

Wer sich sportlich betaetigen wollte, der hatte am Samstag dazu eine Gelegenhait.
Und fasst 400 Menschen nutzten sie und fuhren bei der “SZ” Radtour mit, tankten Luft, erlebten bei herrlichem Wetter pure Natur,

Startend... Am Walhauser Meiler startete die diesjaehrige’’SZ’’Radtour am vergangenen Samstag. Und es ging auf den 24 Kilometer langen Rundkurs, der schliesslich wieder am Meiler endete. An der Tour nahmen fasst 400 Radler teil. Von der Polizeiinspektion Nohfelden-Tuerkismuehle begleiteten fuenf Beamte die Radfahrer auf der gesamten Strecke und sicherten die Ueberquerung der Landstrasssen. Die naechste ‘’SZ’’-Radtour 2004 wird in Marpingen stattfinden.
Fotos: ATB

Idyllisch... Die ‘’SZ’’-Radtour war nicht nur etwas fuer die Muskeln, sondern es machten viele Teilnehmern offentsichtlich Spass, bei schoenem Wetter durch die bezaubernde Landschaft und durch bunte Blumenbeete zu fahren.


Erfrischt... Der St. Wendeler Landrat Franz-Josef Schumann goennt sich nach der ‘’SZ’’-Radtour ein kuehles Blondes.
Gestaerkt... Wer wollte konnte sich unmittelbar nach der ‘’SZ’’-Radtour mit Nudeln und einer kraeftigen Sosse staerken.

Verarztet... Nach einem kleinen Sturz wurde Klaus Schneider vom Wolfersweiler Deutschen Roten Kreuz sofort verarztet. Mit seinen Hautabschuerfungen war der Teilnehmer an der ‘’SZ’’-Radtour bei den Ersthelfern in sehr fachkundigen Haenden.

Bestaunt... Der Walhausener Meiler war auch fuer (vorn, von links) Christel Westoby, Christel, Wyoner und Heike Brown soe wie Lothar Mueller (hinten: Paul Pfeifer und Jens Simon) Start und Ziel der ‘’SZ’’-Radtour. Bestauntes Ziel wird fuer viele Besucher bis 19. Juli bleiben. Bis dahin finden hier Veranstaltungen statt. Dann wird der Meiler geoeffnet, Holzkohle abgebaut.

Entspannend... Es gibt ein Leben nach der ‘’SZ’’-Radtour - beispielweise unter einem Sonnenschirm bei zuenftiger Musik, leckerem Essen und kuehlen Getraenken. Hier laesst es sich aushalten und nach den Anstrengungen richtig entspannen.
Nohfelden (gtr). Der Geruch von schwelendem Buchenholz zieht ueber den Festplatz. Der Walhauser Meiler raucht aus seinen Oeffnungen, lockt Neugierige an. Gegen 10:30 Uhr treffen die ersten Radfahrer ein, die meisten in Sportkleidung alle brav den Sturzhelm auf dem Kopf.
Der Nohfeldener Buergermeister Heribert Gisch tritt kraeftig in die Pedale, schafft ganz locker die kleine Anhoehe am Heidenkopf. ,,Ich fahre aber nicht mit, bin nur mit dem Rad hierher gekommen", lacht Gisch und begruesst mit dem St. Wendeler Landrat Franz Josef Schumann, dem Kreispressesprecher Hans-Josef Scholl, dem Chef vom Dienst der ,,Saarbruecker Zeitung" AloisiusTritz die ersten Ankoemmlinge auf der Festwiese.
Die ,,SZ"-Tour 2003 ist dieses Jahr in die Koehlertage in Walhausen eingebettet und bereichert das zweiwoechige Programm der Arbeitsgemeinschaft Walhauser Vereine am vergangenen Samstag. Fuer viele Radsportler ist so ein qualmender Meiler ein absolutes Novum. ,,Habe ich mein Lebtag noch nicht gesehen", bekennt ehrlich ein 55-Jaehriger aus Homburg. Es ist elf Uhr. Der Festplatz fuellt sich immer mehr mit Pedalrittern. Der elfjaehrige Alexander aus Eppelborn ist zum ersten Mal bei der ,,SZ"-Tour dabei. ,,Mein Rad hat 24 Gaenge, das schaffe ich wohl", meint der Junge optimistisch.
AIoimus Tritz greift zum Mikrofon, begruesst die Teilnehmer und gibt Tipps zum Verhalten auf der Strecke. ,,Bei uns ist es huegelig, aber der Weg ist fuer jedermann zu schaffen", macht Landrat Schumann den Radlern Mut. Und Buergermeister Gisch empfiehlt, nicht zu schnell zu fahren und sagt auch gleich, weshalb: ,,Und zwar wegen den vielen Sehenswuerdigkeiten in der Gemeinde Nohfelden."
Helmut Tieme von der Arbeitsgemeinschaft Walhauser Vereine bleibt gerade noch Zeit, dir Radfahrer fuer den Nachmittag zum Verweilen auf dem Festplatz einzuladen. Dann sind die fast 400 Biker nicht mehr zu bremsen.
In 30er Gruppen, die kurz nacheinander starten, legen sie den Heidenkopf hinunter ins Dorf bereits ein beachtliches Tempo vor. An der
Spitze zwei Rad fahrende Polizisten, gleich dahinter der Landrat ,,Der will es allen zeigen", schmunzelt ein Walhauser am Strassenrand. Eine Weile geht es an der Bahnstrecke entlang. Dann folgt der Anstieg nach Steinberg-Deckenhardt. Schon zehn Minuten nach dem Start kommen die Ersten am Steinberger Friedhof an. Manfred Diemann aus Saarbruecken haelt kurz an. ,,Eine herrliche Landschaft ist das hier", sagt er ganz begeistert. Hinter Steinberg geht es den hinab. Das erste zusammenhaengende Waldstueck taucht auf, dann das Jagdschloss Bocksborn. Die Spitze laesst das Idyll links liegen, macht eher auf Tempo. Familien mit Kindern halten oefter an, blicken ueber den kleinen See zum Fachwerkhaus hinueber.
Das dann folgende Nahetal verbirgt seine Schoenheiten nicht Eine frische Brise kommt vom Wiesental her. ,,Gott sei Dank ist es heute nicht so heiss wie gestern'' , freut sich eine 43-jaehrge Frau aus Neunkirchen. Die Peiffersmuehle rueckt ins Blickfeld. Rosemarie Peiffer steht mit ihren Familienangehoerigen vor dem Haus. ,,Es ist kein besonderes Ereignis fuer uns, wenn hier Radfahrer vorbeikommen", erzaehlt sie. ,,Wir sind es das ganze Jahr ueber gewoehnt." Romy Schneider aus Quierschied hat bislang keine Probleme mit der Tour, freut sich vielmehr ueber die Landschaft: ,,Ich war noch nie hier, da lohnt sich das Wiederkommen."
Am Tuerkismuehler Bahnhof ist die Tankstelle fuer kuehle Getraenke. Apfelsaftschorle wird am meisten verlangt. ,,Ein Teil wollte nichts und ist gleich weiter", hat Rosel Boehmer, die Flasche um Flasche oeffnet, festgestellt Lisa Scheid' 15, aus Nohfelden kommt recht flott angefahren. ,,Die Steigung nach Steinberg war schon happig, jetzt geht's", gesteht sie und laesst prickelnde Sprudelwasser durch ihre trockene Kehle rinnen.
Die Schlussetappe fuehrt durch den Buchwald und an der Bahn nach Freisen entlang. Das Feld der Radfahrer ist jetzt weit auseinander gezogen. Die letzte Bergpruefung zum Heidenkopf steht bevor. Nach 70 Minuten sind die ersten Radler wieder am Meiler - und ganz vorne der erste Mann im Landkreis, Landrat Schumann. Als .Zwanzigster rollt der 14-jaehrige Torsten Dworowy aus Wolfersweiler ins Ziel.
,,Jetzt eine Cola", lechzt der Junge und stellt sein Rad ab.
Noch immer qualmt der Meiler. Teller und Bestecke liegen bereit Nudeln und Hackfleischsosse warten in Mengen auf die Freizeitradler. Kuehles ist jetzt eher gewuenscht. Am Getraenkestand gibt es nicht Haende genug. ,,Die Tour 2004 ist wo?' , will ein Teilnehmer wissen. Alois Tritz hilft: ,,In Marpingen." Fuer viele Radler gibt es dort ein Wiedersehen.
Damit Raeder richtig rollen.
Die „Saarbruecker Zeitung" dankt den vielen Helfern, die Im Vorfeld der Radtour und am Rande der Strecke zum Gelingen beigetragen haben Von der Polizeiinspektion Nohfelden Turkismuehle begleiteten fuenf Beamte die Radfahrer auf gesamten Strecke und sicherten die UEberquerung der Landstrassen Die Arbeitsgemeinschaft Walhauser Vereine stellte sieben Biker die sich unter die Teilnehmer mischten. Auch zwei Sanitaeter des Roten Kreuzes Wolfersweiler fuhren auf Raedern mit. Ihr Sanitaetswagen bildete den Schluss. Die Feuerwehr Walhau sen wies die mit dem Auto ankommenden Radfahrer auf die Parkplaetze Im Ort ein. Die Streckenplanung von Dietmar und Rosel Boehmer wurde vom Bauhof Nohfelden ueberprueft. Der Forstbetrleb sorgte dafuer, dass alle Waldschranken offen waren. Die Mitarbeiter des St Wendeler Landratsamtes haben bereits bei der Vorbereitung der Tour massgeblich mitgeholfen.
Quelle SZ 14.07.03