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Jugendcamp 2002
9. bis 12. Mai - Keutschachersee



Bericht von Thomas

Es sollte sich rund um den Wörthersee etwas tun in diesen Tagen. Da tauchten plötzlich von den Hauptverkehrsrouten aus Nord und West seltsam, aber vertraut erscheinende Autos auf, beflaggt, lackiert, mit Aufschriften versehen. Also darin saßen nicht die Jugendlichen des INF Jugendcamps, auch nicht wir Betreuer und Helfer.
Das GTI ­ Treffen in Reifnitz ist gemeint und es sollte unser Treffen am Keutschacher See nur am Rande betreffen.

Jedes Jahr findet ein solches Jugendcamp statt, hörte ich von Peter Theobald, 1992 fand es in Wien statt, dann wiederum in England, Deutschland (2001 in Frankfurt).
Und heuer war Österreich wieder an der Reihe und spätestens im Januar erfuhr auch ich von diesem Ereignis und die erprobte Organisatorin Sieglinde bat mich auch gleich um meine Mithilfe. Ich? Also ich bin Thomas, bin 37 Jahre und komme aus Linz an der Donau, mein Beruf ist im Kino angesiedelt. Bereits im Juli und August 2001 half ich beim Jugendcamp in Kroatien mit, welches ebenso von uns Österreichern geplant und durchgeführt wurde.

Der Wetterbericht versprach zwar schönes Wetter, aber doch nicht die ersehnten warmen Temperaturen, welche wir schon des öfteren im Mai hatten. Der Helfertross bestehend aus Sieglinde, Egon, Dani und Gerold war am Dienstag angereist. Es ist ja eine Unmenge an Organisatorischem zu leisten, was dem normalen Auge entgeht. Am Mittwoch Nachmittag war große Anreise und wenn ich mir die doch kurze Dauer dieses Treffens vor Augen führe, so war ich über die weiten Anreisen vieler Teilnehmer sehr überrascht. Die Holländer sind sowieso talentierte Globetrotter und die Engländer setzen gleich aufs Ganze. Mum Sharon und ihre Teenies waren mit dem Flugzeug nach München geflogen und traten von dort noch eine etwa sechsstündige Zugreise nach Kärnten an. Und das trotz ihrer momentanen Behinderung. Great!

An die 70 Jugendliche kamen, Holländer in der Überzahl, Engländer als zweitstärkste Gruppe; Peter führte die deutschen Gäste an. Luca kam aus Rom, ein Däne war auch gekommen. Wir hätten uns mehr Teilnehmer aus Österreich gewünscht!!!!

Der FKK Campingplatz Sabotnik war Schauplatz, romantisch und idyllisch am Keutschacher See gelegen. Die Zeltstadt wuchs auf herrlich grünem Rasen. Gleich am ersten Abend durften sich unsere Holländer freuen, denn im Fußballcupendspiel siegte Feyernord Rotterdam und Aryan war sehr angetan, wie er mir selber sagte.
Am Donnerstag Abend kamen zuletzt noch die Engländer an. Mum Sharon erwähnte ich oben bereits.

Viele sympathische Menschen folgten der Einladung der INF und des ÖNV. Aus Linz kam Bernhard, aus dem Mostviertel Ferdl mit seinen beiden Kids, aus Innsbruck Gerold und Dani mit ihren originellen Buben Pascal und Fabrice. Sieglinde, die große Dame der Organisation mit Ladi und Helga aus Salzburg, welche uns sehr helfend in der Feldküche beistand, und nicht zu vergessen, Greti aus Kärnten, die uns ebenso sehr hilfreich unterstützte.




"Zusammensein", "Freunde gewinnen", die gleichen Interessen teilen, so schien das Motto zu lauten. Eser aus Steyr vergaß ich noch zu erwähnen, der gar strenge Sportsmann, aber faire Freund der Kinder.
Die Holländer alle einzeln aufzuzählen wäre ein bisschen zu viel. Nur einige Namen seien genannt, Aryan, Eric, Jasmin, Dominic, sie alle beeindruckten durch ihre Fröhlichkeit.
"Very British" unsere Freunde von der Insel, allen voran Tim und Ben, unsere streitbaren Fußballfans. Und die Gruppe aus Kent, südlich von London, welche von ihren liebenswerten Mums begleitet wurden, Adam, Amy, Louise, Tom, Bob u.a. Luca kam aus Rom und den Vertreter Dänemarks lernte ich leider ich nicht kennen.
Was boten wir unseren Freunden also in diesen drei Tagen in Kärnten? Zum ersten eine schmackhafte Küche, teilweise auch von Helga sowie Reinhold und Dani bereichert, zum zweiten eine Stadtralley durch Kärntens Hauptstadt Klagenfurt mit einem Ausflug ins Minimundus, die kleine Welt am Wörthersee, wo jeder Schmuckstücke aus seiner Heimat vorfand. Der Besuch beim Mostbauern dürfte doch für viele ein neues Erlebnis gewesen sein. Unvergesslich dabei die stimmigen Schlachtgesänge von Tim und Ben.
Am Samstag waren Spiele ohne Grenzen an-gesetzt, die auch Geschicklichkeit verlangten, aber zum Großteil bravourös bewältigt wurden. Beispielsweise ist es nicht leicht, das Logo des INF in Puzzleform zusammenzusetzen. Und natürlich durfte eine Disco samt DJ nicht fehlen, für die sorgte unser Ferdl.
Ideales Wetter konnten wir leider nicht anbieten. Die Nächte waren sehr kühl. Und der See war gar kalt zum Baden und dem textillosen Dasein konnten manche nur kurz fröhnen.
Aber auch so waren wir gleichgesinnte Freunde und ich empfand es als wichtigen Beitrag zur “Internationalen Verständigung".

Danke an dieser Stelle an Sieglinde, die alles organisatorisch im Griff hatte und ihre persönliche Begeisterung für dieses Treffen immer zeigte! Danke aber auch allen anderen Helfern und Danke allen Teilnehmern, die, so finde ich nachträglich mit so viel Herz und Temperament bei der Sache waren.


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