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Allein in der Tiefe "
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Kurz vor dem Erscheinen der
letzten Heft-Ausgabe im Juni 2000 glaubte ich um ein Haar im September-Heft
einen Hilferuf ungefähr in der Form drucken zu müssen:
Nachfragen in der Herstellerfiliale in der Schweiz ergaben schon am Tag nach dem Malheur, dass man "diese Art von Deckel nicht mehr führe, man sogar noch einige Ladenhüter beim kürzlichen Umzug weggeworfen habe" (tja, wenn man nicht immer das letzte Modell fährt..), also was blieb mir anderes übrig, als Gabriel von der Toccata meinte, es gäbe da schon noch eine Möglichkeit, eine Tauchflasche und Maske könnte er mir borgen .... ? Mein Einwand bezgl. ungenügender Sehschärfe war unbehelflich, er meinte im Gegenteil unbarmherzig, die Brille bräuchte ich für den Tauchgang sowieso nicht, denn "da unten" könnte man die Hand nicht vor den Augen erkennen, hier hälfe nur Tasten weiter ..... und tasten könnte man reichlich, denn der Schlick wäre wohl gegen einen halben Meter tief! Da man ja keine Schande über die Familie bringen will, liess ich mich also ausrüsten ...... belustigt (von Frau und Freunden), teils argwöhnisch (vom Hund) begleitet und man sprach mir Mut zu. "Du musst nur einatmen wie am Land" hörte ich zuletzt und dann wurde die Luft knapp, weil noch niemand das Ventil an der Flasche geöffnet hatte. Durchaus noch nicht lebensmüde liess ich die Sache nach vier oder fünf ähnlich verlaufenden Versuchen (nun allerdings mit offenem Ventil) auf sich beruhen, als unser Sportleiter Manfred durchblicken liess, dass er sich für mich umschauen ginge, er müsste sowieso noch tauchen, da er auch noch einen Kübel an seinem Steg vermisste. In einem ersten, mehrere Minuten dauernden Versuch, brachte er ein Messer samt Lederetui von Orient (dem Sohn von Familie Florange) herauf, dann nahmen wir ausser gelegentlich auftauchenden und damit beruhigenden Luftblasen lange nichts mehr wahr. Dann kam Manfred schliesslich mit leeren Händen wieder herauf, meinte lapidar; dort "wo wir die vermutete Aufprall- und damit Liegestelle beschrieben hätten, sei (ausser Dreck, Schlamm und dem was man bewusst so fallen lässt) nichts zu wollen und damit nichts zu finden". Selber augenscheinlich schon ziemlich entmutigt, tauchte er nun "ein letztes Mal" unter. Diesmal direkt unter die Badeplattform und dann das Heck der "Moonlight". Nach weiteren 5 Minuten kam er wieder hoch, diesmal nicht mehr mit leeren Händen; er hatte nämlich inzwischen "unseren" Deckel gefunden! Dies war uns nun nicht einen "Asbach Uralt" wert, denn wir fanden schnell heraus, dass Manfred lieber "Malt-Whisky" trinkt ! Manfred, nochmals vielen Dank !
Der Artikel erschien in der L'ancre de Kembs Ausgabe Sept. 2000 Ó
F. Engeler, Zufikon Aufruf:
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