In den über 4 Monaten seit der letzten Plattenbörse hat sich so manches getan: Österreich hat ein neues Staatsoberhaupt, wenn auch die Hofübergabe gänzlich anders als erwartet ablief und mit einem Fußball-Europameister Griechenland hat wohl niemand gerechnet. Durchaus überraschend waren aber auch etliche Funde auf dieser Plattenbörse, wovon man sich im Folgenden überzeugen kann:
Singles:
Roberto Blanco - Wo meine Sonne scheint
12" Singles:
Martinelli - Cenerentola (Grün)
LPs:
Len Barry - 1-2-3
Die Blauen Jungs - Einmal die Ferne seh'n
Robin Gibb - Saved By The Bell/Mother And Jack
Gitarros - San Antonio Rose/Blue Samoa
Bata Illic - Mit verbundenen Augen
Udo Jürgens - Lieb Vaterland/Die Leute
Nana Mouskouri - Ich schau den weißen Wolken nach/Einmal weht der Südwind wieder
Nana Mouskouri - Weiße Rosen aus Athen
Bernd Spier - und dann .../Hey Mr. Postmann
Roger Whittaker - Du warst mein schönster Traum
Martinelli - Cenerentola (Rot)
Romantics - Talking In Your Sleep (Special Remix))
Glen Campbell - Galveston
Chi Coltrane - Chi Coltrane
Various Artists - Dino Pop Tops
Various Artists - Mike’s Internationale Non-Stop Hit Show![]()
„Wo meine Sonne scheint“, die deutsche Version des Harry Belafonte-Hits „Island In The Sun (1957; A & D # 5, UK # 3, US # 25) war eine der ersten Singles von Roberto Blanco und erlitt das gleiche Schicksal wie ein Jahr später “Die Gitarre und das Meer/Am Tag, als der Regen kam“, nämlich gegen die übermächtige Konkurrenz des Interpreten der „deutschen Originalaufnahme“, im konkreten Fall Caterina Valente (1957; A & D # 1), auf der Strecke zu bleiben. Daran konnte auch nichts ändern, dass er auf der Rückseite „Manitou“ die Winnetou-Welle um knapp fünf Jahre vorwegnahm.
(6/10)
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Die Blauen Jungs - Einmal die Ferne seh'n (1958, Single)
Fernweh- bzw. Heimwehkranke wurden in den 50ern und frühen 60ern von den Blauen Jungs mit Titeln wie Hits “Zuhause, Zuhause“ (1957; A & D # 2), „Auch für mich kommt einmal die Zeit“ (1958; A # 2, D # 4), oder „Wenn weiße Wolken wandern“ (1960; A # 8; D # 33) bestens bedient. „Einmal die Ferne seh’n“ (1958; A # 11, D # 5) machte da keine Ausnahme, aber vermutlich dürfte hier auch das nette Cover einen zusätzlichen Kaufanreiz ausgelöst haben.
Platte (4/10; inkl. Fernwehbonus)
Cover (8/10)
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Bata Illic - Mit verbundenen Augen (1968, Single)
“Mit verbundenen Augen” (1968; D # 16) ist wohl jedem langdienten Wunschkonzerthörer ein Begriff und wenn so Manche diesen Titel nur mit verstopften Ohren ertragen, für mich zählt hier wieder mal die Sentimentalität.
(6/10)
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Nana Mouskouri - Weiße Rosen aus Athen (1961, Single)
Nana Mouskouri - Ich schau den weißen Wolken nach/Einmal weht der Südwind weiß (1962, Single)
„Nana Mouskouri - die Stimme der Sehnsucht
Da klingt eine Stimme aus Griechenland zu uns herüber, die ungewöhnlich ist: Ein wenig traurig, verhalten in der Leidenschaft, ein dunkelgetönter Traum - und doch so lebensverliebt, wie sich eine junge Frau aus dem klassischen Athen nur geben kann.“
Mit diesen Worten auf der Coverrückseite von „Weiße Rosen aus Athen“ (1961; A # 5, D # 1) wurde Nana Mouskouri dem deutschsprachigen Schallplattenkäufern vorgestellt, die offenbar sehnsüchtig auf griechische Heimwehschlager gewartet hatten, denn die Single wurde zu einem der legendärsten Schlager aller Zeiten und die Interpretin ist seither wohl die berühmteste Brillenträgerin. Nach diesem äußerst gelungenen Einstand auf dem deutschen Plattenmarkt konnte sie mit der Nachfolgesingle „Ich schau den weißen Wolken nach“ (1962; A # 11, D # 1) diesen Erfolg prolongieren, wobei ihr hier das seltene Kunststück gelang, dass auch die Rückseite „Einmal weht der Südwind wieder (1962; A # 25, D # 3)“ fast auf die Spitze der deutschen Hitparade kletterte. Darüberhinaus konnten Caterina Valente & Silvio Francesco mit ihren Coverversionen von „Ich schau den weißen Wolken nach (1962; A # 11)“ und „Einmal weht der Südwind wieder (1962; A # 25, D # 2)“ ebenfalls erstaunliche Verkäufe erzielen.
Nach weiteren thematisch ähnlich gelagerten Hits wie „Am Horizont irgendwo“ (1962; D # 4) oder „Rote Korallen“ (1963; D # 6) folgte allerdings zumindest im deutschsprachigen Raum eine erfolgsmäßige Durststrecke, die erst Mitte der 70er Jahre dank „Die Welt ist voll Licht“ (1976; A # 18, D # 26), „Guten Morgen, Sonnenschein“ (1977; D # 39) oder „Lieder, die die Liebe schreibt“ (1978; D # 8) endete.
alle (6/10)
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Roger Whittaker - Du warst mein schönster Traum (1975, Single)
Nach dem Erfolg von „The Last Farewell“ (1975; A, D, UK & US # 19) ließ Roger Whittaker schon bald eine deutsche Version folgen, aber “Du warst mein schönster Traum“ fand ebenso wie „Das es schön war weiß man erst viel zu spät“ (Originalversion: „I Don’t Believe In If Anymore“ oder das immer noch auf einschlägigen Sendern sehr populäre „Das alte Schiff“ („River Lady“; A # 16, D # 4) kaum Käufer.
(5/10)
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Martinelli - Cenerentola (1985, 2 Maxis)
Längst vergessenes Italo-Disco-One-Hit-Wonder (1985; A # 13, D # 8), dass in Form dieser beiden in transparenten rot und grün gehaltenen Maxis zumindest optisch einen erfreulichen Eindruck hinterlässt
(Musik 3/10, Maxis 6/10)
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Romantics - Talking In Your Sleep (1983, Maxi)
Mit “Talking In Your Sleep” (1984; A # 18, D # 17, US # 3) gelang dem 1977 in Detroit gegründeten und immer noch aktiven Powerpop-Quartetts Romantics der größte Hit, den man auf dieser Maxi als etwas holprigen, mit Percussioneffekten aufgepeppeten Special Remix bzw. als auch als Instrumentalversion serviert bekommt.
Special Remix (6/10)
Instrumental (8/10)
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Chi Coltrane - Chi Coltrane (1972, LP)
1972 entdeckten Talentesucher von CBS-Columbia in einer Kneipe in Chicago die Singer/Songwriterin Chi Coltrane. Rasch war ein Plattenvertrag unterzeichnet und man begann damit, sie als Pendant zu Genrekolleginnen wie Joni Mitchell aufzubauen. Ähnliches songwriterisches Potential war nicht zu leugnen, darüber hinaus konnte die langmähnige Blondine aber auch mit ihrer Attraktivität überzeugen und so stellte sich bereits Ende mit dem rockenden „Thunder & Lightning“ (1972; US # 17) der Debuthit ein.
Das kurz danach erschienene selbstbetitelte Album enthielt neben einigen eher mäßig unterhaltsamen als auch stereotypen pianolastigen Rocksongs unter anderem die durchaus gelungenen Balladen „Goodbye John“ und „You Were My Friend“, die im Falle einer Singleauskopplung möglicherweise nahtlos an den Erfolg der Hitsingle anschließen hätten können. Stattdessen entschloss man sich für den wenig überzeugenden Pseudo-Gospelsong „Go Like Elijah“ (1973; US # 107), der kaum Anklang fand, was leider auch für sämtliche ihrer weiteren Veröffentlichungen bis in die 90er hinein gelten sollte, einzige Ausnahme davon blieb „Who Ever Told You“ (1974; D # 35).
(7/10)