Die Fuenf Tibeter

Tibetan Five - or Tibetan Six? (Dr Tom J. Chalko, PhD)

Eine Sammlung von Konzentrationsübungen, bekannt als "The Original Five Tibetan Rites of Rejuvenation" (Die originalen Fünf Tibetanischen Riten der Verjüngung, Anm. des Übersetzers) wurde von Peter Kelder im Jahre 1939 in der westlichen Welt veröffentlicht. Wegen der unübertroffenen Wirksamkeit dieser simplen Konzentrationsübungen (welche ich selbst verifiziert habe) wurde Peter Kelders Buch noch einmal herausgegeben (Peter Kelder, The Eye of Revelation - The Original Five Rites of Rejuvenation, Borderland Sciences Research Foundation, 1989, ISBN 0-945685-04-1) und gewinnt beträchtlich an Popularität. Folgend, meine Zusammenfassung dieser Übungen.

Laut Tibetanischen Lamas zielen diese Übungen auf

Sogar, wenn nur ein kleiner Teil des obigen Ziels erreicht wird, geht die Wirkung dieser Übungen weit über ihre physischen Vorzüge hinaus.

Das Wichtigste in allen weiter unten beschriebenen Tibetanischen Übungen scheint die bewußte Synchronisation des Atmens mit der physischen Aktivität zu sein. Um optimale Resultate zu erzielen, rate ich dringend grundlegende 4-Schritt Atemtechniken zu üben, (einatmen, halten, ausatmen, die leeren Lungen halten) bevor man Tibetanische Riten praktiziert.

Ein anderer wichtiger Rat ist, überliefert von Lamas und verifiziert von der modernen medizinischen Forschung ist, dass keine Übung auf jeglicher Ebene zu intensiv sein oder erschöpfen sollte. Dieser Rat bezieht sich nicht nur auf die unterhalb vorgestellten Fünf Tibetanischen Riten, sondern auf alle physischen Übungen.

Ist die Intensität einer Übung exzessiv, ist solch eine Übung nicht nur nicht heilsam, sondern könnte sogar schädlich sein. Solltest du den Atem verlieren zum Beispiel, ist das ein Zeichen, dass dein Körper in einen anaeroben (zuwenig Sauerstoff) Notzustand eingetreten ist und eine Warnung dafür, dass du deinen Körper und Geist verlangsamen solltest.

Eine Methode die richtige Stufe physischer Aktivität einzustufen, ist die eigene Pulsrate zu beobachten. Sollte sie über 90-100 Schläge/Min hinausgehen solltest du verlangsamen. Ein anderes gutes Maß ist folgendes: Empfindest du es als angenehm mit der Übung (Tibetan, Yoga, Jogging, Wandern, Skaten, Roller Skaten, Tennis, etc) über einen längeren Zeitraum ohne Überanstrengung fortzufahren, ist diese Ebene der Aktivität genau richtig für dich. Beachte, dass du mit Training den Grad der Intensität nach und nach erhöhst. Nach dem Ausüben der Bewegungen in der richtigen Intensität solltest du dich nicht erschöpft fühlen. Im Gegenteil, du solltest energiegeladener sein und, am Wichtigsten, einen klareren, schärferen Verstand zur Verfügung haben. Wir sollten genießen was wir tun, nicht wahr?

Dieser Rat, bezogen auf die Fünf Tibetischen Riten, meint, dass du nicht zu enthusiastisch sein und nicht übertreiben solltest. Obwohl sie sehr simpel sind, sollte der Schwerpunkt auf Atemsynchronisation und Kontinuierlichkeit liegen und weniger auf Geschwindigkeit und Zahl der Wiederholungen.

Tibetanische Lamas empfehlen mit 3 Wiederholungen zu beginnen und graduell Stärke und Fertigkeit aufzubauen, um 21 Wiederholungen zu bewerkstelligen. Mehr als 21 Wiederholungen durchzuführen ist laut den Lamas redundant und deshalb nicht notwendig.

Sämtliche Bewegungen in den folgenden Fünf Tibetanischen Riten müssen flüssig durchgeführt werden, d.h. die abgebildeten Positionen zwischen den Bewegungen, - wie in folgenden Diagrammen gezeigt wird -, sollen gehalten werden. Bitte beachte die Atemphasen.

Tibeter #1

Steh gerade und strecke deine Arme nach der Seite aus. Dreh dich im Stand im Uhrzeigersinn. Das Wichtigste abgesehen von der Drehung im Uhrzeigersinn ist, dass du stoppst bevor dir mulmig wird und Schwierigkeit hast die Balance zu halten. Wähle die Geschwindigkeit und die Zahl der vollen Rotationen (bis zu 21), die dich nicht zu schwindlig machen. Graduell, mit Übung wirst du fähig sein die vollen 21mal im Stand zu drehen und die Geschwindigkeit zu erhöhen, ohne dass dir mulmig wird. Kinder führen diese Übung spontan aus und sie haben mehr als genügend Energie.

Tibeter #2

Beginne ausgestreckt am Rücken liegend, deine Hände am Körper anliegend, die Handflächen am Boden, die Finger zusammen. Hebe deinen Kopf und die Beine langsam, während du einatmest. Deine Beine sollten gerade sein, strecke sie so gut du kannst. Berühre mit deinem Kinn deine Brust. Nach dem Halten dieser Position mit erhobenen Beinen und Kopf, senke sie schrittweise während du ausatmest. Dann entspanne deine Muskeln bevor du die Übung wiederholst. Halte deinen Atemrhythmus ein, sodaß alle vier Phasen dieser Übung ungefähr die selbe Dauer haben. Solltest du einen Zyklus aussetzen müssen, weil du eine Pause brauchst, atme im selben Rhythmus weiter und warte bis der komplette Atemzyklus abgeschlossen ist, bevor du neustartest. Den Rhythmus aufrecht zu erhalten ist sehr wichtig.

Tibeter #3

Lamas empfehlen Übung #3 unmittelbar nach Übung #2.

Knie dich auf den Boden, die Hände auf den Oberschenkelmuskeln. Berühre mit deinem Kinn deine Brust, - atme aus. Dann wölbe dich nach hinten so gut du kannst, deine Arme gegen deine Oberschenkel gestützt, während du einatmest. Wenn du in die ursprüngliche Position zurückkehrst, atme aus, entspann dich und beginne den Zyklus von neuem.

Lamas praktizieren diese Übung mit geschlossenen Augen, die Aufmerksamkeit nach innen richtend, um den besten Effekt zu erzielen.

Tiefe Atmung und die Einhaltung des Rhythmuses sind sehr wichtig. Halte den Atemrhythmus ein, sodass alle vier Phasen dieser Übung ungefähr die selbe Dauer haben.

Tibeter #4

Beginne auf dem Boden sitzend, Beine gerade ausgestreckt, ca 30 cm voneinander entfernt, die Handflächen deiner Hände auf dem Boden neben deinem Gesäß. Berühre mit deinem Kinn deine Brust, atme aus.

Wölbe dich zurück und hebe deinen Körper, sodaß die Knie sich biegen und deine Arme gestreckt bleiben während du einatmest. Ziele darauf ab, mit deinem Torso eine horizontale Position einzunehmen, wie in der Abbildung gezeigt wird und versuche sie zu halten, indem du jeden Muskel deines Körper anspannst. Atme aus während du in die ursprüngliche Position zurückkehrst. Deine Hände und Füße sollten immer an der gleichen Stelle auf dem Boden bleiben. Entspann dich mit dem Kinn nach unten und beginne den Zyklus von neuem.

Diese Übung mag anfänglich schwieriger erscheinen als andere. Solltest du sie anfangs nicht zustande bringen, fahre mit einer anderen Übung fort, jedesmal dein Bestes gebend bei dieser Übung. Schrittweise sollte Tibeter #4 so einfach werden wie die anderen. Halte den Atemrhythmus ein, sodaß alle vier Phasen dieser Übung ungefähr die selbe Dauer haben.

Tibeter #5

In dieser Übung sollten die Arme und Beine ein wenig weiter auseinander sein, als deine Schultern.

Beginne in vertiefter Position, dein Rückgrat nach hinten gewölbt, die Hände senkrecht am Boden, Füße auf den Zehenspitzen, Kopf soweit nach hinten gezogen wie möglich, - atme aus. Deine Körper sollte nah am Boden sein, ohne ihn jedoch zu berühren.

Während du einatmest und deine Beine und Arme gerade hältst, hebe deinen Körper so hoch es möglich ist, wie im Bild beschrieben. Dann atme aus und kehre in die ursprüngliche Postition zurück. Spanne in jeder Position deine Muskeln an.

Halte den Atemrhythmus ein, sodaß alle vier Phasen dieser Übung ungefähr die selbe Dauer haben.



Quelle: Tibetan Five - or Tibetan Six?

Ins Deutsche übersetzt von Motz.