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Die
Saz ist eine Langhalslaute
mit Stahlsaiten (Messingsaiten), wie sie heute noch
in der Türkei verwendet wird.
Die Bouzouki und die Saz
haben sich, unter anderem auch wegen der engen kulturellen
Verknüpfungen im osmanischen Reich, lange Zeit
sehr ähnlich entwickelt, bzw. dürfte es in
früherer Zeit diese strikte Unterteilung in Bouzouki
und Saz garnicht gegeben haben, da im Türkischen
der Begriff Bozuk umgangssprachlich für die Divan
sazi verwendet wurde. Vielmehr hat sich jeder Musiker
ein Instrument eingerichtet wie es seinen Bedürfnissen
entsprach (1).
So sahen sich Bouzoukis und Saz um die Jahrhundertwende
noch sehr ähnlich. Sie hatten einen aus Vollholz
geschnitztem Korpus, oft ein Schlallloch unterhalb der
Saitenaufhängung, also nicht auf der Decke, und
hölzerne Stimmwirbeln. Der entscheidende Unterschied
war, dass die Bünde schon chromatisch angeordnet
waren. Manchmal waren sie sogar schon durch metallene
chromatische Bünde ersetzt worden und die Bouzouki
so nicht mehr für die türkische Spielweise
zur gebrauchen, da nur noch reine Tonarten gespielt
werden konnten.
Ein wesentlicher Unterschied, der sich auch auf die
Mensurlänge (2) dieser Instrumente auswirkt, ist
der Standort des Steges. So steht dieser bei der heutigen
Saz auf 1/5 der Decke von der Saitenaufhängung
aus gesehen und bei den Bouzoukis bei 1/3, was bei einer
Saz bei gleicher Instumentengröße zu einer
wesentlich längeren Mensur führt. Wann dieser
Wechsel stattfand ist aus heutiger Sicht nur noch schwer
zu sagen.
Ein weiterer Unterschied ist die Saitenspannung der
Instrumente. So hat das Bouzouki stärkere Saiten
und eine höher Saitenspannung, was im Gegesatz
zur Saz einen härteren klareren Klang hervorruft.
Anfang der frühen 20er Jahre führte
dann der Einfluß der italienischen Musik und das
Bekanntwerden der italienischen Mandoline zu einer Veränderung
der Bauart der Bouzouki zu der heute bekannte Form.
Der Korpus wird nun aus Spänen aufgebaut (3) und
es werden Metallmechaniken mit Übersetzungen verwendet.
Außerdem wird ein relativ großes Schallloch
auf der Decke zwischen Griffbrettende im oberen Viertel
der Decke eingeführt. Die Mensurlänge beträgt
zwischen 60 und 70 cm. Die Grundstimmung der Bouzouki
ist Dad, aber es auch ein paar andere Stimmungen beschrieben
wie Gad und Aea. Diese Stimmungen haben auch Namen,
wie die verschiedene Stimmungen der Saz und so wird
in einem Lied von Michalis Jenitsaris auch von der Kara
Duzeni (türk.: schwarze Stimmung) gesungen.
(1) wie es in neuerer Zeit auch noch geschieht,
wenn man den Umbau von der dreisaitigen zur viersaitigen
Bouzouki betrachtet oder die Übernahme der Bouzouki
in die Mitteleuropäische,speziell irische, Folkmusik.
(2) Abstand zwischen Sattel und Steg.
(3) Es gibt mittlerweile auch Saz, deren Korpus aus
Spänen aufgebaut wurde.
Quelle: www.taalania.de
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