Freiwillige Feuerwehr LB Neunkirchen/Nahe Skaterpark St. Wendel

Neunkirchen/Nahe (tog). Seit einem halben Jahrhundert stellen sie sich nunmehr in den ehrenamtlichen, uneigennuetzigen und zeitaufwendigen Dienst der Allgemeinheit. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aus Neunkirchen/Nahe. Dieses Jubilaeum ist wahrlich ein guter Grund zum Feiern fuer die mehr als 20 Aktiven und ihre "Schuetzlinge", die Bevoelkerung in der Umgebung.
Es war der 25. Januar im Jahre 1953, als sich 25 Maenner zusammenfanden, um die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen/Nahe zu gruenden. Zuvor gab es im Ort, wie noch in vielen anderen Doerfern der damaligen Zeit, die so genannte Pflichtfeuerwehr. Alle verfuegbaren Maenner waren damals bei einem Brand im Dorf zum Feuerloeschen verpflichtet. Das verlief aber doch eher unkoordiniert ab, so dass hier unbedingt Abhilfe geschaffen werden musste. Und das erfolgreich. Im Jahr 1971 erhielt die Neunkircher Wehr als erste im Kreis St. Wendel die St. Florians-Medaille verliehen. In den letzten 20 Jahren vor der Gruendung waren in dem Ort 40 Haeuser niedergebrannt, danach sank die Zahl der Braende kontinuierlich ab. Die Verleihung der Medaille sollte also auch Auszeichnung fuer besondere Verdienste im Brandschutz sein. Im Maerz des selben Jahres wurde die Jugendfeuerwehr gegruendet. Heute sind sechs Jugendliche in der der Jugendwehr. Bemerkenswert hoch ist der Anteil junger Frauen. Fuenf der sechs "Nachwuchsloescher" sind weiblich. Auch im Aktiven-Bereich haelt das vermeintlich schwaechere Geschlecht langsam aber sicher seinen Einzug. Marliese Klein verkoerpert sozusagen den weiblichen Aspekt der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen/Nahe.
Einer der groessten Einsaetze hatte die Neunkircher Wehr bei dem Brand des damaligen
Klosters in der Ortsmitte im Jahr 1968. Das Gebaeude konnte zu jener Zeit nicht gerettet werden und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Heute steht an dieser Stelle das oertliche Altersheim. 1992 bezog die freiwillige Wehr ihr neues Zuhause. Nachdem die ehemalige Grundschule des Ortes zum heutigen Buergerhaus umgebaut wurde, konnte die Feuerwehr ihr neues Geraetehaus in Dienst stellen. Auch Feste gab es schon immer zu feiern in Neunkirchen. 1982 feierte man den Florianstag, im darauf folgenden Jahr wurde der vierte Platz beim Leistungsmarsch der Feuerwehren des Landkreises St. Wendel erreicht. 1985 landeten die aktive Wehr und die Jugendfeuerwehr einen Doppelsieg beim achten Leistungsmarsch des Kreises. Zudem veranstaltet die Feuerwehr seit einigen Jahren die schon zur Tradition gewordene Feuerdisco zum Auftakt der Kirmes.
Nun steht also die grosse Jubilaeumsfeier ins Haus, und es soll dem Anlass gebuehrend gefeiert werden. Das Fest beginnt am Samstag, 30. August, mit einem gemeinsamen Kirchgang. Ab 20 Uhr werden im Rahmen eines Festaktes verdiente Wehrmaenner geehrt und Befoerderungen durchgefuehrt. Die Aktivitaeten am Sonntag starten mit dem morgendlichen Fruehschoppen ab zehn Uhr. Gegen zwoelf wird Mittagessen angeboten und am Nachmittag Kaffee und Kuchen. Den ganzen Tag hindurch findet eine Geraeteschau statt. Dort kann sich der Besucher ein
Bild darueber machen, wie sich die Anforderungen an die Feuerwehren veraendert haben, und wie sich das im technischen Geraet niedergeschlagen hat.

Quelle SZ 27.08.03