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Jugendlager 2006
03. bis 06. Juni - Kapfenberg

Das Wetter war gerade nicht das, was man sich bei einem Jugendlager wünscht. Regen, Kälte und sogar einige Schneeflocken mischten sich dazu, als wir über das Salzkammergut nach Kapfenberg reisten. Die Kapfenberger Freunde hatte sich aber was Tolles einfallen lassen. Wir konnten die Wohnwagen der Mitglieder benutzen und brauchten nicht in Zelten am Boden schlafen und frieren.

Thomas aus Innsbruck zog es vor, während der Fahrt zu schlafen und behauptete, keiner könne ihn fotografieren, ohne dass er es merkte. Aber es ist uns doch gelungen und wir haben uns sehr gefreut - Thomas weniger. In einer Regenpauseentluden wir den Anhänger der Innsbrucker und suchten uns die tollsten Wohnwägen aus. Für die anderen blieb aber noch genügend Platz. Sie kamen aus allen Himmelsrichtungen und Horst, unser Gastgeber und Obmann dder Kapfenberger, zeigte jedem Teilnehmer seinen Platz.

Und dann gab es gleich was zu essen. Alle hatten riesigen Hunger und Spaghetti gab es für alle in Unmengen und es wurde gedreht und gewickelt. Wir, die Organisatoren - Dani und Gerold - nutzen den Vormittag für die letzten Einkäufe. Safteln, Nutella, Grillfleisch usw. wurden in den umliegenden Geschäften besorgt.
Nachdem alle hungrigen Mäuler gestopft waren, war es höchst an der Zeit, das Gelände zu erkunden, zu spielen und zu basteln. Wir bereiteten inzwischen die give-aways für die Teilnehmer vor. Wie jedes Jahr gab es T-Shirts und die Kapfenberger spendierten Trinkflaschen.
Auch ein Gastgeschenk wurde gebastelt - ganz im Geheimen natürlich! Wir wollten den Kapfenbergern eine Tafel schenken, bunt bemalt und mit Buchstaben beklebt, als Zeichen unserer Wertschätzung und Dankbarkeit.

Es wurde geschlichtet und die Größen sortiert und alles gruppenweise geordnet. Die anderen malten und pinselten, klebten und feilten - es sollte ja eine tolle Tafel werden, noch schöner als die letzte, denn wir haben ja jetzt schon Routine.
Wer nichts zu tun hatte oder gerade nicht malen mochte, vertrieb sich die Zeit Mit Volleyball, Fußball oder Hockey.

Jeder hatte was zu tun, die Zeit verging wie im Flug. Inzwischen bereiteten einige Kinder unter Mithilfe der Gastgeber, das Lagerfeuer vor und andere kümmerten sich um die Verpflegung, denn die Jugendlagerteilnehmer brauchen drei Mahlzeiten am Tag und dazwischen noch ein Kuchenbuffet - und alles war vorghanden. Wir hatten ein kleines Schlaraffenland entdeckt.

Aber so richtig los ging es erst nach dem Abendessen. Das Feuer prasselte und die Jugendlagerteilnehmer hatten sich rundherum versammelt. Die Kapfenberger Freunde erfreuten uns mit Schamanengesängen und Trommelrhythmen. Die mitreißenden Klänge begeisterten alle, auch die Kapfenberger Mitglieder machten mit Freude mit.

Am Pfingstsonntag stand der Besuch der Burg Kapfenberg und einer Greifvogelschau auf dem Programm. Über die Lorettokirche, zu der uns Maria einiges erzählte, erreichten wir die Burg hoch über der Stadt Kapfenberg und konnten ausgestopfte Vögel und andere Tiere besichtigen, Burggemächer durchwandern und im großen Rittersaal thronen.
Höhepunkt war aber zweifelsohne die Greifvogelschau. Milane, Geier und ein Kondor zeigten ihre Flugkünste.



Nach der tollen Schau ging's zurück aufs Bachwirtgelände zum Mittagessen. Und danach - mit vollem Bauch - war ein Schwimmbadbesuch angesagt - Hallenbad natürlich! Denn bei diesen Temperaturen gab es nicht viele, die im Freien schwimmen wollten. Aber auch ein Hallenbad birgt so seine Gefahren. Moni holte sich eine dicke Nase und wurde im Krankenhaus untersucht - aber es war Gott sei Dank alles nur halb so schlimm.



Der letzte Tag führte uns zu Ridor dem Drachen ins Weitental. Anhand eines Staffelllaufes lernten die Kinder das Weitental und seine Natur kennen und mussten viele Aufgaben, die sich Ridor für sie ausgedacht hatte lösen. Dazwischen gab es Rutschen und andere Hindernisse, die zu überwinden waren.
Bevor alle für ihre Mühen im Jugendgästehaus mit Wiener Schnitzel belohnt wurden, galt es noch die Fragebögen zu bekleben und schlussendlich bekamen alle Teilnehmer ihre Anerkennungsurkunden.




Auch das tollste Jugendlager geht einmal zu Ende und nach dem tollen Ausflug gings wieder zurück aufs Gelände der Kapfenberger. Die Küchenfeen hatten dieses Mal eine Steiererjause herbei gezaubert mit Käse, Wurst, Speck, Aufstrichen und sogar Radieschenmäusen und dazu hat es wunderbar geschmeckt! Schade, dass die ersten auch schon wieder abreisen mussten.

Nach der Jause gab's natürlich noch einen offiziellen Teil, der die Kinder natürlich nicht so freut. Dankes- und Lobesworte wurden ausgetauscht und natürlich das Gastgeschenk überreicht.
Am Abend saßen wir noch lange ums Feuer, sangen und trommelten und wahrscheinlich haben es die "großen" Kinder länger als die Betreuer ausgehalten, was am Abreisetag deutlich in den Gesichtern der Jugendlichen zu sehen war.
Auf jeden Fall war es - abgesehen vom Wetter eines der tollsten Jugendlager, die ich je besucht hatte und den Kapfenberger Freunden gilt unserer besonderer Dank. Mit ihrere Gastfreundschaft und ihrem Engagement haben sie unsere Herzen erobert.

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