Musette,
kleine Sackpfeife mit einem Schöpfbalg. Das teilweise
reich verzierte Instrument, das seit dem 13. Jahrhundert
belegt ist, war im Frankreich des 17. und 18. Jahrhunderts
sehr beliebt. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Musikstücke
für dieses Instrument. Daneben steht Musette auch
für Musikstücke, die den Klang einer Musette
nachahmen. So nahm z. B. Johann Sebastian Bach die Musette
in mehrere seiner Suiten auf. Ein moderneres Beispiel
findet sich im Oboenkonzert von Ralph Vaughan Williams.
Und schließlich bezeichnet der Begriff auch einen
ruhigen Tanz im Sechsachtel-, Dreiviertel- oder Zweivierteltakt,
der seinen Namen von den liegenden Borduntönen der
Musette erhalten hat. Zur Zeit Ludwigs XIV. und Ludwigs
XV. war die Musette als Gesellschaftstanz sehr geschätzt.
Siehe auch Dudelsack
"Musette", Microsoft(R) Encarta(R) 99 Enzyklopädie.
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