Tranquilla
die beharrliche Schildkröte
Eine
musikalische Fabel von Michael Ende und Jürgen Horschitz
Ouvertüre Teil 1
Ouvertüre Teil 2
1.
Szene:
Sprecher:
Eines Morgens saß die Schildkröte Tranquilla Trampeltreu vor
ihrer kleinen gemütlichen Höhle in der Sonne und verspeiste
geruhsam ein Wegerichblatt.
Über ihr in den Zweigen eines uralten Ölbaumes saß die Taube
Sulaila Silberkopf und putzte ihr schimmerndes Gefieder. Da kam
der Täuberich Salomo Silberkopf geflogen, verbeugte sich
mehrmals und rief:
Täuberich: Oh Sulaika, du Freude meines Herzens, hast du schon vernommen? Der Große Sultan aller Tiere, Leo der Achtundzwanzigste, wird Hochzeit feiern. Darum lass uns zusammen zu seiner Höhle fliegen, du Licht meiner Augen.
Taube: Oh mein Herr und Gebieter, sind wir denn eingeladen?
Täuberich: Sei unbesorgt, du Stern meines Lebens, alle Tiere, groß oder klein, alt oder jung,......
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....... Sprecher: Und dann wurde getanzt und gespielt und geschmaust und gesungen bis in die tiefe Nacht hinein. Und die Glühwürmchen leuchteten, und die Nachtigallen und Grillen musizierten. Mit einem Wort, es war wirklich das schönste Fest, das es je gegeben hat. Und mitten unter den Hochzeitsgästen saß Tranqilla Trampeltreu, ein bisschen müde zwar, aber sehr, sehr glücklich.
Tranquilla: Ich hab's doch immer gesagt, dass ich rechtzeitig da sein werde.