Die
Geschichte des Schwirrholzes ist mit 25 000 Jahren eine
der ältesten Musikgeschichten. Ehemals bei allen
schriftlosen Kulturen, daß heißt auf der ganzen
Welt vorhanden, ist es heute noch bei den Aborigines Australiens
und auch bei den Indianern Amerikas in Gebrauch. Es ist
ein Idiophon: ein spatelförmiges Stück Holz,
Rinde, Samen, Knochen oder Muschel wird an einer langen
Schnur schnell im Kreis durch die Luft geschwungen. Obgleich
es keinen uns gewohnten musikalischen oder rhythmischen
Klang erzeugt, kann durch Veränderung entweder der
Schwunggeschwindigkeit oder Material oder Form die Tonhöhe
variiert werden. Sein surrend-brüllend-heulender
Ton wird mit dem Gewittergrollen und Rufen der Götter
und Ahnen verbunden. Es dient den australischen Aborigines
zur Kommunikation mit den Ahnen. Die oft reiche Bemalung
und die Schnitzerein der Schwirrhözer lassen sich
kulturell dekodieren.
Quelle: http://www.brotfabrik.de/klangwelt/australien/index.html#Schwirrholz
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