolg. „Rockin' All Over The World" etwa wurde so etwas wie der Signature Tone für Status Quo (1977; UK # 3, D # 7; 1978; A # 22) und kaum jemand assoziiert heute diesen Titel mit John Fogerty. Ähnliches gilt für „Almost Saturday Night", mit dem Dave Edmunds einen kleinen Hit hatte (1981; UK # 58, US # 54).

1976 beschloss Fogerty, den Kampf um die Rechte seiner Songs wieder aufzunehmen, was sich nicht weiter überraschend negativ auf seine Karriere auswirkte und es sollte noch 8 Jahre dauern, bis er sich mit dem Erfolgsalbum „Centerfield“ und den Hits "The Old Man Down The Road"; 1984; A # 16, D # 49, US # 10), “Rock And Roll Girls" (1985; A # 12, US # 20) und “Centerfield" ( 1985; US # 44) wieder zurückmeldete.

(7/10)

Fred Bertelmann & Chris Howland – Der Dumme im Leben ist immer der Mann (1959, Single)

Bittere Erkenntnis von Fred Bertelmann und Chris Howland, der eigentlich nichts hinzuzufügen ist als die Tatsache, dass bei dieser Single (1959; A # 10, D # 33) Fred Bertelmann am Label zuerst genannt wird, obwohl es sich eigentlich um eine Single von Chris Howland handelt, was die Rückseite „O Yes, Okay, Allright“ bestätigt.

(6/10)


Nat “King” Cole – Around The World/Fascination (1957; Single)


Aus heutiger Sicht ist es mehr als rätselhaft, warum die britischen Plattenkäufer diese nur in England erschienene Single weitgehend ignorierten. Dabei ist hier mit Nat King Cole eine der begnadetsten Stimmen am Werk und wird von Nelson Riddle & Orchester begleitet, der auch mit Dean Martin oder Frank Sinatra arbeitete und nebenbei für das Titelthema der legendären TV-Serie „The Untouchables“ (Chicago 1930) verantwortlich zeichnet.

Den Misserfolg von „Around The World“ aus dem Film “In 80 Tagen um die Welt” könnte man auf die Marktsättigung durch die zahlreichen Versionen zurückführen, die bereits 1957 erschienen und von denen jene von Bing Crosby (1957; UK # 5, US # 25), des britischen Crooners Ronnie Hilton (1957; UK # 4), Gracie Fields & Tony Osborne (1957; UK # 8) und Mantovani & seinem Orchester (1957; UK # 20, US # 12) in die britischen Charts kletterten.

Ebenfalls aus einem Film, nämlich dem Billy Wilder-Streifen „Love In The Afternoon“/“Ariane – Liebe am Nachmittag“ stammt die Rückseite “Fascination”, hierzulande vermutlich einer seiner bekanntesten Songs, woran die „Impulse“-Werbung für das gleichnamige Deodorant Anfang der 80er sicherlich auch nicht ganz unbeteiligt ist.

Around The World (8/10)
Fascination (8/10)


Eddie Constantine – Jeder macht mal eine Pause (1956; Single)


Wenn Eddie Constantine (auf dem Label übrigens als "Eddy Constantin" angeführt) in seinen Filmen nicht gerade kam („Hoppla, jetzt kommt Eddie“) bzw. sich mit laut den deutschen Verleihtiteln mit "Gangster, Rauschgift und Blondinen“, "Morphium, Mord und kesse Motten" oder "Liebe, Lumpen, Leidenschaften" eingehend auseinandersetzte gingen sich zwischendurch immer wieder ein paar Chansons aus, darunter auch einige in deutscher Sprache. Neben dem besonders bei Gärtnern und Floristen sehr geschätzten „Schenk deiner Frau doch hin und wieder rote Rosen“ (1955) ist „Jeder macht mal eine Pause“ (1956; A # 8, D # 9; auf dem Label der Single ist übrigens „Eddy Constantin“ als interpert angegeben) sicherlich sein populärster Titel, dessen Originalversion „Et Bailler ..., Et dormir“, für die kein Geringerer als Charles Aznavour den Text schrieb, er bereits 1953 aufgenommen hatte und möglicherweise auch als Inspirationsquelle für den legendären Coca-Cola-Werbespruch „Mach mal Pause“ diente.

(7/10)

Dale & Grace – I’m Leaving It Up To You/Velaires – Roll Over Beethoven (19??, Single)

Seite 1 dieser Single aus der „Oldies But Goldies“-Serie von Decca/London gehört dem texanischen Duo Dale (Houston) & Grace (Sattenfield) und ihrer legendären Engtanzballade „I’m Leaving It Up To You“ (1963; UK # 42,US # 1), die ein Jahrzehnt später von Donnie & Marie Osmond (1974; A # 6, D # 4, UK # 4, US # 2) popularisiert wurde und dem kleinen Montel-Label erfreuliche Umsätze bescherte. Ähnliches gilt für die Nachfolgesingle „Stop & Think It Over (1964; US # 8)“, aber danach schienen auch die amerikanischen das „Stop“ wörtlich zu nehmen, denn die weiteren Singles „The Loneliest Night“ (1964; US # 64) und „Darling It’s Wonderful” (1964; US # 114; Originalversion: Lovers, 1957; US # 48) verkauften sich mäßig, was schließlich zur Trennung des Duos führte. 1988 versuchte man ein erfolgloses Comeback und ging zwei Jahre später erneut getrennte Wege. Seither widmet Grace gemeinsam mit ihrem Ex-Manager und nunmehrigen neuen Dale Jimmy Jordan ihre Gesangstalente ausschließlich dem Gospel und kann via ihrer Homepage gebucht werden, “wherever the Lord shall lead”

Weit öfters als „I’m Leaving It Up To You“ wurde natürlich Chuck Berrys “Roll Over Beethoven” (1956; US # 29; 1963; D # 31) gecovert, darunter auch von den aus Sioux City/Iowa stammenden Velaires, deren gediegene Version mit frappant an die Everly Brothers erinnernden Gesangsharmonien bis auf Platz 51 der US-Charts kletterte.

I’m Leaving It Up To You (8/10)
Roll Over Beethoven (6/10)


Detlev Engel - Mr. Blue (1959, Single)

Seine Debutsingle “Komm zu mir, Darlin’“(1959; A # 10), die deutsche Version von „Come Softly To Me” (1959;US # 6) der Fleetwoods brachte dem samtstimmigen Detlef Engel einen ersten Achtungserfolg. Nach den erfolglosen Singles „Goodnight My Little Girl“ und „Du bist ja so schön“ gelang ihm mit der Eindeutschung von „Mr. Blue“, einem weiteren Hit der Fleetwoods (1959; US # 1), schließlich der endgültigen Durchbruch im deutschen Sprachraum (1959; A # 6, D # 7) und sorgte gleichzeitig für den marketingträchtigen Beinamen „Mr. Blue“. Mit diesem Trademark versehen war er fortan vornehmlich auf Balladen fixiert, was ihm weitere Erfolge wie Hits wie „Zeig mir bei Nacht die Sterne” (1960; A # 9; D # 39); Originalversion: Everly Brothers - Let It Be Me (1960; UK # 13, US # 7; bekannteste Coverversion: Jerry Butler & Betty Everett; 1964; US # 5), „Ein Engel ohne Flügel“ (1961; A # 10; D # 18; Jerry Wallace - I Can See An Angel; 1961) oder das für ihn verhältnismäßig flotte “Das ist leicht gesagt“ (1963; D # 30; Originalversion: Essex - Easier Said Than Done; 1963; US # 1) einbrachte. Es blieb aber nicht nur bei Soloaufnahmen, denn nach dem Muster der James Brothers, hinter denen mit Peter Kraus und Jörg Maria Berg zwei Aushängeschilder von Polydor steckten, wurde Engel von seiner Plattenfirma Telefunken mit Labelkollegen Gerd Böttcher („ Für Gabi tu ich alles“; 1963; A # 7, D # 4) zusammengespannt. Diese Kollaboration erwies sich kurzfristig als zugkräftig und brachte Hitsingles wie „Weil du meine große Liebe“ (1961; A # 6; D # 8; Originalversion: „Santa Lucia“) oder “Oh Billy, Billy Black” (1961; D # 11; eine Vokalaufnahme des Titelthemas vom „Dritten Mann“!). Der Beginn der Beatära verschwand Engel wie viele seiner Kollegen schlagartig aus den Hitparaden und zog sich völlig aus dem Musikgeschäft zurück

(6/10)

Susan Fassbender - Twilight Cafe (1980, Single)

Mit dieser im poppigen New Wave-Sound gehaltenen Single kletterte Susan Fassbender Anfang 1981 bis auf Platz 21 der britischen Charts bevor sie nach den Flops der Nachfolgesingles „Stay“ (1981) als auch „ Merry Go Round“ (1981) in der Twilight Zone des Vergessens verschwand.

(7/10)

Camillo Felgen- Sag warum (1959, Single)


Als Ende 2003 der New Yorker Radio DJ Fatman Scoop mit “Be Faithful (D # 28, UK # 1) einen veritablen Hit landete war er natürlich nicht der erste seiner Zunft, der derartige Erfolge verbuchen konnte, denn speziell im anglikanischen Raum nutzen viele seiner Kollegen ihre Popularität für Plattenaufnahmen. Grundsätzlich gab es zwei Lager: Fraktion eins begnügte sich mit Gastbeiträgen wie etwa der großartige John Peel bei Slades “Radio Wall Of Sound” (1991; UK # 21) oder der legendäre Wolfman Jack bei „Hit The Road Jack“ von den Stampeders (1976; US # 32; eine Neuauflage des gleichnamigen Ray Charles-Klassikers (1961; UK # 6, US # 1), während sich andere Kollegen zu weit mehr berufen fühlten und durchaus erfolgreich Platten veröffentlichten. Bekannte Beispiele dafür sind Rick Dees „Disco Duck“ (1976; D # 7, UK # 6, US # 1),„Deck Of The Cards“ von Wink Martindale (1959; UK # 18; US # 7; 1963; UK # 5; 1973; UK # 22), dass die Vorlage für Bruce Lows „Das Kartenspiel“ (1974; D # 6) lieferte und „Convoy GB“ von Laurie Lingo & The Dipsticks (1976; UK # 4), wobei hinter diesem Pseudonym die beiden BBC-Moderatoren Paul Burnett and Dave Lee Travis steckten und mit diesem Song “Convoy” von CW. McCall (1976; D # 45; UK # 2, US # 1; 1978; A # 19) parodierten. Der dank der „American Top 40“ hierzulande wohl bekannteste amerikanische DJ Casey Kasem versuchte es natürlich auch mal, aber “A Letter From Elaina”, einer Annnäherung an das Phänomen der Beatlemania, fand keine Käufer.

Natürlich gab es im deutschen Sprachraum auch mehr oder weniger singende Radiomoderatoren wie etwa die einstigen deutschen Radiostars Thomas Gottschalk, Frank Lichtenberg und Manfred Sexauer, die sich als GLS United bei „Rappers Deutsch“ (1980; US # 49) an der deutschen Version der „Rapper’s Delight“ der Sugarhill Gang (1979; A # 5, D # 3, UK # 3, US # 45) versuchten.

Zwei Jahrzehnte davor wagte sich mit Radio Luxemburg-Anchorman Camillo Felgen eine weitere deutsche Radiolegende auf dieses Terrain, zumindest sofern es die Zeit zuließ. Felgen war schließlich nicht nur vielbeschäftigter Moderator und Programmdirektor bei RTL, er ist auch unter dem Pseudonym Jean Nicolas für die Texte zahlreicher deutscher Versionen internationaler Hits verantwortlich wie „Ich zähle täglich meine Sorgen“ von Peter Alexander (1960; A # 1, D # 2; Originalversion: Guy Mitchell – Heartaches By The Number; 1959; D # 10; UK # 5, US # 1); „Schöner fremder Mann“ von Connie Francis (1961; A & D # 1, im Original Connies „Someone Elses Boy“). Seine prominentesten Kunden waren aber ohne Zweifel die Beatles, für die er „Komm, gib mir deine Hand“ (A # 3; D # 5; im Original „I Want to Hold Your Hand“; 1964; A # 5, D; UK & US # 1) und „Sie liebt dich“ (D # 7; „She Loves You“ 1963; UK # 1; 1964; A # 7, D # 7, US # 1) maßschneiderte.

Seinen größten Erfolg als Interpret landete er 1959 mit melancholischen und nicht für vereinsamte suizidgefährdete empfehlenswerte, stilistisch auf dem Label als „Ballade in slow“ bezeichnete Chanson „Sag warum“ (1959; A # 9; D # 16). Dabei handelte es sich um die deutsche Version von „Oh Why“ der Teddybears (1959; US # 91; der gefloppten Nachfolgesingle zu derenKlassiker “To Know Him Is To Love Him; 1958; UK # 2, US # 1), die übrigens ein Teddybear namens Phil Spector geschrieben hatte.

Mit dem im Calypso-Rhythmus gehaltenen und mit prägnanten „AyAyAyAy“s angereicherten „Das kleine Märchen“ findet sich auf der Rückseite eine weitere deutsche Version, diesmal von „Le Loup,La Biche Et Le Chevalier“ des Chansoniers Henri Salvador.

Trotz zahlreicher weiterer Veröffentlichungen, darunter der Wunschkonzertklassiker „Ich hab’ Ehrfurcht vor schneeweißen Haaren“ und „Irgendwann erwacht ein neuer Tag“, der Vokalversion des Tornadoes-Instrumentalklassikers „Telstar“ (1962; A # 10,; D # 6, UK & US # 1) und zwei Teilnahmen am Eurovisions-Songcontest gelangen Felgen trotz seiner immensen Popularität nur mehr zwei weitere Chartplazierungen „Ich hab das Glück bestellt für heute abend” (1964; D # 28) und „Heut abend kommt die Liebe“ (1964; D # 49).

(6/10)

Inez & Charlie Foxx – La De Da I Love You/Don't Do It No More (1964, Single)


Mit "Mockingbird" (1963; US # 7; 1969; UK # 33) landete das Geschwisterpaar Inez & Charles Foxx einen Riesenhit, an den allerdings keine ihrer Nachfolgesingles "Hi Diddle Diddle (1963; US # 98), "Ask Me" (1963; US # 91) und "Hurt By Love" (1964; UK # 40, US # 54) anknüpfen konnte. Auch "La De Da I Love You" (1964; US # 124) bildete davon keine Ausnahme, obwohl oder vielleicht weil deutliche Anleihen bei “Where Did Our Love Go” der Supremes (1964; D # 16, UK # 3, US # 1, 1965; A # 13) nicht zu leugen waren. Die Rückseite "Don't Do It No More" klang wiederum verdächtig nach Ike & Tina Turner, die zufälligerweise auch auf ihrem Label Sue unter Vertrag waren. Aber nicht nur erfolgsmäßig, sondern auch finanziell schauten die Beiden durch die Finger, denn Sue-Labelboss Henry "Juggy Murphy" Jones zeigte sich beim Auszahlen der Tantiemen äußerst knausrig, was in einem jahrelangen Rechtsstreit gipfelte. Dieser war letztlich ihrer Karriere nicht zuträglich, weshalb sich die Beiden ein zweites Standbein im Musikgeschäft suchten. Charles arbeitete als Produzent, beispielsweise bei Gene Pitney’s „She’s A Heartbreaker (1968; US # 16), Inez schrieb unter anderem an Hits wie „I Love You 1.000 Times“ (1966; US # 31) mit. In den Charts konnten sie sich lediglich nur mehr ein weiteres Mal mit „ (1-2-3-4-5-6-7) Count The Days“ (1968; US # 78) platzieren, danach waren trotz weiterer Aufnahmen bis Mitte der 70er , sowohl gemeinsam als auch solo, ihre Tage als Interpreten gezählt.

La De Da I Love You (8/10)
Don't Do It No More (7/10)

Connie Francis – My Happiness/You Always Hurt The One You Love (1959; Single)


Mit 17 Jahren bekam Connie Francis 1955 bei MGM einen Plattenvertrag, der ihr die Produktion von 10 Singles garantierte, was heutzutage völlig unvorstellbar wäre. Allerdings floppten 9 Singles und auch Single # 10 wäre es möglicherweise nicht besser gegangen, hätte Connies Vater nicht dazu angeregt, das 1923 komponierte „Who’s Sorry Now“ aufzunehmen, mit dem sich schließlich der langersehnte Erfolg einstellte. (1958; UK # 1, US # 4). Der bewährte Lamourhatscher „My Happiness” (1959: A # 2, D # 6, UK # 4, US # 2) brachte ihr den Durchbruch im deutschen Sprachraum und auch hier coverte sie einen Oldie, der bereits 1933 (andere Quellen besagen 1948) das Licht der Welt erblickte.

Während in den USA auf der Rückseite „Never Before“ und in England „Happy Days And Lonley Nights“ zu finden war, koppelte man in Deutschland „My Happiness“ mit einem weiteren altbekannten Standard, nämlich das 1944 entstandene „You Always Hurt The One You Love“, das in England ebenfalls als Single veröffentlicht wurde (1958; UK # 13) und bei der gleichen Aufnahmesession wie „Who’s Sorry Now“ entstanden sein dürfte, schließlich wurde Connie beide Male vom Orchester Joe Lipman, der unter anderem auch mit Charlie Parker oder Perry Como arbeitete, begleitet.

Für “My Happiness“ wurde mit David Rose ein weiterer prominenter Orchesterchef engagiert, der seinerseits mit „The Stripper“ (1962; US # 1) einen bei einschlägigen Veranstaltungen gerne verwendeten Instrumentalklassiker ablieferte und nebenbei für zahlreiche TV-Serien wie etwa „Unsere kleine Farm“ die Titelmusik verantwortlich zeichnet.

Die deutsche Version von „My Happiness“ blieb allerdings Gitta Lind & Christa Williams (1959; A # D # 3) vorbehalten, erst „Everybody’s Somebody’s Fool“ (1960; D # 29, UK # 5, US # 1) durfte von ihr höchstpersönlich mit der Erkenntnis „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ (1960; D # 1) interpretiert werden und leitete eine bis 1967 andauernde Hitserie ein.

My Happiness (6/10)
You Always Hurt The One You Love (6/10)

Bobby Goldsboro - Mornin' Mornin' (1969; Single)


Armer Bobby Goldsboro! Da konnte er noch so gediegene Popsongs wie das einst sogar Bob Dylan sehr schätzte „Little Things“ (1964; US # 13, Coverversion: Dave Berry; 1965; UK # 5), das in bester Swamp Rock-Manier gehaltene „Muddy Mississippi Line“ (1969; A # 15, US # 53) oder deren zu Unrecht erfolgloser weil durchaus gelungenen Nachfolgesingle „Mornin' Mornin'“ (1969; US # 78) schreiben und selbst interpretieren, er wird immer nur mit dem unbeschreiblichen Schmachtfetzen „Honey“ (1968; A # 9, D # 8, UK # 2, US # 1; 1975; D # 40, UK # 2) assoziiert werden, weshalb ihm unter anderem der Hass Al Bundys ewig entgegenschlagen wird.

(6/10)

Hop Cats – The Clap-Hand-Madison/When My Sugar Walks Down The Street (1963, Single)

„We do the Clap-Hand-Madison/Oh, Here We Go/ We do the Clap-Hand-Madison/Schu-bi-du-bi-du-bi-du-bi-du-bi-dum”

Soweit der gesamte Text vom „Clap-Hand-Madison“ der belgischen Combo Hop Cats und genauso mitreißend ist der orgelgeladene Titel an sich, verglichen damit ist der Servas Madison von Ralf Paulsen fast schon ein Meisterwerk.

Weitaus erfreulicher ist dagegen Rückseite, wo sich die Hop Cats an dem 1924 geschriebenen Titel “When My Sugar Walks Down The Street” versuchen, den bereits Ella Fitzgerald oder Nat „King“ Cole eingespielt haben. Warum? Erstens wird hier nicht gesungen und zweitens liefert die Band ein durchaus samplewürdiges Intro als auch ein gelungenes Zusammenspiel von Orgel und Saxophon, was das Instrumental allemal tauglich für Oldiesender oder gehobene 60er Jahre-Tanzparties macht.

Auf der Nachfolgesingle „Big Top Slop / The Hop Slop” versuchten sich die Hop Cats wie nicht schwer zu erraten an einem weiteren damals populären Modetanz, nämlich dem Slop, aber wie auch bei vielen anderen Interpreten jener Tage war der Weg vom Slop zum Flop und damit in die Vergessenheit ein sehr kleiner .

The Clap-Hand-Madison (2/10)
When My Sugar Walks Down The Street (6/10)

Tommy James & The Shondells – Mony Mony/One Two Three And I Fell (1968, Single)
Tommy James & The Shondells – Somebody Cares/Do Unto Me (1968, Single)

Mit „Mony Mony" (1968; A # 3, D # 3, UK # 1, US # 3) landeten Tommy James & The Shondells nach ”Hanky Panky” wieder einen Welthit, der zwei Jahrzehnte später erfolgreich von Billy Idol gecovert wurde (1987; D # 38, UK # 7, US # 1) und auch die Rückseite „One, Two, Three & I Fell“ konnte sich hören lassen. Produziert wurde die Single unter der Leitung der Bubblegum-Produzenten Bo Gentry & Ritchie Cordell, die übrigens auch für eine Coverversion von „One, Two, Three & I Fell“ der Formation Long Island Sound (zu hören auf der Compilation „Nuggets Vol. 4) verantwortlich zeichneten.

Weniger berauschend war hingegen die enttäuschende Nachfolgesingle „Somebody Cares“ (1968; US # 53), was sich auch in der Hitparadenplazierung niederschlug, zumindest die Rückseite „Do Unto Me“ vermochte einigermaßen zu überzeugen.

Bei „Do Something For Me (1968; US # 38), der nächsten Singleveröffentlichung von Tommy James & The Shondells für das Jahr 1968 machte sich ein deutlicher Aufwärtstrend bemerkbar, der schließlich in dem fast weltumspannenden Triumph mit „Crimson & Clover" (1969, A # 1, D # 1, US # 1) gipfelte.

Mony Mony (8/10)
One Two Three And I Fell (8/10)
Somebody Cares (4/10)
Do Unto Me (6/10)

Fern Kinney – I’ve Been Lonley For So Long/Love Me Tonite (1981, Single)

Ende der 60er startete Fern Kinney ihre Karriere als Mitglied der Girlgroup Poppies, ehe sie sich nach ihrer Heirat 1970 weitgehend vom Musikgeschäft zurückzog. Animiert vom kurzfristigen Erfolg ihrer Poppies-Sangeskollegin Dorothy Moore (“Misty Blue“; 1976, US # 3) wagte sie sich ein paar Jahre später vorerst für sporadische Einsätze als Background-Sängerin wieder ins Plattenstudio, um 1979 mit dem raffiniert produzierten Electro-Discokracher „Groove Me“ (1979; US # 54), im Original ein Hit für King Floyd (1970; US # 6), für Furore auf den Tanzflächen zu sorgen. Die Tatsache, dass Fern Kinneys Stimme starke Ähnlichkeit mit jener von Anita Bell hatte, die fast gleichzeitig mit „Ring My Bell“ (1979; A # 3, D # 3, UK & US # 1) die Charts und Discos regierte, dürfte auch kein Nachteil gewesen sein.

Ein Kuriosum zeigt sich bei der Fern Kinneys Nachfolgesingle „Baby Let Me Kiss You“ (1980), denn es handelte sich nicht nur ein weiteres Cover eines King Floyd-Songs, „Baby Let Me Kiss You“ (1971; US # 29) war auch jene Single, die er auf „Groove Me“ folgen ließ. Obwohl Ferns Version ähnlich gelungen groovte wie der Vorgänger kam sie über den Status eines oftgespielten Discohits nicht hinaus. Weit besser erging es dagegen der im beschaulichen Soulpop-Stil gehaltenen Rückseite „Together We Are Beautiful“ zumindest in England, wo sie Anfang 1980 an die Chartspitze stürmte.

Damit war auch schon wieder der Karrierezenit für Fern Kinney überschritten. Die nächste Single „I’ve Been Lonley For So Long“, ein enttäuschendes Cover des gleichnamigen Hits von Frederick Knight (1972; UK # 22, US # 23) als auch alle danach veröffentlichten Platten floppten. Es hätte es sich aber wie bei „Baby Let Me Kiss You“ auch bei „I’ve Been Lonley For So Long” durchaus gelohnt, der marginal an den eleganten Disco-Revoluzzern Chic orientierten Rückseite „Love Me Tonite“ Aufmerksamkeit zu schenken.

I’ve Been Lonley For So Long (3/10)
Love Me Tonite (6/10)

Billy Mo – Swing, Methusalem/Mary, My Girl (1958; Single)


Bevor es ihn von Trinidad über London nach Deutschland verschlug, wo er schließlich die Vorzüge des Tirolerhuts entdeckte, machte er zunächst mit seinem Trompetenspiel bei Bert Kaempferts Version vom “Mitternachts Blues (1958; A # 6, D # 6) auf sich aufmerksam. Danach wurde er von Decca vorwiegend als weitgehend erfolgloser Louis Armstrong-Verschnitt eingesetzt, so auch bei „Swing, Methusalem“.

Darüberhinaus durfte er aber auch etliche internationale Hits eindeutschen, aber „Buona Sera“ (1958; Originalversion: Louis Prima (1957; A # 4, D # 3, UK # 25) oder „Baby“ (1959, Originalversion: Santo & Johnny; 1959; UK # 22, US # 1) fanden ebensowenig Gehör wie „Mary, My Girl“, Originalversion: Ricky Nelsons “Poor Little Fool” (1958; UK # 4, US # 1).

Mit “Wenn die Elisabeth” (1960; A # 12, D # 40) konnte er sich erstmals in den Charts platzieren, aber es sollte noch knappe drei Jahre dauern, bis ihm mit “Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut” (1963; A # 9, D # 1) der große Wurf gelang. Wie bei einigen anderen damals populären Hits war auch dieser Song Aufhänger für ein gleichnamiges Schlagerfilmchen mit Gus Backus, das kurioserweise erst 1965 gedreht wurde.

Die stereotypen Blasmusik-Humoresken “Die große Trommel macht bum-bum” (1963; D # 40), „Bierdeckel-Polka“ (1963; D # 21), „Das Hubta-Täterä“ (1964; D # 15) und „Der Salontiroler“ (1964; D # 23) brachten Billy Mo weitere Hitsingles, danach war aber auch schon wieder der Ofen aus. Nach 1965 versuchte er vergeblich den Anschluß zu finden, indem er beispielsweise zumindest dem Titel nach von Kopfbedeckungen oder Musikinstrumenten in kulinarische Gefilde wechselte, aber „Hammelfleisch und grüne Bohnen“ (1965) oder „Ich will einen Hering“ (1966) weckte kaum den Appetit der Plattenkäufer, ebenso, als er bei seiner letzten Single „Ich kauf mir lieber eine Hose aus Blech“ (1970) vom Tirolerhut zum Beinkleid wechselte.

Swing, Methusalem (3/10)
Mary, My Girl (6/10)

Wencke Myhre – Ein Sonntag im Bett (1976, Single)


Ich hab' 'ne Wohnung unterm Dach
mit einer großen Klingel an der Tür.
Da ist es wie im Taubenschlag,
denn jeder, der will irgendwas von mir.

So beginnt Wencke Myhre ihre allseits bekannte, von deutschen Countryboy Gunther Gabriel geschrieben und produzierte Hymne über die Sonntagsgestaltung, deren Titel schon bald nach Veröffentlichung in den Sprachgebrauch eingegangen ist. Rätselhaft wie die Tatsache, dass sich der Song trotz seiner Popularität nie in den Charts platzieren konnte ist der in der zweiten Textzeile formulierte Hinweis mit der großen Klingel an der Tür, die seither vermutlich Generationen von Psychologiestudenten beschäftigt hat. Interessant auch der Aspekt, daß 1976 verhältnismäßig viele bettbezogene Singles auf den Markt kamen wie etwa "So richtig nett ist's nur im Bett" von Peter Alexander, Jürgen Drews' "Ein Bett im Kornfeld" (1976; A # 2, D # 1) oder auf internationaler Ebene "S-S-S-Single Bed" von Fox (1976; UK # 2).

(6/10)

Perez Prado – Patricia/Why Wait (1958, Single)


Nach „Cherry Pink & Apple Blossom White“ (1955; D, UK & US # 1) war „Patricia” (1958, A ‚D & US # 1, UK # 8) der zweite Welthit für Perez Prado, dem ungekrönten King of Mambo. Interessanterweise ist heute die Singleversion bei weitem nicht so populär wie die LP-Version, wo anstatt einer eher schwachbrüstigen Orgel eine fette Hammond B-3 eingesetzt wird. Diese Popularität bestätigt die deutsche Vokalversion von Jörg Maria Berg (1959; A # 6, D # 3), die sich deutlich an der Albumversion orientiert.

Während Prado und seine Mannen bei “Patricia” verhältnismäßig gemächlich ans Werk gehen, lassen sie es auf der Rückseite “Why Wait”, einer gelungenen Melange aus Rock und Mambo, für Pradoverhältnisse so richtig krachen.

Nach "Patricia" lief es für Prado in Sachen Charterfolg nicht mehr so rosig. "Guaglione" (1958; US # 53) und „Paris“ (1958; US # 95) plazierten sich in den US-Charts weit unter ihrem Wert, der Versuch, "Patricia" ein Twistkorsett zu verpassen und als "Patricia-Twist" (1962; US # 65) wieder auf den Markt zu bringen brachte lediglich einen Achtungserfolg.und seine Karriere nicht mehr in Schwung bringen.

Nach seinem Tod 1989 wäre Prado bestensfalls bei fortgeschrittenen Oldiefans und in Easy Listening-Zirkeln in Erinnerung geblieben, hätten ihn in den 90ern zwei Hits nicht ein kleines Revial beschehrt: Dank eines Commercials für Guinness kletterte "Guaglione" bis auf Platz zwei der britischen Charts und seit dem globalen Erfolg von Lou Bega mit Prados 1961 erschienen "Mambo No. 5" (1999; A, D & UK #1, US # 4) dürften viele Haushalte mit einer Best Of-Compilation von Perez Prado bestückt sein.

Patricia (6/10)
Why Wait (7/10)


Sweet Inspirations – Chained/Don’t Go (1969; Single)


Vielen ist das Girltrio Sweet Inspirations meist nur deshalb ein Begriff, da sie irgendwann mal gehört haben, dass dort Whitney Houstons Mutter Cissy bzw. kurzfristig auch ihre Tante Dionne Warwick mitsang. Diese biographische Randnotiz umschreibt die Qualitäten dieser Girlgroup natürlich äußerst mangelhaft umschreibt, schließlich war das Trio jahrelang als geschätzte Backgroundstimmen für Größen wie Aretha Franklin, Neil Diamond oder Dusty Springfield tätig und nahm ab 1967 selbst Platten auf, die mit Ausnahme von „Sweet Inspiration“ (1968; US # 18) allerdings nur in den unteren Rängen der US-Charts zu finden waren oder sie gar verfehlten. Letzteres gilt auch für „Chained/Don’t Go“, wobei man sich hier ernsthaft die Frage stellen muß, warum diese exzellente Single keine Käufer fand. Die Qualität der Interpretation steht außer Frage, an der Auswahl des Songmaterials sollte es auch nicht gelegen haben, denn auf der A-Seite gibt es ein tolles Cover des Marvin Gaye-Titels „Chained“ (1968; US # 32) und auf der Rückseite mit „Don’t Go“ einen hochkarätigen Titel aus der Feder des kongenialen Songwriterpärchens Ashford & Simpson.

Aufgrund der mageren Erfolge trennte sich Cissy Houston 1970 von dem Girltrio und wagte eine Solokarriere, die bekanntlich nicht dazu beitrug, dass ihr Name unabhängig von ihren Verwandtschaftsverhältnissen in diversen Musikchroniken aufscheint.

Chained (8/10)
Don’t Go (8/10)

Club Indonesia – Die goldenen Spangen (1956, Single)
Caterina Valente – Zuviel Tequila/Oh Valentino (1960, Single)
Caterina Valente – Tausend rosarote Pfeile (1968; Single)


Auf dem melancholischen „Die goldenen Spangen“ (1956; D # 9) schwimmt Caterina Valente gemeinsam mit ihrem Bruder Silvio Francesco stilmäßig auf der Mitte der 50er äußerst beliebten Fernwehwelle und da kann natürlich ein zusätzlicher Hauch Exotik nicht schaden, den das Pseudonym Club Indonesia versprüht. Dazu kommt noch eine nicht zu leugnende Verwandtschaft mit dem Klassiker „Steig in das Traumboot der Liebe“ (1956; D # 1), den das Geschwisterpaar ein paar Monate zuvor ebenfalls als Club Indonesia aufgenommen hatte.

Vier Jahre später ging es mit „Zuviel Tequila“ (1960; A # 6, D # 24), der gesungenen Version des Instrumentalhits „Too Much Tequila der Champs (1960; D # 22, UK # 49, US # 30) von Indonesien nach Mexiko. Auch hier gibt es zumindest textliche Ähnlichkeiten mit einem weiteren ihrer Hits, nämlich „Tipitipitipso“ (1957; A # 3, D # 3), das unlängst die beim „Starmania“-Casting durchgefallene und trotzdem mit einem Plattenvertrag belohnte 80-jährige Erika Kollros wieder ausgegraben hat, was allerdings die Originalität des Titels nicht wirklich entscheidend erhöhte. Neben „Zuviel Tequila“ konnte sich übrigens auch die Rückseite „Oh Valentino“ (1960; D # 38) in der deutschen Hitparade platzieren.

Davon konnte Caterina Valente 1968 nur träumen, denn nach ihrem letzten deutschen Hit “Kismet” (1966; A # 9, D # 30) schaffte es keine ihrer Singles in die deutschen Hitlisten. Daran konnte nicht einmal „Tausend rosarote Pfeile“ (1968; A # 8), der deutschen Version des Evergreens „Little Arrows“ von Leapy Lee (1968; A # 1, D # 5, UK # 1, US # 12) etwas ändern, an dem nur ihre österreichischen Fans Gefallen fanden und es sollte noch ein Jahrzehnt dauern, bis sie mit „Manuel“ (1978; D # 16) wieder einen nennenswerten Hit hatte.

Die goldenen Spangen (6/10)
Zuviel Tequila (6/10)
Oh Valentino (4/10)
Tausend rosarote Pfeile (5/10)

Various Artists – Hit Parader # 33 (1965; Single)


A:

1. The Name Game Original Version: Shirley Ellis, 1964; US # 3)
2. Tell Her No (Originalversion: Zombies; 1965; UK # 42, US # 6)
3. All Day And All Of The Night (Kinks; 1964; D # 22, UK # 2, US # 7)

B:

1 This Diamond Ring (1965; Gary Lewis & The Playboys, 1965; US # 1)
2. My Girl (Originalversion: Temptations; 1965; UK # 43, US # 1; 1992; D # 66, UK # 2)
3. The Jolly Green Giant (Originalversion: Kingsmen, 1965; US # 4)

Diese EP mit von Studiomusikern neu eingespielten Coverversionen aktueller Hits aus dem Frühjahr 1965 erschien als Beilage zu dem 1943 gegründeten amerikanische Musikmagazin “Hit Parader”, dass anfangs auf das Veröffentlichen von Texten zu den gerade aktuellen Tageshits spezialisiert war, ehe man sich ab Mitte der 70er aufgrund der hohen Lizenzgebühren auf die übliche Berichterstattung mit Hauptaugenmerk auf die härtere Fraktion konzentrierte.

(5/10)


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