Jugendlager 2001 2. bis 5. Juni - Sonnensport Salzburg
Erstmalig versuchte ich dieses Jahr unser Jugendlager zu einem früheren Termin durchzuführen um die Sommerferien für Sommerurlaube freizuhalten. Somit fand es über das Pfingstwochenende vom 2.6 bis 5.6.2001 statt. Der Verein Sonnensport Salzburg lud uns auf sein Gelände ein. Auf Grund des tollen Wetters hätte für dieses Wochenende der Name Regensport Salzburg besser gepasst. Doch genaueres dazu erfahrt ihr gleich....
Am Samstag, den 2.6. trudelten bereits am frühen Vormittag die ersten Teilnehmer ein. 2 Kinder von unserem neuen Mitgliedsverein aus dem Mostviertel und 1 Kind aus Linz. Dann im Laufe des Vormittags kamen 8 Kämpfer aus Salzburg, 3 Kinder vom Naturistenpark Lobau, 11 Tiroler Kinder, 4 Teilnehmer vom Lindwurmteich und zum Schluss noch 11 Kinder aus Tulln, die wir am Salzburger Bahnhof abholten. Dazu kam noch die Betreuerbelegschaft und das Organisationsteam. In Summe 50 Personen.
Nach dem Bezug der Zelte, der natürlich wie immer nicht planmäßig (wieso auch?) erfolgte, kamen wir erstmals in den Genuss der köstlichen Speisen (Geschnetzeltes mit Nudeln und viel Liebe), die uns hier aufgetragen wurden. Schon jetzt ließ sich erahnen, dass keiner der Teilnehmer, ob groß oder klein, mit Untergewicht heimfahren würde. Allein vom dargebotenen Kuchenbuffet hätte man sich tagelang ernähren können. Und dass wir den Salzburgern herzlich willkommen waren konnte man sofort spüren.
Wie wir aus dem Wetterbericht bereits wussten würde uns der Wettergott dieses Wochenende nicht unbedingt mit Sonnenschein überhäufen und so zogen wir das für Sonntag geplante Sportfest auf diesen Nachmittag vor. Unter der Leitung von Fred (später auch unter dem Namen Vogelscheuchen-Fred bekannt) mussten sowohl Kinder als auch Erwachsene mehrere Stationen durchlaufen und ihre Geschicklichkeit, Schnelligkeit und ihr scharfes Auge unter Beweis stellen. Unter anderem gab es Steinwerfen, 60m-Lauf, Dosenwerfen, Plattln, Bocchia usw. Das Schwimmen ließen wir auf Grund des langsam zufrierenden Sees ausfallen. (Naja, vielleicht nicht ganz.) Nach dem Sportfest gab es wieder, wie könnte es auch anders sein, etwas zu essen. Im Anschluss daran wurde die Siegerehrung für das Sportfest durchgeführt, wobei unsere Claudia aus dem Mostviertel als Tagesbeste einen Pokal überreicht bekam. Erste Teilnahme am Jugendlager und gleich den 1. Preis, eine tolle Leistung. Für alle kleinen und großen Kinder gab es dann noch ein Eis als Belohnung. Am Abend wurde ein Lagerfeuer entzündet an dem noch Knacker und Brot gegrillt werden konnten. Natürlich gab es dann zum Nachtisch wieder Kuchen. Für Musik wurde mit zwei Gitarren von Walter und Alois gesorgt. Leider machte uns dann der Regen einen Strich durch die Rechnung und wir mussten in die Vereinshütte übersiedeln. Dort ließen wir den Abend dann gemütlich ausklingen.
Nach einer nassen und kalten Nacht erwartete uns am Sonntag ein regnerischer Morgen. Da wir das Sportfest bereits am Vortag bestritten hatten, konnten wir in aller Ruhe unser Frühstück ein bisschen verschieben. Danach wurden alle möglichen Bastel- und Spielsachen ausgepackt. In den Regenpausen schauten wir, dass wir im Freien verschiedene Spiele machen konnten. Da ein großes Feuerwehrzelt aufgestellt war, konnten wir dort auch Dosenwerfen und anderen Blödsinn machen. Nach dem Essen (Riesenschnitzel mit Reis) begannen wir mit dem Basteln der Gastgebergeschenke. Dabei kamen ganz tolle Stücke heraus. Vogelscheuchen aus alten Stoffen und Stroh, Blumen und Würmer aus Moosgummi und Holzkugeln sowie Fensterbilder und andere Gemälde. Damit waren wir den ganzen Nachmittag beschäftigt. Nebenbei gab es natürlich wieder alle möglichen Kuchensorten zum Mampfen. Nach Stunden musischer Beschäftigung war der Hunger für das Abendessen auch wieder da. Es gab Spaghetti.
Am Montag mussten wir schon ein bisschen früher aufstehen, denn es stand die Exkursion nach Salzburg am Programm. Um 9 Uhr war schon ein Bus zur Stelle um uns in die Stadt zu fahren. Bald erreichten wir unseren Parkplatz in der Stadt, von dem aus wir unseren Spaziergang auf den Mönchsberg starteten. Unser Ziel war die Festung Hohensalzburg. Nach steilem Aufstieg, vorbei an alten Häusern und Gärten, standen wir endlich vor der eindrucksvollen Pforte der Burg. Bis zur Führung hatten wir noch ein bisschen Zeit, und so wurde ein kleines Eisgeschäft im Festungshof gestürmt. Dann waren wir für den Festungsrundgang dran. Unsere Führerin, die Romana, hatte die wilde Bande gleich im Griff und konnte sie mit ihren Erzählungen in den Bann ziehen. Wir durchwanderten die Zimmer, Säle und Wehrgänge der Festung. Unter anderem auch eine Folterkammer, die eigentlich gar keine war, und ein Schlafzimmer, das ein Plumpsklo mit Wasserspülung besaß. Nach ziemlichem Treppensteigen erreichten wir den Wehrturm, von dem aus wir eine tolle Übersicht über die Stadt hatten. Romana zeigte und erklärte uns noch die wichtigsten Gebäude und Plätze im Umkreis. Danach stiegen wir wieder von unserem kalten und windigen Aussichtsplatz hinunter und konnten, nachdem wir uns von Romana verabschiedet hatten, noch das Burgmuseum anschauen. Im Anschluss daran nahmen wir im Burghof eine kleine Stärkung zu uns. Nun stand der Abstieg in die Altstadt bevor. Wir verließen die Festung Hohensalzburg und marschierten Richtung Domplatz, wo uns Niki als erfahrene Fremdenführerin die wichtigsten Details erklärte. Weiter ging es dann vorbei am Festspielhaus, zur Pferdeschwemme und zum Neutor. Von dort erreichten wir dann gleich unseren Bus, der uns wieder auf das Gelände zurückbrachte. Ziemlich hungrig stürmten wir die Küche, in der uns ein sehr gutes Essen und freundliche Köchinnen erwarteten. Nach dem Essen gab es genug Zeit sich mit Spielen und Sport zu beschäftigen. Gleichfalls wurde an den Gastgebergeschenken noch letzte Hand angelegt. Als Abendessen gab es dann Kaiserschmarrn bzw. gebackene Apfelringe mit Apfelmus und Zwetschkenröster. Nach dem Essen war es an der Zeit sich für den Discoabend vorzubereiten. Das hieß tolle Klamotten anziehen und die Mädchen mussten sich natürlich ein wenig schminken. In der Zwischenzeit hatte Harry viel Arbeit mit dem Aufbau der Discoanlage, der Nebelmaschine und der Lasershow. Alles musste vorbereitet und natürlich auch die Lautstärke der Musik getestet werden, was einige Mitglieder dazu veranlasste den Raum fluchtartig zu verlassen. Endlich war alles fertig und die Abschiedsfeier mit Disco konnte starten. Es wurde allen Organisatoren, Verantwortlichen, Helfern und Mitgliedern gedankt und die Gastgebergeschenke überreicht. Danach zeigten die Kinder noch einstudierte Sketches vor und erzählten Witze. Jetzt stand der Eröffnung der Discoparty nichts mehr im Wege und es ging auch gleich richtig los. Für durstige Gemüter gab es Kinderbowle zu trinken und für die Großen eine verfeinerte Erwachsenenbowle. Jung und alt schwangen gemeinsam voll Begeisterung das Tanzbein. Bis kurz nach Mitternacht wurde zu heißer Musik und Oldies getanzt. Parallel zur Disco gab es am Lagerfeuer noch Knacker zum Grillen und natürlich als Nachtisch wieder köstliche Kuchenstücke. Schließlich fanden dann doch alle in ihre Schlafsäcke und es kehrte Ruhe am Gelände ein.
Am nächsten Morgen gab es ein kräftiges Frühstück für die mehr oder weniger ausgeschlafenen Kämpfer. Danach hieß es seine sieben Zwetschken wieder zusammenzupacken, verlorene Sachen suchen, Zelte abbauen und zusammenräumen. Wer wollte konnte sich die Zeit bis zum Mittagessen noch mit Spielen vertreiben. Nachdem das Jugendlager jetzt zu Ende ging wurde das Wetter natürlich auch besser und man konnte sogar schwimmen gehen. Nach dem Mittagessen verließen die Trupps schön langsam das Gelände Richtung Heimat. Nur die Mannschaft aus Innsbruck nützte noch das schöne Wetter und blieb bis am Nachmittag in Salzburg um sich dann auf den Heimweg zu machen.
Nun fiel mir als Hauptverantwortlichen auch ein Stein von Herzen, da wieder einmal alles ohne gröbere Zwischenfälle abgelaufen war. Trotz des schlechten Wetters kann man dieses Lager als vollen Erfolg bezeichnen.