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   Instrumente: Glockenspiel
Glockenspiel (französisch carillon), altes, bereits im 7. Jahrhundert in Frankreich belegtes Musikinstrument, das aus verschieden gestimmten Glocken zusammengestellt ist (siehe Carillon). Im Mittelalter gab es Glockenspiele in Kirch- und Stadttürmen zum Stundenschlag der Uhren. Durch eine vergrößerte Zahl chromatisch gestimmter Glocken entwickelten sich daraus (erst im Gebiet der heutigen Niederlande, in Belgien und Nordfrankreich, später auch in Deutschland, England und Russland) Musikinstrumente, die mit Klöppeln oder auch mit den Fäusten angeschlagen wurden (Turmglockenspiel). Seit dem 17. Jahrhundert versteht man darunter auch ein Schlaginstrument, das aus einer Reihe von Metallstäben besteht, die in einer chromatischen Skala gestimmt sind und in zwei Reihen angeordnet sind. Die Stäbe werden mit runden Hämmerchen angeschlagen. Dadurch wird ein heller, glockenartiger Klang erzeugt. Der Tonumfang des Glockenspieles beträgt bis zu vier Oktaven. Militär- und Marschkapellen verwenden eine tragbare Form des Glockenspieles, die dort auch Lyra heißt. Hierbei sind die Metallstäbe auf einem aufrechten, lyraförmigen Rahmen angebracht. Beim Orchesterglockenspiel liegen die Stahlplatten in einem flachen Resonanzkasten. Sie sind in zwei Reihen klaviaturartig angeordnet, so dass es möglich ist, Akkorde zu spielen. Orchesterglockenspiele kommen in der Zauberflöte (1791) von Wolfgang Amadeus Mozart und der Walküre (1856) von Richard Wagner vor. Ein Verwandter des Glockenspieles ist die Celesta (italienisch: die Himmlische). Bei diesem Instrument lagern Metallstäbe, die über eine Tastatur mit einer Klavierhammermechanik angeschlagen werden, auf Resonanzkästchen aus Holz. Das Instrument hat auch ein Dämpfungspedal wie das Klavier. Der französische Instrumentenbauer Auguste Mustel ließ sich das Glockenspiel 1886 patentieren. Die Celesta wurde als Orchesterinstrument zum ersten Mal im Ballett Der Nussknacker (1892) von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky eingesetzt. Sowohl Glockenspiel als auch Celesta sind Metallophone, sie ähneln dem Xylophon, haben aber statt hölzerner Stäbe Metallstäbe.

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