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Text traditionell:
Einen gekrönten reien
sang ich der frouwen min
gein disem süssen meien.
nu lest mich ander pin
mit überswenken sorgen
verborgen mir stricke hat geleit.
Ein jeger siten wilde,
der stetiglichen fürt
den tod an sinem schilde,
freislich er nach mir spürt.
jo ist sin tagereise
in freise - wol tusent mile breit.
Des muss ich dagegen
ich tar nicht brogen.
wer möcht gesingen ader gesagen
sint in ich dort se nach mir jagen?
freislich gespannten stet sin bogen,
vier strahl sin seite treit.
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Übersetzung:
Einen bekränzten Reigen,
sang ich der Auserwählten mein.
Doch bin ich arg belastet, in diesem süßen
Maien.
Übermächtig sind meine Sorgen
und verborgene Fesseln sind mir gelegt
von einem wilden sittenlosen Jäger,
der stetig mit sich führt,
den Tod an seinem Schilde.
Mit verderblicher Macht spürt er mich auf;
und seine Gegenwart bringt Unheil,
tausend Meilen im Umkreis.
Darum muß ich schweigen,
ich wage nicht zu prahlen.
Wie könnte ich noch singen oder sagen.
seid ich ihn spüre nach mir jagen?
Furchtbar gespannt hält er seinen Bogen,
vier Pfeile trägt er an seiner Seite.
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