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Text traditionell:
Wir sun den winder in stuben empfahen
wol uf, ir kinder, ze tanz sun wir gahen!
volgent ir mir, so sun wir smieren
und zwinken und zwieren nach lieplicher gir.
Schone umbeslifen und doch mit gedrange;
breste uns der pfifen, so vahen ze sange.
respen den swanz, so sun wir rücken
und zocken und zücken, daz eret den tanz.
Niemand verliese sin froiden gewinne
in der man kiese sin trut, daz er minne,
sanfte daz tuot. Swie si da wenke
so trefs anz gelenke, daz küzelt den muot.
Nieman sol stoeren di minne uz dem muote,
er wil sich toeren: si wehset von huote.
liep ane wanc, swie si doch smücket,
si luodert, si lücket ir friundes gedanc.
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Übersetzung:
Laßt uns den Winter im Tanzsaal
empfangen.
Wohlauf ihr Kinder zum Tanz laßt uns eilen.
Folgt mir, so wollen wir uns mit den Augen anlächeln,
uns zuzwinkern und einander verstohlene Blicke zuwerfen.
Schön im Tanz sich zu drehen und
sich zu drängeln.
Wenn uns der Pfeife ermangelt, wollen wir zu singen
anfangen
Die Schleppe des Kleides zusammenraffend,
So laßt uns schieben, locken, reizen
und an uns reißen, das ehrt den Tanz.
Niemand mag den Gewinn seiner Freuden
aufgeben,
in denen man sich einen Vertrauten auserwählt,
der ihn umsorgt
Angenehm ist das und wenn sie zurückgeht
faß sie um die Taille, das erregt das Gemüt.
Niemand soll mit Absicht die Minne stören,
er würde sich dadurch nur lächerlich machen.
Denn sie (die Minne) nimmt nur zu, wenn man ihr auflauert.
Angenehm, ganz fehlerlos ist sie, wie sie sich zusammenschmiegt,
sie reizt und lockt ihrer Freunde Sinne.
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