Gesamtschule Türkismühle

Maedchen und ihre Berufswahl: Projekttag in der Gesamtschule Tuerkismuehle

Neue Wege beschreiten... Jasmin Beier, Soldatin bei der Bundeswehr (im Plenum rechts stehend) und Ursula Weiland, Frauenbeauftragte des Landkreis St. Wendel (im Plenum links), diskutierten mit den Schuelerinnen der achten Klasse der Gesamtschule Tuerkismuehle ueber "frauenuntypische" Berufe. Foto: Schule

Tuerkismuehle (np). "Wie wir werden, was wir wollen" - unter diesem Motto stand der Projekttag fuer die Maedchen der achten Klasse der Gesamtschule Nohfelden-Tuerkismuehle, den Ursula Weiland, Frauenbeauftragte des Landkreis St. Wendel, und Gabriele Bodtlaender vom Amt fuer kommunale Arbeitsfoerderung gestaltet wurde. Ziel dieser Veranstaltung war es die "traditionellen" Berufswahlmuster bewusst zu machen und den Schuelerinnen und Schuelern Alternativen in zukunftsorientierten Bereichen - abseits von typisch maennlichen beziehungsweise weiblichen Berufen aufzuzeigen.
Gabriele Bodtlaender und Ursula Weiland stellten nicht nur die Berufswahlmuster von Maedchen in grauer Theorie vor. Eingeladen waren Frauen, die neue Wege gewaehlt haben, und die Fragen der

Maedchen zu ihrem beruflichen Werdegang und ihren Erfahrungen beantworteten: Sonja Wichter, Maschinenschlosserin bei der Firma Diehl, Julia Weidl, Kfz-Mechanikerin beim Heeresin- standsetzungswerk St. Wendel, Stefanie Mueller, Restaurantfachfrau im Restaurant Kunz in Bliesen und Jasmin Beier, Soldatin bei der Bundeswehr, standen den Schuelerinnen Rede und Antwort. Schnell wurde klar, dass die in unserer Gesellschaft vorherrschende Denkweise auch bei den Schuelerinnen die Berufswahl stark praegen: Familie und Kinder auf der einen Seite und der Beruf andererseits stehen sich im Weg. Schnell wurde klar: Ohne Aenderung in den Koepfen der Jungen wird sich auch bei den Maedchen nichts aendern. Gesellschaftliche Strukturen werden langfristig geaendert werden muessen, um den Achtklaesslerinnen von heute auch noch im Beruf von morgen Perspektiven abseits der fuer Frauen typischen Berufswege bieten zu koennen.

Quelle SZ 25.06.03