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Ein wichtiges Anliegen sei ihm auch die Pflege der Partnerschaft mit der franzoesischen Garnison in St. Wendel und dem Bezirk Lane County in Oregon gewesen. Zudem habe er sich 26 Jahre lang bis zum Dezember 2000 als Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes ehrenamtlich engagiert. "Waldemar Marner war ein Landrat zum Anfassen", wuerdigte Schumann seinen Vorgaenger im Amt. Als grossen und schmerzlichen Verlust fuer das St. Wendeler Land haben der CDU-Kreisvorsitzende Hans Ley und der St. Wendeler CDU-Vorsitzende Udo Recktenwald den Tod des frueheren Landrates bezeichnet. Marner hinterlasse eine grosse Luecke. Ley: "Mit Waldemar Marner verliert der Landkreis St. Wendel einen lieben Freund und herausragenden Sachverwalter der Interessen der laendlichen Region." In seine Zeit seien zahlreiche wichtige Weichenstellungen in Wirtschaft und Tourismus gefallen, von denen der Landkreis heute noch nachhaltig profitiere. Ley weiter: "Marner war Visionaer und Wegbereiter wichtiger Impulse und Initiativen, die unsere Region voran gebracht haben. Mit ihm begann die Weichenstellung des landwirtschaftlich gepraegten Kreises zu einer aufstrebenden, von Dienstleistungen, Tourismus und zahlreichen Wirtschaftsansiedlungen gepraegten Region." Der christdemokratische Politiker habe ein Stueck St. Wendeler Geschichte geschrieben, sein Name sei deshalb untrennbar mit Stadt und Kreis St. Wendel verbunden. Auch die Christdemokraten im Landkreis haetten ihm viel zu verdanken, mehr als 25 Jahre habe er dem Kreisvorstand angehoert. Er habe sich immer mit ganzer Kraft fuer die Staerkung der Kommunen und fuer soziale Belange eingesetzt. Immer wieder habe er gemahnt, nie den sozial Schwachen und den einzelnen Menschen zu vergessen. Dieses soziale Anliegen verstehe die CDU als seinen dauerhaften Auftrag an die Union und deren politische Arbeit. Marner sei stets eine Persoenlichkeit mit Rueckgrat, Verlaesslichkeit, Geradlinigkeit und Grundsatztreue gewesen. Ley und Recktenwald: "Waldemar Marner war einer der ganz Grossen in unserer Region." Die Person und den Politiker Marner wuerdigte auch der SPD-Unterbezirksvorsitzende Armin Lang, der die gesamte Amtszeit Marners als SPD-Politiker im Kreistag miterlebt hat. Lang: "Waldemar Marner war ein ueberzeugter Konservativer. Dazu stand er auch. Er dachte, was er sagte, und er sagte, was er dachte. Deshalb war er immer verlaesslich und geradlinig." Marner sei ein ueberzeugter Demokrat gewesen. "Er hatte die demokratischen Spielregeln verinnerlicht, die Opposition gehoerte fuer ihn zur demokratischen Grundausstattung." Waldemar Marner wurde im Februar 1927 in Nasstaetten im Taunus geboren. Er besuchte die Oberschule in St. Goarshausen und Neuwied, musste aber die Schulausbildung wegen des Kriegsdienstes und der anschliessenden amerikanischen Gefangenschaft unterbrechen. 1947 absolvierte er in Limburg die Reifepruefung, studierte anschliessend in Mainz. Nach Abschluss des Studiums und seiner Promotion arbeitete er als Anwalt. 1958 trat er in den saarlaendischen Staatsdienst ein. 1959 kam der Jurist zum Landratsamt Ottweiler, war staendiger Vertreter des Landrates, wurde 1965 Amtsvorsteher in Eppelborn. 1974 wurde Waldemar Marner St. Wendeler Landrat und blieb dies bis zu seinem Ruhestand 1992. Der Verstorbene war verheiratet und hat eine Tochter. Er lebte bis zuletzt in der Kreisstadt St. Wendel. Das Sterbeamt fuer den ehemaligen Landrat findet am Mittwoch, 25. Juni, 14 Uhr, in der Wendelinus-Basilika in St. Wendel statt. Anschliessend ist die Beisetzung auf dem St. Wendeler Friedhof. |
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