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Jugendlager 2002
18. bis 21. Mai - Helios Graz


die Vereinshütteunser Button


Heuer hatte uns der Verein Helios Graz vom 18. bis 21. Mai auf sein sehr naturbelassenes und uriges Gelände eingeladen. Natürlich waren wir schon sehr gespannt, was uns dort erwarten würde....

Schlussendlich gab es nur „19“ teilnehmende Kinder. 3 vom Sonnensport Salzburg, 2 vom Mostviertler FKK-Sportverein , 7 Kinder vom KSV Wörthersee und 7 von der Liga Völs. Die ersten Teilnehmer trafen schon am Freitag ein und hatten bereits eine Nacht Vorsprung beim Lagerleben. Am Samstag gegen Mittag kam dann die Salzburger Truppe und am Nachmittag erreichten dann die Tiroler gemeinsam mit den Klagenfurtern ihr Ziel an der Kainach.
Leider erreichte uns mit der Anreise der letzten Teilnehmer auch der Regen. Wo es am Vormittag noch zum Schwimmen in der Kainach war kam das Wasser jetzt von oben und wir mussten schauen, dass alle noch halbwegs trocken ihre Sachen ins Zelt brachten.
Schließlich hatten wir es dann geschafft und das Vereinshaus konnte inspiziert werden. Das Haus steht auf Pfählen, da es hin und wieder Hochwasser gibt. Unten gab es den Aufenthaltsraum der auch gleichzeitig als Küche dient und oben gab es einen klassen Dachboden mit vielen Matratzen die von den kleineren Kindern sofort als Hüpfburg umfunktioniert wurden. Während dieser Zeit wurde bereits von Manfred dem Koch und seinen Gehilfinnen der Kaiserschmarrn zubereitet, dessen Geruch uns alsbald an die Tische lockte. Anschließend konnten wir wieder raus, da der Regen inzwischen aufgehört hatte. Die Grazer boten uns viele Spiele und Sportmöglichkeiten an. Von Stelzengehen über Dartautomat, Volleyball usw. konnten wir uns nach Herzenslust austoben. Am Abend gab es dann schließlich die offizielle Begrüßung durch den Obmann der Grazer, dem Seppi. Er hielt Gott sei Dank keine große Rede, sondern teilte uns nur die wichtigsten Dinge und Verhaltensregeln mit. Danach wurde das Lagerfeuer entzündet, das bis zum Ende des Lagers durchbrennen sollte. Alsbald saßen alle rund ums Feuer, starrten in die Glut und lauschten den Gitarrenklängen.

Die Sonne blinzelte durch die Restbewölkung der abendlichen Gewitter und ein schöner Tag kündigte sich an. Nach einer morgendlichen Dusche, die einige Überwindung kostete, regten sich die Lebensgeister und alle fanden sich beim Frühstück ein, wo bereits frische, warme Semmeln warteten. Die Sonne gab aber leider nur ein kurzes Gastspiel und verzog sich wieder. Stattdessen begann es wieder leicht zu nieseln, was uns aber nicht von unserem geplanten Sportfest abbringen konnte.
Nachdem alle Helfer bei den Stationen und die Teams eingeteilt waren, konnte der Wettbewerb beginnen. Der Hindernislauf, bei dem ein Tennisball auf einem Löffel balanciert werden musste, verlangte den Teilnehmern alles ab. Beim Seilziehen dominierten die Kraftmaier, der Luftballonlauf entpuppte sich als besonders schwierig, da ein leichtes Lüfterl dafür sorgte, dass der Ballon immer dorthin getrieben wurde, wo man ihn nicht haben wollte. Beim Gummistiefel-Zielwerfen hatten die Kleinsten ihre Probleme. Vielleicht waren die Stiefel zu groß?! Beim anschließenden Elefantenlauf liefen sich alle schwindlig und verließen die Ideallinie, sehr zum Gaudium der Zuschauer.
Während die Kinder beim Wettkampf voll dabei waren wurde in der Vereinshütte bereits der Riesenschnitzel-Marathon ausgetragen, hieß es doch Berge von Schnitzel zu panieren und Kartoffelsalat herzurichten. Nach dem ausgezeichneten Essen wurde die Siegerehrung für das Sportfest durchgeführt.
Nachdem sich das Wetter wieder gebessert hatte, griffen Kinder und Betreuer zum Volleyball und bemühten sich, den Ball übers Netz zu spielen. Einige Gruppen begannen auch schon mit den Vorbereitungen für das Gastgeschenk. Andere wiederum wagten es, die Kainach als Schwimmbad auszuprobieren.
Der Abend gehörte wieder dem Lagerfeuer. Die Kleinsten wechselten aber bald ins Zelt und wurden nach neuerlich einsetzendem Regen ins Matratzenlager im ersten Stock der Vereinshütte „evakuiert“, ohne es zu merken.

T-RexStyrassic Parkdie Hupfburg

Höhepunkt des Jugendlagers war zweifelsohne der Besuch des „Styrassic-Parks“, eine Saurier-Erlebnislandschaft, die auch die Erwachsenen verblüffte. In der Nähe von Bad Gleichenberg hat man diesen einzigartigen Park geschaffen. Die Saurier entstanden unter wissenschaftlicher Mitarbeit und sind in Originalgröße abgebildet.
Unter fachkundiger Führung erlebten wir Jahrmillionen der Erdgeschichte in zwei packenden Stunden. Begonnen hat es bei den kleinsten Sauriern, auch ein Fisch war unter ihnen. Weiter ging es durch den Wald zu immer neuen Stationen. Die größte Szene zeigt einen Pflanzenfresser, der gut 40 m lang ist, beim Wassertrinken und drei Verfolger, fleischfressende Jäger, die ihrer Beute nachstellen.
In einem Käfig soll sich ein echtes Monster aufhalten, Hinweistafeln, wie „Achtung Lebensgefahr!“ beeindruckten selbst die Mutigsten. Plötzlich tauchte er auf, der lebende Saurier, ein Trex. Aus einem Nebelmeer entstieg er seiner Höhle und stieß Furcht erregende Laute aus. Einige Kinder klammerten sich an die Betreuer, ganz wohl war ihnen nicht mehr, auch nicht, als man ihnen sagte, es stecke ein Mensch dahinter und alles ist nur gespielt.
Nach dem Nervenkitzel gab es als Stärkung ein Eis und es bestand die Möglichkeit, die Dinorutsche, eine große Hupfburg, zu benützen. Danach ging es wieder heimwärts nach Wildon .

Pause gab es keine, galt es doch die Gastgeschenke fertig zu stellen. Die Ausdauer der Kleinsten reichte nicht, bis die Schildkröte fertig war, die Betreuer halfen kräftig mit. Die anderen Gruppen gestalteten Herzen mit „Dankeschön“-Schriftzug, Tafeln mit Zeichnungen usw. Die Küche zauberte auch schon wieder und baute ein riesiges Buffet auf. Herrliche Grillwürste, Fleisch und Salate machten die Wahl zur Qual. Das Wetter spielte auch mit und alle konnten sich im Freien aufhalten. So konnten in der Hütte bereits die Vorbereitungen für die volldigitale Hyperdisco getroffen werden.
Andererorts gab es bereits wieder Gerüchte über eine bevorstehende Hochzeit, die im Zuge des Discoabends stattfinden sollte. Nach dem Essen ging es ans „Anhübschen“, man/frau wollte ja in der Disco eine gute Figur machen.
Endlich war alles fertig und die Abschiedsfeier mit Disco konnte starten. Es wurde allen Organisatoren, Verantwortlichen, Helfern und Mitgliedern für die Bewirtung und Gastfreundschaft gedankt und die Gastgebergeschenke überreicht.
Danach fand die Hochzeitszeremonie statt. „Pfarrer Levi“ verheiratete Pascal mit der Formel: „Pascal, willst du Lisa zu deiner ehemaligen Frau nehmen?“ gemeint war natürlich , „ ...willst du Lisa zu deiner Ehefrau nehmen“. Schallendes Gelächter bei den Erwachsenen, Unverständnis bei den Kindern, die das gar nicht so mitbekommen hatten. Aber schlussendlich gab es dann doch ein Happy-End.
Jetzt stand der Eröffnung der Discoparty nichts mehr im Wege und es ging auch gleich richtig los. Für durstige Gemüter gab es Kinderbowle zu trinken und für die Großen eine verfeinerte „Erwachsenenbowle“. Jung und alt schwangen gemeinsam das Tanzbein. Bis kurz nach Mitternacht wurde zu heißer Musik getanzt. Parallel zur Disco gab es am Lagerfeuer noch Knacker zum Grillen.
Schließlich fanden dann doch alle in ihre Schlafsäcke und es kehrte Ruhe am Gelände ein. Am nächsten Morgen gab es ein kräftiges Frühstück für die mehr oder weniger ausgeschlafenen Kämpfer. Danach hieß es seine sieben Zwetschken wieder zusammenzupacken, verlorene Sachen suchen, Zelte abbauen und zusammenräumen. Wer wollte konnte sich die Zeit bis zum Mittagessen noch mit Spielen vertreiben. Nachdem das Jugendlager jetzt zu Ende ging wurde das Wetter natürlich auch besser und man konnte sogar schwimmen gehen. Nach dem Mittagessen verließen die Trupps schön langsam das Gelände Richtung Heimat.


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