Amelie, die
kleine Tanne
(Vom Bäumchen, das
nicht schön genug war, ein Weihnachtsbaum zu werden)
Ein Weihnachtsspiel von Ulla und Jürgen Horschitz (1998)
Es ist Vorweihnachtszeit -
Musik zum Einstimmen (Amelie
1)
Gegen Ende des Musikstückes beginnt der Erzähler.
Erzähler 1: Im Lande IRGENDWO ist ein riesiger Nadelwald. Seine hohen Tannen und Fichten rauschen mächtig, wenn der Sturm über sie hinwegfegt. Einmal war ein heftiges Unwetter. Es hat die Bäume wie Streichhölzer geknickt. Dort, wo die Arbeiter den Waldbruch entfernt haben, befindet sich nunmehr eine Lichtung. Ein letzter Rest vom einstigen Baumbestand sind drei junge Tannen am Rande der Lichtung. Es wurde wieder aufgeforstet...und die jungen Pflänzchen stehen in Reih und Glied.
Erzähler 2: Glaubt ja nicht, im Wald herrsche tiefes Schweigen! Ganz im Gegenteil, der Wald im Lande IRGENDWO ist voller Stimmen. Dort hat ein jeder dem anderen etwas zu sagen. Ich höre Töne - ich höre Stimmen - ein Singen und Klingen....
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..... 2. Stimme: Das große Glück vom Weihnachtsbaum - es ist ein kurzer, schöner Traum.
Chor der Waldbäume (Amelie 6)
Sei nicht traurig, kleiner Baum
- allzuschnell vergeht ein Traum!
Nur ein Schimmer, nur ein Stück, oh, wie kurz das
Weihnachtsglück.
Sei zufrieden, kleiner Baum, mancher hier im weiten Raum,
der heut mächtig anzusehn, war - wie du - zu wenig
schön.
Wachse weiter kleiner Tann, wie wir großen es getan.
Spende Schatten, breit dich aus, hier in unserm grünen
Haus!