Äußerst preisgünstig waren dagegen 15 großteils rare Singles zum Stückpreis von 10 öS, die großteils ein Vielfaches vom Kaufpreis wert sind. Bereits ein erster kurzer Blick auf die untenstehende Auflistung sollte diesen Eindruck bestätigen ...
Singles:
CDs
Various Artists - New England Teen Scene - Unreleased! 1965-1968
Bee Gees - Living Eyes (Single, 1981)
Überschritten die Ausgaben auf der
Plattenbörse am 10.03.2001 nicht einmal die 250 öS Grenze, so war es diesmal fast das 10-fache. Hauptverantwortlich dafür sind 12 Volumes der Garagepunk/Psychedelics-Compilationserie "Sixties Rebellion", an denen ich nicht vorbeigehen konnte, da die Wahrscheinlichkeit, die auf einen Schlag zu bekommen, gegen Null geht.
Bee Gees - Living Eyes
Blue Mink - Banner Man
Brian Hyland - Gypsy Woman
Charles Jerome - Himalaya
Charles Jerome - Kiss Me
Nilsson - Me And My Arrow
Oliver Onions - Sandokan
Piglets - Johnny Reggae
Charlie Rich - The Most Beautiful Girl
Shepstone & Dibbens - Shady Lady
Roland W. - My Maria
Barry White - What Am I Gonna Do With You
Barry White - You See The Trouble With Me
Various Artists - Sixties Rebellion 1/2 - The Barn/The Garage
Various Artists - Sixties Rebellion 3 - The Audiotorium
Various Artists - Sixties Rebellion 5 - The Cave
Various Artists - Sixties Rebellion 6 - The Audiotorium
Various Artists - Sixties Rebellion 7 - The Backyard Patio
Various Artists - Sixties Rebellion 8 - Mondo Mutinity # 1 - The Love
Various Artists - Sixties Rebellion 9 - The Nightclub
Various Artists - Sixties Rebellion 11 - Psychedelia # 1: Hydrogena Atom
Various Artists - Sixties Rebellion 12 - Demented
Various Artists - Sixties Rebellion 14 - The Basement
Various Artists - Sixties Rebellion 15 - Psychedelia # 2: The Apple Glass Syndrom
Various Artists - Sixties Rebellion 16 - The Living Room![]()
Nach ihrer Discophase der späten 70er wandten sich die Gebrüder Gibb wieder dem zeitgenössischem Pop zu und versuchten mit der Single „Living Eyes" (1981; A # 7, D # 58, US # 45) und dem gleichnamigen Album an die bisherigen Erfolge nahtlos anzuschließen.
Die fast schon komplexe Melodieführung und die damit verbundene mangelnden Ohrwurmqualitäten dürfte vermutlich dazu geführt haben, daß sich „Living Eyes" zu einem kommerziellen Blindgänger entwickelte und leitete eine kommerzielle Durststrecke ein, die erst von „You Win Again" (1987; A # 1, D # 1, UK # 1, US # 75) beendet wurde.
(6/10)
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Blue Mink – Banner Man (1971, Single)

Gemeinsam mit Roger Greenaway bastelte Roger Cook zahllose Hits (eine Auflistung gibt es hier) und ein paar gingen sich zwischen 1969 und 1972 auch für sein Projekt Blue Mink aus, das er gemeinsam mit der Sängerin mit der Sängerin Madeline Bell und einigen Studiomusikern ins Leben rief. Hatte ihr Debuthit „Melting Pot“ (1969; UK # 3) noch den Alltagsrassismus zum Thema büßte die Band spätestens mit der öden Blasorchester-Fahnenträgerode „Banner Man“ (1971, D # 38, UK # 3) jedliche textliche als auch musikalische Glaubwürdigkeit ein und hatte selbst für den durchschnittlichen Musikfreund kaum Appeal. Warum sich diese Single letztlich doch gut verkaufte dürfte wohl ein Blick auf das Plattencover erklären …
(4/10)
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Bryan Hyland - Gypsy Woman (Single, 1970)
Bereits mit 17 Jahren landete Brian Hyland mit „Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini" (1960; D # 9, UK # 8, US # 1) einen Welthit und konnte an diese Erfolge mit oftmals gecoverten Klassikern wie „Ginny Come Lately" (1962; A # 7, D # 10, UK # 5, US # 21) oder „Sealed With A Kiss" (1962; UK # 3, US # 3) anschließen. Danach folgte ein Wechselbad der Erfolge und oftmalige Wechsel von Plattenfirmen und Produzenten, bis er schließlich 1970 unter der Leitung von mit keinem geringeren als Del Shannon („Runaway" 1961; UK # 1, US # 1) seinen letzten Hit „Gypsy Woman" (1970; D # 34, UK # 45, US # 3) aufnahm.
Dabei handelt es sich um eines Coverversion eines Songs von Curtis Mayfield, der seiner Band Impressions zum Durchbruch verhalf (1961; US # 20). Im Gegensatz zum Original, das noch deutlich im Doo-Wop der 50er verwurzelt ist, orientiert sich Hylands Version deutlich am AOR der frühen 70er wie etwa Bread . Unüberhörbar sind die Vorlieben seines Produzenten Del Shannon, der auch im Background mitsingt, für alle Arten von Tasteninstrumente, die seine meisten Hits dominierten, weshalb bei „Gypsy Woman" Synthesizer, Orgel und elektrisches Piano in vorderster Reihe zu hören sind und dieser Version einen ganz besonderen Reiz verleihen.
Fast noch intressanter ist die von Hyland & Shannon geschriebene exzellente Rückseite „You & Me (#2)", die durch ihren hohen Anteil an akustischer Gitarre und einem Tempowechsel im Mittelteil sicherlich einen höheren Bekannheitsgrad verdient hätte.
Da die Coverversion von „Gypsy Woman" dermaßen eingeschlagen hatte, versuchte sich Hyland an einer Neuaufnahme von Jackie Wilson’s Klassiker „Lonley Teardrops" (1958; US # 7), die es 1971 immerhin bis auf Platz 35 in den USA schaffte. Nach der Nachfolgesingle „So Long, Marianne" (1971; US # 98) hieß es aber auch für Bryan Hyland „So Long".
Gypsy Woman (6/10)
You & Me (#2) (7/10)
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Charles Jerome - Kiss Me (Single, 1972)
Charles Jerome - Himalaya (Single, 1973)
Der Franzose mit der prägnanten Stimme war 1972/73 einer der Superstars in Österreich. Auslöser dafür war die mit mehrfach überlagerten Gitarren und jeder Menge Mundharmonika vollgepackten Single „Kiss Me" (1972; A # 2, D # 47).
Hansa, sein deutsches Label, war berüchtigt für seine oftmals unfreiwillig komischen Liner Notes, versuchte auf der Coverrückseite von „Kiss Me" Charles den deutschsprachigen Plattenkäufern folgendermaßen näherzubringen:
„Charles Jerome - Ein neuer Adamo?
Diese Persönlichkeit von nur 1,65 m Größe, mit grünen, bald kastanienbrauen Augen, wurde vier Tage vor Weihnachten 1946 geboren. Er nennt sich Charles Jerome. Er liebt die Großzügigkeit, Verlaine, gegrillte Steaks, Donovan, die Sonne und das Kino, Michel Polnareff, die Musik, Rotwein, die Beatles, leichte Zigaretten, Mädchen und das Meer.
Weiterhin Jean Albertini zund Sylvain Garcia, die die Lieder schreiben und komponieren, die er sehr gut interpretiert. Er verabscheut unaufrichtigkeit, Spinat, Nachtlokale, Gedränge, frühmorgens aufzustehen und Hunger zu haben.
Es gibt so viel Schönes auf der Welt: Chansons, Schallplatten, Galas, etc. - einen zweiten Charles Jerome werden Sie nicht finden."
Nachdem „Kiss Me" also ziemlich eingeschlagen hatte, warf man „Himalaya" als Nachfolgesingle auf den Markt, die hierzulande sein größter Hit wurde (1973; A # 1). Rätselhaft erscheint hier allerdings der Zusammenhang zwischen dem Himalaya und einem hier aufgebotenen Dudelsackorchester, der für mich nicht ganz nachzuvollziehen ist. Daneben gibt es erneut jede Menge Gitarren und eine vor jedem Refrain schmetternde Trompete. Auch hier lieferte Hansa wieder nicht uninteressante Liner Notes:
„Kiss Me" wurde für den sympathischen Franzosen mit der schmeichelnden Stimme der erste Riesenerfolg. Der Song brachte ihm eine Goldene Schallplatte ein. Jetzt hat ein zweiter Titel die französischen Hitlisten erobert und ist auf dem besten Wege, international den großen Durchbruch zu schaffen: „Himalaya", ein melodiös-weiches Lied, in dem besonders auch ein excellentes Trompetensolo besticht.
Charles Jerome, er hat sich mit seiner ersten Reise und Auftritten in beliebten Sendungen dem deutschen Publikum vorgestellt, haben die Erfolge nicht verändert. Er ist wohltuend natürlich geblieben und freute sich riesig, als ihm im Oktober 1972 von Radio Luxemburg der „Goldene Sendeturm" (Auszeichnung für den beliebtesten französischen Sänger) verliehen wurde. In der Zwischenzeit ist seine erste Langspielplatte produziert worden - sie wird bald auf dem deutschen Markt erscheinen."
Nach dem „melodiös-weichem" (?) „Himalaya" konnte er hierzulande noch mit „Manhattan" (1973; A # 4), „C’est Moi" (1974; A # 10) und „Bay Bay 26/38" (1974; A # 8) punkten, danach war man seines Mitklatschpops überdrüssig geworden und die österreichschen Plattenkäufer sagten offenbar in Abwandlung des letztgenannten Titels zu Charles Jerome „Bye Bye".
Kiss Me (6/10)
Himalaya (6/10)
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Nilsson - Me And My Arrow (Single, 1971)
Seinen Debuthit „Everybody’s Talkin’" (1969; UK # 23, US # 7) verdankt Harry Nilsson der Verwendung in dem Dustin Hoffman-Film „Asphalt Cowboy". „Without You" (1972; D # 12, UK # 1, US # 1), sein größter Hit, schaffte es ursprünglich auch ohne Einbindung auf einem Soundtrack ein Klassiker zu werden. Für den Soundtrack des Thomas Gottschalk/Helmut Fischer/Michael Winslow-Epos „Zärtliche Chaoten" wurde der mittlerweile fast schon vergessene Titel wieder ausgegraben und verschaffte ihm im deutschen Sparachraum erneute Popularität, die sich auch verkaufstechnisch einigermaßen positiv auswirkte (1987; D # 38)
Nilsson war ein guter Freund von John Lennon, was vielleicht seine schwer spät-beatles-esque, von Klavier und Orgel dominierten Single „Me And My Arrow" (1971; US # 22) und deren in ähnlicher Manier produzierten Rückseite „Are You Sleeping"erklärt, die sicher gut auf eines der späten Beatlesalben passen würde, mit 2:04 bzw. 2:17 Minuten aber fast zu kurz erscheinen.
Nach „Without You" konnte er noch einige mittlere Hits wie „Coconut" (1972; D # 40, UK # 42, US # 13) oder „Jump Into The Fire" (1972; D # 34, US # 26) verbuchen, aber danach konnten auch John Lennon oder ein Duett mit Cher („A Love Like Yours"; 1975) seiner Karriere nicht mehr auf die Sprünge zu helfen.
(7/10)
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Oliver Onions - Sandokan (Single, 1976)

Die beiden Brüder Guido und Maurizio DeAngelis, die seit den frühen 70ern jedes Bud Spencer/Terence Hill-Epos musikalisch mit Hits wie „Flying Through The Air" (1973; A # 8, D #4; aus „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle") ausstatteten und für Gassenhauer wie „Santa Maria" (1980; A # 1, D # 1) verantwortlich waren, lieferten auch die Titelsongs zu TV-Serien wie „Orzowei" (1977; A # 3, D # 1) oder „Sandokan".
Es dauerte allerdings einige Jahre, bis die Serie „Sandokan", die 1975/6 gedreht wurde, auch seinen Weg auf die Bildschirme in den deutschsprachigen Ländern fand und so sich dementsprechend zeitverzögert die Single „Sandokan" in den Charts plazieren konnte. (1979; D # 13, 1980, A # 2).
Nach 1981 konnte allerdings kaum jemand mehr die Falsettstimmen der beiden ertragen und so verlief die Karriere der Gebrüder DeAngelis in der Folge im Sand.
(6/10)
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Piglets - Johnny Reggae (Single, 1971)
Einer der fleißigsten Produzenten der 60er und 70er war zweifellos der Brite Jonathan King, der nicht nur Bands wie 10 CC ("I’m Not In Love", 1975; D # 8, UK # 1, US # 3) oder Genesis entdeckte und mit UK Records ein eigenes Label leitete, sondern unter einer schier unglaublichen Vielzahl von Pseudonymen Platten veröffentlichte und damit fast unüberschaubare Anzahl von Hits landete. Interessierte können hier eine detailierte Auflistung aller seiner Veröffentlichungen bestaunen.
Darunter befindet sich die unter dem Namen Piglets auf den Markt gebrachte Single "Johnny Reggae" (1971; A # 4, D # 19, UK # 3), ein mit zahlreichen Zweideutigkeiten gespickten Reggaesong, der auch in Österreich überraschend populär war. Im Gegensatz zu seinen anderen Aufnahmen sang er hier aber nicht höchstpersönlich, sondern ließ eine Sessionsängerin namens Barbara May ans Mikrophon. Ansonsten galt Jonathan King als Meister des Multitracking seiner Stimme und überlagerte diese bis zu 13-mal (!) wie etwa auf „Keep On Dancing" (1971; UK # 9), dem Debuthit der 70er Boygroup Bay City Rollers, was natürlich einen nicht uninteressanten Aspekt über die Gesangskünste dieser Band aufwirft.
Auf der Rückseite befindet sich ganz nach der Tradition der meisten alten Reggaesingles die Instrumentalversion von „Johnny Reggae", die hier passenderweise „Backing Track" betitelt ist.
Den dank „Johnny Reggae" nunmehr etablierten Namen Piglets versuchte Jonathan King bei den in ähnlicher Manier produzierten Singles „This Is Reggae" und „Baby Love" (beide 1972) beizubehalten, die allerdings bei den Plattenkäufern keine Gegenliebe fanden und so die Piglets in den großen Fundus von Jonathan Kings abgelegten Pseudonymen wanderten.
(6/10)
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Charlie Rich - The Most Beautiful Girl (Single, 1973)
Höchstwahrscheinlich assoziert man Charlie Rich, wenn man mit seinem Namen überhaupt etwas anfangen kann, ausschließlich mit der Countryballade „The Most Beautiful Girl" (1974; D # 14, UK # 2, US # 1). Allerdings war der „Silver Fox", wie er aufgrund seiner grauen Haare genannt wurde, nicht nur in diesem Genre erfolgreich. Mit „Lonley Weekends" (1960; US # 22) konnte sich als Rock’n’Roller erstmals in die Hitlisten eintragen, „Mohair Sam" (1965; US # 17) ist ein zu unrecht selten gespielter Oldie und nebenbei konnte er mit „Love Is After Me" (1966) einen Northern Soul-Klassiker verbuchen. In den letzten Jahren vor seinem Tod 1995 war er noch als Jazzer aktiv, aber einzig das großartige „The Most Beautiful Girl" machte ihn unsterblich.
(8/10)
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Shepstone & Dibbens – Shady Lady (Single, 1973)
(6/10)
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Roland W. – My Maria (Single, 1968)
In den späten 60ern kam kaum eine Engtanzparty oder eine Jukebox im deutschsprachigen Raum ohne Roland W.s „Monja" (1967; A # 3, D # 4) aus. Diese Mischung aus schluchzenden Gitarren, unentwegt „Mooooonjaaaaaaaaa" schmetternden Backgroundchören und W.’s bedeutungsschwanger gesprochenen Worten etablierte diesen Titel als einen der bewährtesten deutschsprachigen L’amourhatscher, von dem er auch eine englische Version aufnahm
Roland W(ächter)s Karriere hätte aber einen gänzlich anderen Verlauf genommen, wären die Originalinterpreten Cry’n Strings nicht bei dem kleinen Label Kerston unter Vertrag gewesen, dass mit der starken Nachfrage nach ihrer Version von „Monja“ (1967; A # 4, D # 11) überfordert war. Dieser Umstand sprach sich rasch bis zu Wächters Label Cornet durch und schon nach ein paar Wochen hatte Roland W.s „Monja“-Variante die Cry’n Strings aus den Charts als auch aus dem Bewusstsein der Plattenkäufer verdrängt.
„My Maria" (1968; D # 29), eine Art Konglomerat aus „Ave Maria" und "From The Underworld" von Herd (1967; A # 10, D # 11, UK # 6) bescherte Wächter einen kleinen Nachfolgehit.
Die Rückseite „Jamaica Girl" ist, wie man vielleicht mit dem Titel assozieren würde, kein Reggae, sondern vielmehr ein Countrytitel, bei dem fast schon der legendäre Produzent und Songwriter Lee Hazlewood, der für alle Hits von Nancy Sinatra verantwortlich zeichnete, an den Tonreglern gewesen zu sein scheint.
Nach „My Maria" verschwand Wächter in der Versenkung, aus der er 1982 kurzfristig für seinen einzigen mir bekannten Comebackversuch mit „Tanja" herauskam, um auch bald darauf wieder dorthin zurückzukehren.
(6/10)
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Barry White - What Am I Gonna Do With You (Single, 1975)
Barry White - You See The Trouble With Me (Single, 1976)
Diese beiden Songs des ungekrönten König des Schlafzimmersoul müssen jedem „Ally McBeal"-Seher wohl nicht näher vorgestellt werden, hat doch diese Serie bewirkt, daß nicht nur sentimentale 70er Fans seine „Greatest Hits", „Ultimate Collections" und wie die unzähligen Compilations auch alle heißen mögen, in großen Mengen kauften und Barry White ein finanziell durch die Tantiemen sehr einträgliches Comeback verschafften.
„What Am I Gonna Do With You" (1975; A # 11, D # 17, UK # 5, US # 13) besticht durch den unwiderstehlichen Beat und die genialen Streichersätze, bei denen es verwunderlich erscheint, daß sie bisher noch nicht gesampelt worden sind. Der eigentliche Grund, warum ich mir diese Single gekauft habe, ist die Instrumentalversion des Songs auf der Rückseite, die ansonsten kaum erhältlich ist
Mit „You See The Trouble With Me" (1976, D # 17, UK # 2) hat Barry White so etwas wie den ultimativen 70er Discoklassiker produziert, da hier das kongeniale Zusammenspiel von Bass, Gitarre, Streicher, Uptempo-Rhythmus und vor allem dem Hi-Hat hier eine Einheit bilden, die im Gegensatz zu anderen 70er Discokrachern nach mehrmaligen hintereinanderfolgenden Abspielen keinerlei Ermüdungserscheinungen aufkommen läßt.
Während „What Am I Gonna Do With You" bislang vom Sampeln in großem Ausmaß verschont geblieben ist, wurde „You See The Trouble With Me" erfolgreich von dem italienischen Houseprojekt Black Legend wiederbelebt. (2000; UK # 1). Allerdings mußte aus rechtlichen Gründen Barry’s Stimme durch die von Elroy "Spoonface" Powell ersetzt werden, aber das dürfte weder Barry noch Black Legend finanziell geschadet haben.
What Am I Gonna Do With You (8/10)
You See The Trouble With Me (9/10)