Schalmei
(zu griechisch kálamos: Halm; französisch
chalumeau; englisch shawm), mittelalterliches, aus Arabien
stammendes Blasinstrument mit doppeltem Rohrblatt, Vorläufer
der Oboe. Die Schalmei besteht aus Hartholz und hat ein
konisches Rohr mit sechs bis sieben Grifflöchern.
Der Klang ist rauer als der der Oboe. Die ersten Schalmeien
traten im Europa des 13. Jahrhunderts auf. Im 15. Jahrhundert
gab es sie bereits in allen Größen vom Großbass
(Bomhart, Pommer) bis zur Sopranino. Die Sopraninoschalmei
hatte eine Länge von etwa 50 Zentimetern, während
die größte Schalmei etwa drei Meter lang war
und in der Armbeuge des Musikers gehalten werden musste.
Die Schalmei wurde ursprünglich als Freiluftinstrument
in Ensembles mit Trommeln und Trompeten gespielt, im Mittelalter
zusammen mit Zinken und Posaunen in so genannten Alta-Kappellen.
Als Volksinstrument ist die Schalmei heute noch im Orient
(Zurna), auf dem Balkan (Sopila, Tiple) und in Spanien
(Xirimia) in Gebrauch. In der Instrumentenkunde ist Schalmei
der Oberbegriff für alle Blasinstrumente mit einfachem
oder doppeltem Rohrblatt.
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