Zither, Saiteninstrument, bei dem die
Saiten entweder nur über einen Saitenträger
oder zusätzlich über einen Resonanzkörper
gespannt sind. Dabei sind Resonanzkörper und Tonerzeuger
unabhängig voneinander konstruiert. So definiert
gehören zur Familie der Zithern auch das Psalterium
und das Hackbrett. Unterschieden werden die verschiedenen
Instrumente nach ihrer Bauart, also: z. B. Stabzither,
Röhrenzither, Brettzither etc. Das allgemein als
Zither bezeichnete Saiteninstrument ist die heute gespielte
Konzertzither mit kastenförmigem, an der Seite ausgebuchtetem
Korpus. In Süddeutschland und Österreich gibt
es zwei hochentwickelte Formen: die Salzburger Zither,
die am Griffbrett gerade und an der gegenüberliegenden
Seite ausgebuchtet ist, und die Mittenwalder Zither, die
auf beiden Seiten des Korpus ausgebuchtet ist. Beide Versionen
haben einen flachen Resonanzkörper mit einem runden
Schall-Loch und fünf Melodiesaiten aus Metall, die
über ein Griffbrett mit Bünden gespannt sind.
Dahinter liegen 42 Begleitsaiten, meist aus Darm oder
Nylon. Beim Spiel wird die Zither auf einen Tisch oder
auf den Schoß gelegt. Die linke Hand greift die
Töne auf dem Griffbrett, mit der rechten Hand werden
mit einem Metallring am Daumen die Melodiesaiten angeschlagen.
Die restlichen Finger der rechten Hand zupfen die Begleitsaiten.
Die Melodiesaiten sind meist auf a1-a1-d1-g-c gestimmt.
Die Stimmung der Begleitsaiten variiert. Zithern mit dieser
Bauweise stammen von dem schmalen, kastenartigen Scheitholz
ab und ähneln dem Hackbrett der Appalachen (Gebirge
in den USA). Die Streichzither ist eine Zither, die mit
einem Bogen gestrichen wird.
Zithern gibt es auch in anderen Regionen der Welt und
in vielen verschiedenen Formen, z. B. als Trog oder Rohr
(afrikanische Zithern), als massiver Balken mit Flaschenkürbissen
als Resonanzkörper an beiden Enden (die nordindische
Bin), und als langes, leicht gewölbtes Brett (das
chinesische Kin [ch'in] und das zheng [cheng] sowie die
japanische Koto). Siehe auch Volksmusik.
"Zither", Microsoft(R) Encarta(R) 99 Enzyklopädie.
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