Hackbrett,
(englisch dulcimer; französisch tympanon; italienisch
salterio tedesco; ungarisch cimbalon) Musikinstrument
mit Stahlsaiten, die, jeweils zwei bis fünf pro Ton,
über einen hohlen, trapezförmigen Resonanzkörper
gespannt sind. Der Anschlag der Saiten erfolgt durch leichte,
löffelförmige Klöppel, womit ein voller,
klarer und metallischer Klang erzeugt wird. Der Tonumfang
reicht von g bis g2 oder g3. Das Hackbrett wird heute
vor allem in der alpenländischen Volksmusik, in Südosteuropa
und in angelsächsischen Ländern gespielt. Als
einer der Vorfahren des Klaviers ist das Hackbrett erstmals
im Mittleren Osten, vermutlich als das persische santur,
nachweisbar. Im 12. Jahrhundert kannte man es in Spanien
und um 1800 war es auch in China verbreitet, wo es yangqin
(fremde Zither") genannt wurde. Die europäische
Geschichte des Hackbretts beginnt im 15. Jahrhundert.
In ganz Europa wird das Hackbrett als Volksmusikinstrument
verwendet, so z. B. das tschechische cimbal und das griechische
santuri. Im späten 19. Jahrhundert entwickelte sich
das ungarische Hackbrett, das cimbalon, zu einem komplizierten,
vollchromatischen Instrument mit vier Beinen und einer
klavierähnlichen Pedaldämpfung. In der Partitur
der Oper Háry János (1926) von Zoltán
Kodály findet sich ein eigener cimbalon-Part. In
den USA ist die Bezeichnung hammered dulcimer (geschlagenes
Hackbrett) gebräuchlich, um es vom Appalachian dulcimer
(siehe Zither), zu unterscheiden.
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