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   Instrumente: Harfenzither
Unter der Inventarnummer 481 zählt die Leipziger Sammlung ein außergewöhnliches Zitherinstrument. Georg Kinsky bezeichnete sie in seinem Katalog als "Harfenzither" und bemerkte dazu: "Das eigenartige Instrument, ein Mittelding zwischen Harfe und Zither, erinnert im Äußeren an die Form der alten Spitzharfen" (Kinsky 1912, S. 68). Mit dieser Beobachtung verweist er auf ein interessantes Problem. Die Beziehung Zither-Harfe ist von jeher von Bedeutung, da die Besaitung beider Instrumente prinzipiell ähnlich konzipiert ist: eine größere Anzahl von Saiten in einer Ebene. Allerdings sind die Unterschiede in bezug auf die Konstruktion und Lage des Resonators so erheblich, daß aus systematischer Sicht eine Begriffsbildung wie "Harfenzither" schwer möglich ist. Das vorliegende Instrument folgt in seiner Gestalt zweifellos einer der zahlreichen Formen des spätmittelalterlichen Psalteriums, so daß es vielleicht als griffbrettlose Psalteriumszither zu bezeichnen wäre.

Quelle: www.studia-instrumentorum.de