| Drehleier,
umgangssprachlich auch Leierkasten, eine mechanische
Geige, bei der der Spieler die Noten wechselt, indem
er die Tasten eines Griffbrettes drückt. Die
Saiten werden dabei von einem Scheibenrad (statt
eines Bogens) am Boden des Instruments gestrichen.
Das Scheibenrad wird mit einer Kurbel gedreht. Eine
Drehleier hat gewöhnlich zwei Melodiesaiten,
die unter der Tastatur verlaufen, und vier Bordunsaiten,
die neben ihr verlaufen. In der mittelalterlichen
Kirchenmusik wurden große Drehleiern für
zwei Personen verwendet. Kleinere Instrumente für
einen Spieler überlebten unter Volks- und Straßenmusikanten
bis etwa 1900. Durch das wiederauflebende Interesse
an Volksmusik, besonders in der Bretagne und im
Languedoc, ist das Instrument heute wieder zu großer
Beliebtheit gekommen. Im 18. Jahrhundert war das
Instrument am Hofe in Mode.
"Drehleier", Microsoft(R)
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